Jetzt anmelden! Workshop “externer Bereich der Quality Audits“ am 22. Februar 2014

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) organisiert am Samstag 22. Februar in Bern eine Grundschulung für Studierendenorganisationen und externe studentische ExpertInnen in Bezug auf die Quality Audits. An diesem Workshop wird der externe Bereich der Quality Audits und auch die Rolle von studentischen ExpertInnen in diesem Prozess vorgestellt. Genauere Informationen und Anmeldung siehe Einladung.

Solidarität mit den Ukrainischen Studierenden

Two weeks have passed since peaceful protesters at Kyiv EuroMaidan were attacked
by the special police department “Berkut” during the nights of 29 November to 30
November 2013. However, the government and prosecutor’s office of Ukraine have
not performed any actions in order to identify and bring to the court the ones
responsible for attacking and harming protesters.
Moreover, victims of thesukrainee attacks are being threatened and blamed in violent actions
against police. Numerous court cases were opened against protesters, including
students. Furthermore, leadership of higher educational institutions in Ukraine
continues to intimidate students who are active in demonstrations.
Therefore, VSS-UNES-USU stands in solidarity with Ukrainian students and supports
their demands to stop faking cases against participants of peaceful protests, and free
illegally prisoned students, and to bring criminal charges on those who made and
executed the decision to use violence against people at Kyiv EuroMaidan on
November, 30.
We call upon the President of Ukraine, Victor Yanukovich and its government to
listen to students demands and to fulfill them. The Ukrainian government has to act in
accordance with the European Convention on Human Rights, and ensure fare
jurisdiction in the country.

Veröffentlicht in Blog

Wallis: Der Grosse Rat nimmt seine Verantwortung in der Bildung wahr!

Medienmitteilung des VSS vom 13. Dezember 2013

Der Grosse Rat des Kantons Wallis hat sich gestern gegen die von der Regierung vorgeschlagenen Sparmassnahmen gewehrt und jegliche Kürzungen im Stipendienwesen abgelehnt. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) begrüsst diese Entscheidung und nimmt erfreut zur Kenntnis, dass der Kanton Wallis die Wichtigkeit eines fairen Stipendienwesens eingesehen hat.

Die Regierung des Kantons Wallis hatte dem Grossen Rat ein Budget für 2014 vorgeschlagen, das Kürzungen im Stipendienwesen von 3.5 Millionen vorsah. Der Grosse Rat lehnte den Antrag der Regierung und auch den weniger weit gehenden Antrag der Finanzkommission jedoch ab. Lea Oberholzer, Vorstandsmitglied des VSS, freut sich darüber: „Die Abgeordneten des Grossen Rates haben eingesehen, dass der Kanton Wallis nicht auf hochqualifizierte Personen verzichten kann, in dem er den Zugang zur Bildung von den finanziellen Mittel einer Person abhängig macht.“

Nach wie vor ist das Stipendiensystem im Wallis und in der ganzen Schweiz jedoch unzureichend. Nur gerade 8% der Personen in Ausbildung erhalten Stipendien. Notwendig wären 20%. Gravierend sind die kantonalen Unterschiede: Die Kriterien für den Zugang zu und die Bemessung der Stipendien legen die Kantone selbständig fest. Es hängt damit entscheidend vom Wohnort der Eltern ab, ob der Anspruch auf ein Stipendium besteht und wie hoch dieses ist.

Im Wallis wird ausserdem diskutiert, ob Stipendien nicht durch Darlehen ersetzt werden könnten. Ein derartiger Systemwechsel wäre fatal. Darlehen sind das denkbar schlechteste Mittel um den Zugang zur Bildung zu sichern. Wer beginnt eine Ausbildung, im Wissen darum, dass nach Abschluss ein Schuldenberg abzutragen ist? Möchte man eine ganze Generation von verschuldeten jungen Erwachsenen aufbauen? Der VSS appelliert an den Grossen Rat, seiner Verantwortung im Bildungsbereich nachzukommen, sein Stipendienwesen weiter auszubauen und auf Darlehen zu verzichten.

2012 hat der VSS die Stipendieninitiative eingereicht, um die Chancengleichheit im Bildungsbereich zu fördern. Gefordert wird eine Vereinheitlichung des Stipendienwesens; einerseits sollen die Berechtigungskriterien und der die Höhe der Stipendien nicht mehr kantonal geregelt werden, andererseits soll ein Stipendium, neben Erwerbstätigkeit und einer allfälligen Unterstützung durch die Familie, den minimalen Lebensstandard decken.

Der VSS bedankt sich beim Grossen Rat des Kantons Wallis, dass er sich für ein starkes Schweizer Bildungssystem einsetzt und fordert ihn dazu auf, diesen Weg weiterzugehen und bei der Diskussion über die Vergabekriterien seine Verantwortung für ein chancengerechtes Bildungssystem wahrzunehmen.
Weil Ausbildung Zukunft schafft!

