Austritt der skuba

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) bedauert den geplanten Austritt der Studentischen Körperschaft der Universität Basel (skuba) aus dem Verband.

Nach einem Ratsentscheid Anfang März hat die Studentische Körperschaft der Universität Basel (skuba) ihren Austritt aus dem Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) per Ende 2015 angekündigt. Der VSS bedauert diesen Entscheid sehr. Nicht nur werden die Studierenden der Universität Basel künftig nicht mehr auf der nationalen und internationalen Ebene vertreten sein, ebenso wenig ist der regelmässige Austausch mit anderen Studierendenschaften gewährleistet, der durch einen gemeinsamen Dachverband ermöglicht wird.

Der VSS hat Verständnis für die prekäre finanzielle Lage, in der sich die skuba befindet. Dies zeigt auch die kürzlich solidarisch von allen Sektionen des VSS getragene Reduktion des Mitgliederbeitrags, den die skuba an den VSS leistet. Der VSS äussert sein Bedauern darüber, dass das Mitbestimmungsrecht im nationalen Verband – und damit die Möglichkeit, die schweizerische Hochschulpolitik mitzugestalten – offenbar den anstehenden Schuldentilgungen geopfert wurde.

Simone Widmer (d/f) Iván Ordás Criado (f/d)

Harmonisierung der Stipendien entlastet auch die Familien!

Die Familieninitiative der CVP wurde diesen Sonntag 8. März 2015 vom Volk und den Kantonen abgelehnt. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) hat im Vorfeld zu dieser Initiative keine Stellung bezogen, betont aber, dass es notwendig ist, Massnahmen zu ergreifen, um Familien zu unterstützen. Viele Studierende in der Schweiz wohnen bei ihren Eltern und sind von deren finanziellen Unterstützung abhängig – viel zu wenige erhalten jedoch Ausbildungsbeihilfen! Die Initiative des VSS „für eine Harmonisierung des Stipendienwesens“ sorgt für Abhilfe: Sie bietet Familien eine reale Unterstützung für die Ausbildung ihrer Kinder.

Gemäss einer kürzlich von verschiedenen europäischen Statistikämtern gemeinsam durchgeführten Studie1 leben in der Schweiz über 40% der Studierenden während der Ausbildung noch bei ihren Eltern. Aber auch das durchschnittliche Budget derjenigen, die nicht zu Hause wohnen, hängt stark von der direkten finanziellen Unterstützung durch die Eltern ab: Laut der Studie trifft dies auf 40% der zur Verfügung stehenden Mittel zu. Im europäischen Vergleich steht die Schweiz nicht gut da: Die Zahl der EmpfängerInnen von staatlichen Ausbildungsbeiträgen ist gering. Innerhalb von zwanzig Jahren ist der Anteil der EmpfängerInnen zudem von 12% auf 7% geschrumpft2. Eine Verbesserung der Stipendien-Situation ist dringend notwendig: Es braucht eine effiziente und zukunftstaugliche Lösung, um Familien die Unterstützung ihrer Kinder zu ermöglichen!

Die nationale Volksinitiative „für eine Harmonisierung des Stipendienwesens“, über die am 14. Juni 2015 abgestimmt wird, stellt eine solche Lösung dar: Ihr Ziel ist es, die Höhe der Beiträge sowie die Vergabekriterien von Stipendien auf nationaler Ebene zu vereinheitlichen. Diese Harmonisierung verhindert, dass junge Menschen auf eine Ausbildung verzichten müssen weil ihre familiäre Herkunft ungenügende finanzielle Mittel aufbringen kann oder sie in einem Kanton beheimatet sind, dessen Ausbildungsbeihilfe nur äusserst gering ausfällt. Die Stipendieninitiative löst diese dringenden Probleme und ermöglicht einen fairen Zugang zur Bildung!

(1)Social and Economic Conditions of Student Life in Europe. Synopsis of Indicators. Eurostrudent V 2012-2015, HAUSCHLIDT Kristina (dir.), GWOSC Christoph, NETZ Nicolai, MISHRA Shweta, Bielefed : W. Bertelsmann Verlag, 2015. http://www.eurostudent.eu/download_files/documents/EVSynopsisofIndicators.pdf
(2)RTS, Les bourses d’études se font de plus en plus rares en Suisse, 15. September 2014. http://www.rts.ch/info/suisse/6144035-les-bourses-d-etudes-se-font-de-plus-en-plus-rares-en-suisse.html

Luisa Jakob, Koordinatorin Kampagne Deutschschweiz (luisa.jakob@vss-unes.ch)
Maxime Mellina, Mitglied des VSS-Vorstands (maxime.mellina@vss-unes.ch)