Perspektiven
Die Perspektiven des VSS
Mit dem neuen Verfassungsartikel zur Hochschulbildung, welcher im Mai 2006 von Volk und Ständen angenommen wurde, ist eine Zeit verstärkter hochschulpolitischer Diskussion angebrochen. Seither wurden die Studierenden im Rahmen der hochschulpolitischen Debatten immer häufiger als Kunden und Kundinnen oder gar als Konsumentinnen und Konsumenten bezeichnet. Diese Entwicklung war mitverantwortlich dafür, dass die neusten „Perspektiven zur Hochschullandschaft Schweiz“ des VSS deutlich länger ausgefallen sind als dies bisher der Fall war.
Die ersten „Perspektiven“ des VSS erschienen Ende 1998 unter dem Titel „Perspektiven zur Hochschule von morgen“. Das Ziel der Publikation war damals ein ähnliches wie
10 Jahre später. So steht im Vorwort zu lesen: „Wir Studierende wollen trotz teilweise grundsätzlicher Bedenken einen konstruktiven Dialog in Gang bringen. Die Universität
soll auch in Zukunft als gemeinsames Konstrukt aller Beteiligten fortbestehen. Die Studierenden wollen nicht als Kundinnen und Kunden schubladisiert werden, im Gegenteil verstehen wir uns als Mitdenkende, Mitwirkende und Mitgestaltende der Universität und der Gesellschaft“ (VSS 1998). Rechtzeitig für die BFT-Periode 2004–2007 folgte dann im Jahr 2003 die zweite Ausgabe der „Perspektiven“ des VSS. Hatte die erste Ausgabe noch den Anspruch, möglichst pragmatische Vorschläge zu diskutieren, so erhob die zweite Ausgabe den Anspruch, Visionen für die Hochschullandschaft der Schweiz zu erarbeiten, welche bis 2007 – dem Ende der BFT-Periode – umsetzbar sein sollten: „Auch die Studierenden haben Visionen. Visionen, wie die Hochschullandschaft Schweiz 2007 aussehen sollte und auch könnte, wenn der politische Wille dafür vorhanden ist. Es geht – wie bei den meisten – darum, die Hochschullandschaft nachhaltig zu verändern. Eine Veränderung hin zu den Problemen und Interessen der Studierenden. Eine Veränderung hin zu jenen, welche am meisten von Veränderungen des Systems direkt betroffen sind“ (VSS 2003).
Anfangs 2006 begann die Hochschulpolitische Kommission (HoPoKo) des VSS mit der Erarbeitung der dritten, hier nun vorliegenden Ausgabe der „Perspektiven“ des VSS.
Schnell war klar, dass das Ziel dieser Ausgabe ein dreifaches war: Erstens wird eine längerfristige Vision der Hochschulen aus Sicht der Studierenden entwickelt. Zweitens
werden erneut konstruktive Vorschläge für Massnahmen zur Verwirklichung dieser Visionen ausgearbeitet. Drittens soll mit dieser Publikation ein für alle Mal mit dem Irrtum aufgeräumt werden, dass Studierende sich als passive Bildungskonsumentinnen
und Bildungskonsumenten behandeln lassen!
Der Vorstand des VSS ist der Ansicht, dass es der HoPoKo gelungen ist, all diesen Zielsetzungen gerecht zu werden. Dies zeigt auch die einstimmige(!) Annahme der vorliegenden Publikation durch die 146. Delegiertenversammlung des VSS im November 2007 in Neuenburg.
Die Perspektiven des VSS.
Perspektiven zur Hochschullandschaft Schweiz, Hg: Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS), Zürich 2008.
ISBN : 978-3-906566-72-6