Welche Zukunft hat die Schweizer Bildungslandschaft ?

Medienmitteilung des VSS vom 9. Dezember 2013

Mauro Dell’Ambrogio hat sich in einem Interview in der SonntagsZeitung vom 8. Dezember über die Bildung in der Schweiz geäussert. Insbesondere schlägt er ein System der «qualitativen» Selektion ausländischer Studierender vor und bewertet das Sponsoring der Universität Zürich durch die UBS positiv. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) steht den Vorschlägen des Staatssekretärs für Bildung, Forschund und Innovation kritisch gegenüber und ruft M.Dell’Ambrogio auf, seine ständigen Angriffe auf die Hochschulbildung als öffentliches Gut zu unterlassen und aufzuhören, damit die Schweizer Hochschullandschaft zu schädigen.

In der gestrigen SonntagsZeitung stellte Mauro Dell’Ambrogio zum wiederholten Mal Vorschläge in den Raum, welche einen nachdenklich stimmen gegenüber der Zukunft der Hochschulbildung in der Schweiz. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Staatssekretär für zugunsten de Ökonomisierung der Bildung und gegen einen Teil der Studierenden äussert. Dieses Mal schlägt er vor, die ausländischen Studierenden zu selektieren, und nur die «Besten» anzunehmen. Dies soll den Hochschulen helfen, einige ihrer Probleme, wie die Überbesetzung von Hörsälen und Finanzierungsschwierigkeiten zu lösen. Des Weiteren äussert er sich kurz zum Sponsoringvertrag zwischen der UBS und der Universität Zürich, wobei er sich insbesondere über die Bedeutung des Labels UBS positiv äussert.

Im Falle der ausländischen Studierenden wünscht sich Herr Dell’Ambrogio, dass die Hochschulen einen Numerus Clausus einführen dürfen. Dies soll es ermöglichen, die « besten » ausländischen Studierenden auszuwählen und somit eine Qualitätsminderung der Lehre und Forschung an den Schweizerischen Hochschulen verhindern und sowie eine Lösung in Sachen Betreuungsverhältnisse anbieten. Die Hochschulen werden aufgefordert, Selektionsmassnahmen einzuführen. Der VSS möchte Herrn Dell’Ambrogio daran erinnern, dass die Probleme an den Schweizerischen Hochschulen keinesfalls von der Zahl der ausländischen Studierenden herrühren, sondern vielmehr vom fehlenden politischen Willen, eine Lösung zur Finanzierung von internationalen Studierenden in Europa zu finden und damit eine offene Bildungslandschaft Europa zu schaffen. Diverse parlamentarische Eingaben zum Thema wollten die Finanzierung ausländischer Studierender reglementieren, um damit die steigenden Studierendenzahlen abfedern zu können. Die Situation der ausländischen Studierenden wurde in der BFI Botschaft 2013-2016 analysiert und der Bundesrat hat seinen Willen, verschiedene Wege der Kostenkompensation zu prüfen, klar geäussert. Passiert ist bis jetzt diesbezüglich aber kaum etwas.

Zuletzt äussert sich Herr Dell’Ambrogio kurz zum Vertrag zwischen der UBS und der Universität Zürich. Er beurteilt diese Zusammenarbeit positiv und versteht nicht, warum ein Studium an einem von der UBS kontrollierten Institut qualitative Mängel aufweisen könnte. Der VSS möchte bekräftigen, dass Universitäten ein Raum für freies Denken und Ideenentwicklung bleiben müssen, was einzig durch eine starke öffentliche Grundfinanzierung garantiert werden kann. Universitäten stehen für die Unabhängigkeit von Lehre und Forschung. Die Kooperation der UBS und der UZH verstösst vollends gegen dieses Prinzip, da Lehre und Forschung von einem privaten Unternehmen finanziert werden. Mélanie Glayre, Vorstandsmitglied des VSS fügt an : « Wir warten immer noch auf einen konkreten Vorschlag von Herrn Dell’Ambrogio. Die Selektion von Studierenden oder die Finanzierung durch Unternehmen ist keinesfalls eine valable Lösung für das Problem der Finanzierung der Hochschulbildung ».

Mauro Dell’Ambrogio macht ein weiteres Mal deutlich, dass er der Privatisierung der Bildung nur Positives abgewinnen kann und gefährdet damit die Qualität der Hochschulen in der Schweiz.

Der VSS appelliert an Herrn Dell’Ambrogio, konkrete Lösungen vorzuschlagen um den Platz der Schweiz in der Bildungslandschaft Europa zu sichern und für eine ausreichende Finanzierung der Hochschulbildung zu sorgen– weil Ausbildung Zukunft schafft !

