Nachhaltigkeitsexpert*innen fallen nicht vom Himmel.

    Eine gute Ausbildung erfordert, dass sich Studierende kritisch mit gesamtgesellschaftlichen Fragenstellungen auseinandersetzen können. Welche Kompetenzen sind für studentisches Engagement grundlegend? Wie können diese vermittelt werden? Weshalb sind sie auch in der späteren Berufspraxis relevant? Diese Fragen stehen am Sustainable University Day 2018 (22. März 2018), der Jahrestagung des Förderprogramms U Change, im Zentrum. Ziel dieser Tagung ist auch, die nötigen Rahmenbedingungen zu diskutieren, um Studierende in ihrem Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. Laufende U Change- und weitere BNE-Projekte dienen als Beispiele.

    Anmelden kann man sich noch bis am 15. März 2018 unter www.u-change.ch

Revision des Aargauer Stipendiengesetzes

Das neue Stipendiengesetz ist nicht vereinbar mit der Chancengerechtigkeit, deshalb empfiehlt der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) es zur Ablehnung.

Am 4. März 2018 entscheidet das Stimmvolk des Kantons Aargau über die Änderung des Stipendiengesetzes. Die Änderung wurde durch den Beitritt des Aargaus in das interkantonale Stipendienkonkordat notwendig. Ein an und für sich begrüssenswerter Schritt.

Jedoch hat sich der Grosse Rat entschieden, zusätzlich zu den für den Beitritt notwendigen noch weitere Änderungen am Gesetz vorzunehmen. Nun soll ein sogenanntes Splittingmodell eingeführt werden. Hierbei würden Ausbildungsbeiträge (neu) zu zwei Dritteln als Stipendien und zu einem Drittel als zinsloses Darlehen an Studierende ausbezahlt werden. Ausserdem soll der jährliche Höchstbeitrag der Stipendien von CHF 17’000 auf 16’000 reduziert werden, und Doktorierende anstatt Stipendien nur noch Darlehen erhalten.

Gemeinsam mit dem VSUZH und dem Dachverband der Aargauer Schülerorganisationen stellt sich der VSS aus folgenden Gründen gegen die Einführung dieses Modells:

  • Viele Studierende würden dann neben dem Studium arbeiten, anstatt sich zu verschulden. Das Splittingmodell wird für sie somit zu einer Verlängerung der Studienzeit führen. Für den Kanton entstehen hierdurch sowie durch die Darlehensbewirtschaftung Mehrkosten an Stelle der erhofften Einsparungen.
  • Es widerspricht der Chancengerechtigkeit, wenn ausgerechnet die finanziell schlechter gestellten Studierenden sich verschulden müssen.

Dieses Modell ist nicht vereinbar mit dem Ziel, Bildung für alle zugänglich zu machen. Es hält potentielle Studierende von einer Hochschulbildung ab und wirkt sich daher sowohl auf den Wohlstand der Betroffenen als auch auf die Wirtschaft des gesamten Kantons negativ aus. Die stärkere Fokussierung auf Darlehen ist ein Schritt in die falsche Richtung. Die Opportunitätskosten eines Studiums sind hoch, da während der Studienzeit auf Einkommen verzichtet wird. Die Studierenden dürfen nicht für die Sanierung des Staatshaushaltes aufkommen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an
Jonas Schmidt, Co-Präsident des VSS

MM zur Revision des Aargauer Stipendiengesetzes

Dossier zur Medienkonferenz vom 21. Februar 2018

Lancierung der Webseite www.perspektiven-studium.ch

Heute hat der Verband der Schweizer Studierendenschaften VSS www.perspektiven-studium.ch lanciert. Damit verbessert er aktiv den Zugang zu Informationen für studentische Geflüchtete. Durch einen Hackathon crowdsourcen wir nun Expertise aus verschiedenen Kantonen und Fachbereichen um die Webseite zu perfektionieren. Information allein reicht nicht aus! Deshalb tragen Botschafter*innen das Anliegen der Potenzialnutzung in die kommende Frühlingssession.

Um ihr Potenzial voll ausschöpfen und um autonome Entscheidungen treffen zu können, brauchen Geflüchtete Informationen. Die Webseite führt Geflüchtete Schritt für Schritt durch all die Fragen, die sich vor der Aufnahme eines Studiums stellen.

Unsere Botschafter*innen und Unterstützer des Projekts aus dem Projektbeirat und der Politik äussern sich zum Hochschulzugang Geflüchteter.

