Studierende hintergangen

Am Samstag wurde bekannt, dass der Bund offenbar entgegen aller bisherigen Bekundungen, nicht einmal über eine Mitgliedschaft der Schweiz in Erasmus+ verhandeln will. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) fühlt sich zu Recht hintergangen und fordert den Bund auf, umgehend Verhandlungen über die Mitgliedschaft in Erasmus+ aufzunehmen!

Am Samstag wurde durch Presseberichte im St. Galler Tagblatt und in der Luzerner Zeitung bekannt, dass das Staatssekretariat für Bildung Forschung und Innovation (SBFI) offenbar keine Verhandlungen über die Mitgliedschaft der Schweiz bei Erasmus+ führt. Dies steht in krassem Gegensatz zu seinen bisherigen Aussagen, dass nach Unterzeichnung des Kroatienprotokolls wieder eine Mitgliedschaft in Erasmus+ angestrebt wird. Der VSS ist enttäuscht über dieses Vorgehen und fühlt sich hintergangen. Der VSS fordert, dass das SBFI umgehend Verhandlungen mit der Europäischen Kommission aufnimmt und eine Mitgliedschaft möglichst ab 2018 anstrebt.

“Die Übergangslösung fokussiert sich vor allem auf die studentische Mobilität und vernachlässigt die anderen Teile des Erasmus+-Programms”, sagt Josef Stocker, Co-Präsident des VSS. “Erasmus+ ist ein Kooperations- und Förderprogramm in den Bereichen der beruflichen und allgemeinen Bildung, der Jugend und des Sports; besonders die Berufsbildung könnte stark von der Mitgliedschaft der Schweiz bei Erasmus+ profitieren.”

Die Übergangslösung wird nie ein Ersatz für Erasmus+ sein. Dies zeigt auch der am Samstag von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) veröffentlichte und von diversen Jugendorganisationen unterzeichnete Aufruf, in dem ebenfalls die sofortige Aufnahme von Verhandlungen gefordert wird. “Damit eine allfällige permanentere Übergangslösung für die Studierenden, aber auch für die Berufsbildung und die Jugendverbände, akzeptabel wäre, müsste diese gegenüber der aktuellen Übergangslösung massiv ausgebaut werden. Ein solches Programm wird aber nie ein gleichwertiger Ersatz für Erasmus+ sein”, sagt Stocker.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an:
Josef Stocker

Den Aufruf für Erasmus+ von der SAJV, unter anderem unterzeichnet vom VSS, finden sie hier:
http://www.sajv.ch/wp-content/uploads/2017/02/20170204_Aufruf-Erasmus.pdf

Medienmitteilung

Schulung für die Aufnahme in den Akkreditierungspool des VSS

Du möchtest Mitglied in unserem Akkreditierungspool werden und damit die Chance erhalten an Qualitätssicherungsverfahren in der Schweiz oder im Ausland teilzunehmen?

Auch diesen Frühling bieten wir wieder ein eintägiges Qualifizierungsseminar für Qualitätssicherung an. Es richtet sich an alle interessierten Studierenden und findet am Samstag, den 4. März 2017 von 9 Uhr bis ca. 18 Uhr in Bern statt. Nach der Schulung werden die Teilnehmenden in den studentischen Akkreditierungspool aufgenommen und können an Qualitätsprüfungsverfahren teilnehmen und sich aktiv bei der qualitativen Evaluation der Hochschulen beteiligen.

Grundsätzlich können alle Studierenden Mitglied des Studentischen Akkreditierungspools werden. Von Vorteil sind u.a. gute Kenntnisse des Schweizer Hochschulsystems, studentische Partizipationserfahrung und Verbleib im Status eines Studierenden für ein- bis eineinhalb Jahre.

Anmeldungen bitte mit Namen, Hochschule und Studiengang bis zum 22. Februar 2017 an akkreditierungspool@vss-unes.ch.

Resolution „Studieren und Erwerbsarbeit“

Ausgearbeitet, verfasst und den Delegierten zur Abstimmung vorgelegt von der HoPoKo. Verabschiedet an der 167. Delegiertenversammlung im November 2016 in Basel.

Eine der zentralsten inhaltlichen Forderungen des VSS ist seit jeher Chancengerechtigkeit: Ein Studium muss allen fähigen und motivierten Personen offen stehen. Niemand soll ein Studium abbrechen müssen oder gar nicht erst beginnen können, weil er oder sie finanziell auf Erwerbstätigkeit angewiesen ist.

Resolution zu den Bolognarichtlinien

Der VSS vertritt bezüglich einer allfälligen Überarbeitung der Bolognarichtlinien folgende Positionen.

Dossier zur Medienkonferenz vom 23. Januar 2017

Publikation des Positionspapiers: Hochschulzugang für studentische Geflüchtete

Junge Geflüchtete in der Schweiz brauchen Perspektiven. Ein abgebrochenes Studium an einer Schweizer Fachhochschule oder universitären Hochschule fortzusetzen, ist ein möglicher Weg dahin. In der Schweiz verhindern hohe strukturelle und administrative Hürden, dass Geflüchtete es an eine Hochschule schaffen. Das muss sich ändern.

Im Rahmen des Projektes „Perspektiven – Studium“ hat der Verband der Schweizer Studierendenschaften VSS ein Positionspapier zum Hochschulzugang studentischer Geflüchteter verfasst und stellt Forderungen an Hochschulen, Bund, Kantone und Sozialdienste.

Pressemappe Positionspapier

MM Publikation Positionspapier: Hochschulzugang für studentische Geflüchtete

Zeitungen

  • Forderung des Studierendenverbands: Asylbewerber sollen studieren können – Flüchtlinge, die in der Schweiz studieren wollen, stehen vor etlichen Hürden. Der nationale Studierendenverband möchte diese aus dem Weg räumen und hat am Montag in Zürich ein entsprechendes Positionspapier präsentiert. NZZ, 23.1.2017
  • Il faut favoriser l’accès des réfugiés aux études – L’accès aux études est actuellement très compliqué pour les réfugiés. L’Union des étudiants de Suisse souhaite des modifications. 24 Heures, 23. 1. 2017
  • Asylbewerber sollen studieren können – Der nationale Studierendenverband fordert einen besseren Hochschulzugang für Migranten. NZZ, 24. 1. 2017

Fernsehen

  • Accès des réfugiés dans les universités: exigences financières – L’Union des étudiants de Suisse demande davantage, sous la forme d’un soutien financier. RTS Info 24. 1. 2017
  • „Atenei aperti ai rifugiati“– E‘ la richiesta dell’Unione degli universitari, che domanda norme d’ammissione meno esigenti. Telegiornale (RSI), 23. 1. 2017
  • Können Flüchtlinge bald studieren? – Mit einem Schnupper-Semester will die Universität Zürich Flüchtlings-Studenten den Hochschulzugang und damit die Integration erleichtern. ZüriNews, 23. 1. 2017

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