Gegen eine Differenzierung der Studiengebühren für ausländische Studierende

Medienmitteilung des VSS vom 23. November 2013

Der Bundesrat hat am Donnerstag, dem 21. November seine Antwort zur Motion der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N), welche unter anderem die Verdreifachung der Studiengebühren von ausländischen Studierenden an den ETHs fordert, veröffentlicht. Der Bundesrat empfiehlt zwar, diese Motion abzulehnen, strebt aber in Zusammenarbeit mit dem ETH-Rat eine Änderung des ETH-Gesetzes im Sinne einer Differenzierung der Höhe der Studiengebühren für ausländische Studierende an. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) ist gegen diese Differenzierung, welche die Chancengleichheit unterläuft und die Zukunft der Schweiz als Bildungs-, Forschungs- und Innovationsstandort gefährdet.

Der Bundesrat hat seine Antwort auf die Motion der WBK-N bezüglich einheitlicher Studiengebühren in den ETHs veröffentlicht. Der Text der Motion fordert, aufgenommen von der Initiative Nordmann (SP/VS), dass ausländische ETH-Studierende bis zu dreimal so hohe Studiengebühren bezahlen als Schweizer ETH- Studierende und dass der Bundesrat die Kompetenz erhält, über deren Höhe zu entscheiden. Der Bundesrat anerkennt, dass ausländische Studierende viel zur Bildungslandschaft Schweiz beitragen, die Diversität fördern, und dem Mangel von qualifizierten Fachkräften in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technologie) entgegenwirken; während diese Studierenden dennoch viel kosten und zahlreich sind.

Die Ursache für die geplanten Studiengebührenerhöhungen an den ETHs, liegt in der mangelnden Finanzierung durch den Bund. In der Tat steigt die Anzahl Studierender in der Schweiz seit Jahren, doch der politische Wille, dieser Entwicklung auch finanziell Rechnung zu tragen, fehlt. Die Hochschulen versuchen zwar Lösungen zu finden, allerdings nicht, indem sie ihr Budget erhöhen, sondern indem sie die Anzahl Studierender senken, indem sie die Studierenden mittels der finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern selektieren. Die Studiengebühren sind das beste Mittel dafür. Die Studierenden befinden sich mitten in diesem politischen Kuhhandel, dessen Preis sie bezahlen.

In seiner Antwort auf die Motion erwähnt der Bundesrat, dass die ausländischen Studierenden teuer sind und ihre Eltern keine Steuern in der Schweiz bezahlen, weshalb eine Differenzierung bei den Studiengebühren gerechtfertigt sei. Diese Argumentation ist irreführend: Tatsächlich werden diese Studierenden in einem anderen Land ausgebildet (folglich finanziert), welches dadurch eine zukünftige hochqualifizierte Arbeitskraft verliert, während die Schweiz von dieser profitiert. Zur Erinnerung: Ein Grossteil der Diplomierten aus beispielsweise den MINT-Fächern bleiben nach ihrer Ausbildung in der Schweiz oder arbeitet für Schweizer Unternehmen im Ausland. Hinzu kommt, dass die Schweiz jedes Jahr Tausende hochqualifizierter Fachkräfte importiert, weil hierzulande zu wenige ausgebildet werden. Die Frage, die sich eigentlich stellt, ist die folgende: Will die Schweiz wirklich ihrer Ambition gemäss Bildungs-, Forschungs- und Innovationsstandort sein oder eher nur eine Unterhändlerin für die hellsten Köpfe?

Der VSS möchte den Bundesrat und die ParlamentarierInnen daran erinnern, dass Bildung ein Recht ist – unabhängig des Herkunftslandes der Studierenden. Mélanie Glayre, Vorstandsmitglied des VSS, fügt hinzu, „Die Lösung für die Zukunft ist nicht die Selektion von Studierenden, sondern die Anerkennung der Wichtigkeit von Bildung für die Schweiz und die Garantie der notwendigen Finanzierung “. Die Schweiz spielt eine wichtige Rolle im europäischen Bildungsraum. Die Differenzierung von Studiengebühren gefährdet unser Land als internationalen Bildungsstandort.

Der VSS kann nicht tolerieren, dass der Bund seine finanziellen Probleme stets auf dem Rücken der Studierenden austrägt und fordert den Bundesrat und die Politik dazu auf, ihre Verantwortung im Bildungsbereich wahrzunehmen und für eine ausreichende Finanzierung zu sorgen. Die grauen Zellen sind der einzige Schweizer Rohstoff; Bildung ist ein öffentliches Gut und darf nicht zum Luxusgut werden.
Weil Ausbildung Zukunft schafft!