Kommt jetzt die Verdoppelung?

An der Herbstsession hat der Nationalrat die Parlamentarische Initiative Reynard, welche eine Beschränkung der Studiengebühren an den ETHs fordert, deutlich abgelehnt. Die Forderung von maximal 650 Franken wurde nur von 68 ParlamentarierInnen unterstützt, 114 stimmten gegen diesen vernünftigen Vorschlag. Doch dem ETH-Rat liegt bereits ein Antrag der Direktoren Aebischer und Eichler vor, dass die Studiengebühren an den ETHs verdoppelt werden sollen. Kommt diese Verdoppelung jetzt?

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) ist über den Ausgang der Abstimmung im Nationalrat enttäuscht. Das Resultat zeigt, dass der Wille in der Politik nicht vorhanden ist, griffige Massnahmen gegen die stetig steigenden Studiengebühren und für die Chancengleichheit zu ergreifen. Vielmehr hält der Nationalrat für den ETH-Rat die Tür offen, um eine Verdoppelung durchzudrücken, und verschliesst dabei die Augen vor der studentischen Realität.

Studiengebühren stellen heute nur einen kleinen Teil der Hochschulbudgets dar. Faktisch entspricht die im Parlament geplante Erhöhung der BFI-Botschaft im ETH-Bereich (12.033) in etwa der erwarteten Mehreinnahmen der beiden ETHs durch eine Verdoppelung der Studiengebühren. Trotzdem bleibt der Weg einer Verdoppelung offen – und dadurch ein Weg, die Verwaltungsgebühren als „Steuerungsmechanismus“ (Keller/SVP in der NR-Debatte) einzusetzen, und dadurch eine ökonomisch diskriminierende Hürde zu etablieren. Weiterlesen Kommt jetzt die Verdoppelung?

650 Franken sind genug!

Mit dem heutigen Tag beginnt ein neues Studienjahr. Für rund 210’000 Studierende bedeutet dies: Vorlesungen und Seminare besuchen, Arbeiten schreiben, Erwerbsarbeit und Ausbildung neu koordinieren. Die Studiengebühren sind das ökonomische Eintrittsticket in diese Welt. Und wir Studierende sind überzeugt: 650 Franken sind genug!

An einer Medienkonferenz hat der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) gemeinsam mit seinen Sektionen in den Universitäten, ETHs und Fachhochschulen die Forderung einer Plafonierung der Studiengebühren präsentiert. Nach den Erhöhungen in den Kantonen St. Gallen, Bern und Zürich ist für die Studierenden klar: mit den finanzpolitisch begründeten Erhöhungen muss Schluss sein! Die Studierenden stehen deshalb hinter der Parlamentarischen Initiative Reynard, welche die Studiengebühren für die ETHs auf maximal 650 Franken begrenzen will.

Doch nicht nur das: gleichzeitig soll die Forderung ausgeweitet werden auf die Universitäts- und Fachhochschulkantone. Als parlamentarischer Vorstoss wurde sie bereits im Kanton Bern eingereicht. Weitere Vorstösse sind in den Kantonen Basel Land, Basel Stadt, Waadt, Zürich, Luzern, Neuenburg, Freiburg und Genf geplant. Die Studierenden sind sich einig: „Studiengebühren sind eine diskriminierende Hürde für ein Studium und greifen die Chancengleichheit an. Mit den Erhöhungen muss deshalb Schluss sein“, fasst Clau Dermont, Vorstandsmitglied des VSS, den kritischen Tenor zusammen. Weiterlesen 650 Franken sind genug!

Qualifizierungsseminar für den 27 Oktober 2012 in Bern

das programm als pdf
Der Studentische Akkreditierungspool bietet am Samstag, dem 27 Oktober 2012 in Bern, an der Universität Tobler in Bern am Lerchenweg 36 http://tinyurl.com/unitobler eine Grundschulung für studentische ExpertInnen an. Die Teilnahme ist offen für alle interessierten Studierenden!

Die Teilnahme an der Grundschulung ist eine Voraussetzung, um als studentische Expertin / studentischer Experte für ein Akkreditierungsverfahren vorgeschlagen zu werden! Erst nach der Schulung erfolgt die Aufnahme in den Pool. Nur so können wir gegenüber unseren PartnerInnen (= Hochschulen und Akkreditierungsagenturen) unsere Versprechungen einlösen als Studierende aktiv und kompetent unseren Beitrag für die Qualitätssicherung zu leisten.
Anmeldung und Auskunft:
Mail an friedrich.stucki@vss-unes.ch Anmeldung bis 20. Oktober 2012