Pressemappe Lancierung Webseite
MM Lancierung Webseite

Presse

  • Neue Webseite für Flüchtlinge mit Studienabsichten lanciert. Ab sofort können sich Flüchtlinge, die ihr abgebrochenes Studium an einer Schweizer Hochschule fortsetzen wollen, über eine eigens für sie geschaffene Webseite informieren. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) will auch die Politik sensibilisieren. Der iranische Geowissenschaftsstudent Imaan Diedari erklärt zu Beginn des Beitrags, weshalb es so wichtig ist, dass er sein Studium in der Schweiz abschliessen kann. St. Galler Tagblatt, 21.2.2018
  • Neue Webseite für Flüchtlinge mit Studienabsichten lanciert. bluewin, 21.2.2018
  • Un outil pour faciliter aux réfugiés l’accès aux études. Afin de soutenir les réfugiés dans leurs démarches pour accéder à l’enseignement supérieur, un site web participatif a été mis sur pied par l’UNES. 20 minutes, 21.2.2018
  • Un outil pour faciliter aux réfugiés l’accès aux études. Afin de soutenir les réfugiés dans leurs démarches pour accéder à l’enseignement supérieur, un site web participatif a été mis sur pied par l’UNES. Le matin, 21.2018
  • Les réfugiés doivent pouvoir accéder plus facilement aux études universitaires. Pour les aider dans cette voie, l’Union des étudiants de Suisse (UNES) a lancé un site Internet qui permet aux personnes concernées d’accéder aux informations utiles et de prendre en main leur situation. Tribune de Genève, 21.2018
  • Un outil pour faciliter aux réfugiés l’accès aux études. ArcInfo, 21.2018
  • http://le-monde.ddns.net/nouvelles/un-outil-pour-faciliter-aux-refugies-lacces-aux-etudes
  • http://www.suissorama.com/un-outil-pour-faciliter-aux-refugies-lacces-aux-etudes/

Stipendien sollen in Hochschulfinanzierung einfliessen

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) nimmt Stellung zum Entwurf der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) über die Beiträge der Ausbildungskosten von universitären Hochschulen. Der Entwurf regelt wie viel Geld ein Kanton für Studierende zahlen muss, die an ausserkantonalen Universitäten studieren. Der VSS schlägt eine veränderte Berechnung der Ausgleichszahlungen vor. Die Gesamtsumme der Stipendienausgaben eines Kantons soll bei dessen Ausgleichszahlungen berücksichtigt werden, um Kürzungen im Stipendienwesen zu verhindern.

In seiner Vernehmlassungsantwort zur Revision der Interkantonalen Universitätsvereinbarung (IUV) fordert der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS), dass künftig alle kantonalen Ausgaben für Stipendien und Ausbildungsdarlehen berücksichtigt werden. Die IUV wird derzeit von der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) überarbeitet und regelt wie viel Geld ein Kanton für Studierende zahlen muss, die an ausserkantonalen Universitäten studieren. «Gerade in ländlichen Kantonen gibt es aufgrund der grossen Distanz zur nächsten Universität oft einen hohen Bedarf an Stipendien», sagt Josef Stocker, ehemaliger Co-Präsident des VSS. «Zieht man die Stipendienzahlungen in die IUV mit ein, können diese regionalen Unterschiede berücksichtigt werden. Gleichzeitig wird ein Anreiz für höhere Ausbildungsbeiträge gesetzt».

Keine Kompensation im Stipendienwesen

Der aktuelle Revisionsentwurf der EDK führt voraussichtlich dazu, dass verschiedene Kantone höhere Beiträge zahlen müssen. Die vom VSS vorgeschlagene Massnahme würde verhindern, dass die Kantone die höheren Beiträge durch Kürzungen im Stipendienwesen kompensieren würden. «Um die Chancengleichheit zu gewährleisten, muss die EDK Massnahmen ergreifen, damit die Revision nicht zu Kürzungen im Stipendienwesen führt», betont Stocker, «der VSS ist überzeugt, dass der Einbezug der Stipendien in die IUV hierzu einen wichtigen Beitrag liefern kann.»

Vernehmlassungsantwort (Deutsch)
MM IUV

Vernehmlassungsantwort zum Entwurf der IUV

Vernehmlassungsantwort zum Entwurf der Interkantonalen Vereinbarung über die Beiträge an Ausbildungskosten von universitären Hochschulen (Interkantonale Universitätsvereinbarung, IUV).

Vernehmlassungsantwort IUV