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Medienmitteilung des VSS vom 5. März 2014

Appell für einen offenen europäischen Hochschulraum :
http://www.not-without-switzerland.org

Gestern am 4. März 2014 hat der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS), mit der Unterstützung der Schweizerischen Rektorenkonferenz (CRUS), der Konferenz der Fachhochschulen (KFH), die Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Pädagogischen Hochschulen (COHEP), dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF), Actionuni, den Akademien sowie vielen Forscherinnen und Forschern, einen Appel für einen offenen europäischen Hochschulraum lanciert. Nach etwas mehr als 24 Stunden haben bereits mehr als 10‘000 Personen den Appell unterzeichnet!

Der Appell für einen offenen europäischen Hochschulraum wurde mit dem Ziel lanciert, dass sich alle Personen der akademischen Gemeinschaft, ob in der Schweiz oder ganz Europa, für einen offenen europäischen und internationalen Hochschulraum einsetzen und sich dafür aussprechen, dass die Schweiz weiterhin an den europäischen Bildungs- und Forschungsprogrammen teilnehmen kann.

In ein wenig mehr als 24 Stunden haben bereits mehr als 10‘000 Personen, in der Schweiz und der ganzen Welt, den Appell unterschrieben. Die Mobilisierung ist stark und die Botschaft ist klar: den Ausschluss der Schweiz aus den Programmen Erasmus+ und Horizon2020 bedeutet einen gewaltigen Rückschritt für die Schweizer Bildungs- und Forschungslandschaft. Wir appellieren deshalb an die EntscheidungsträgerInnen in Europa und in der Schweiz, die Schweizer Teilnahme an diesen Programmen weiterzuführen und sich für eine offene europäische und internationale Hochschullandschaft einzusetzen.

Der VSS freut sich über diese enorme Unterstützung und fordert alle Personen, ob in der Schweiz oder im Ausland, dazu auf, diesen Appell zu unterstützen, ihn weiterzuleiten und alle zu mobilisieren, sich für eine offene europäische und internationale Hochschullandschaft einzusetzen.
www.not-without-switzerland.org

Medienmitteilung des VSS vom 4. März 2014

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, 26. Februar 2014 entschieden, dass die Schweiz ab Herbstsemester 2014 von den Programmen Erasmus+ und Horizon 2020 ausgeschlossen wird. Studierende, Forschende, Professorinnen und Professoren, Bildungs- und Forschungsinstitutionen der Schweiz und Europa werden nun aktiv und lancieren einen Appell für einen offenen europäischen Hochschulraum.

Initiiert wird dieser Appell vom Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS). Unterstützung erhält er von der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS), der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz (KFH), der Schweizerischen Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Pädagogischen Hochschulen (COHEP), dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF), Actionuni, den Akademien, sowie von zahlreichen Forscherinnen und Forschern. Ziel ist es, das Engagement aller Mitglieder der akademischen Welt für einen offenen europäischen und internationalen Hochschulraum, sowie unseren Willen, weiter an den europäischen Bildungs- und Forschungsprogrammen zu partizipieren, auszudrücken.

Der Ausschluss der Schweiz aus den europäischen Programmen Erasmus+ und Horizon 2020 ist ein grosser Rückschritt für den Bildungs- und Forschungsstandort Schweiz. Die Internationalisierung der Bildung und Forschung ist ein bedeutender Bestandteil der Hochschulbildung und trägt durch den Austausch von Wissen, Kompetenzen und Kultur in hohem Masse zur Qualität unserer Hochschulen bei.

Fünfzehn Jahre nach der Unterzeichnung der Bologna-Deklaration und dem Engagement der Schweiz und der europäischen Staatengemeinschaft für einen europäischen Bildungs- und Forschungsraum, ist der Ausschluss eines Mitglieds ein starkes Zeichen. Es ist ein Zeichen gegen die beachtlichen Fortschritte, welche seither erzielt wurden und die den europäischen Hochschulraum zu einer Plattform des Austausches und der Innovation von hoher Qualität gemacht haben.

Die Unterzeichnenden dieses Appells rufen die EntscheidungsträgerInnen Europas und der Schweiz dazu auf, die Schweiz weiterhin an den Erasmus+ und Horizon 2020 Programmen teilnehmen zu lassen und bekennen sich zu einem offenen europäischen Hochschulraum. Schliessen Sie sich uns an, werden Sie aktiv und unterschreiben Sie den Appell unter: www.not-without-switzerland.org.

Erasmus+ sistiert ab Herbstsemester 2014/2015

Medienmitteilung des VSS vom 26. Februar 2014

Seit heute ist es offiziell: Ein Sprecher der europäischen Kommission hat bestätigt, dass die Partizipation der Schweiz an Erasmus+ und Horizon 2020 ab dem akademischen Jahr 2014-2015 sistiert ist. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften der Schweiz (VSS) ist schockiert über diese Entscheidung, welche den vorläufigen Tod für die internationale Dimension der Schweizer Hochschullandschaft bedeutet.

Nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative am 9. Februar hat der Bundesrat den Ratifizierungsprozess des Abkommens über die Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien abgebrochen. Ungeachtet wiederholter Warnungen seitens der akademischen Welt und nicht zuletzt des VSS, sind die Befürchtungen betreffend der Zukunft der Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Forschung heute Realität. In seiner Medienmitteilung vom heutigen 26. Februar 2014 hat die europäische Kommission die Sistierung der Partizipation der Schweiz an den Programmen Erasmus+ und Horizon 2020 ab dem Herbstsemester 2014 bekannt gegeben.

Es ist wichtig, in Erinnerung zu rufen, dass unsere Studierenden und Forschenden – und durch sie unsere Gesellschaft – stark von der Mobilität und der Austauschplattform zwischen Europa und der Schweiz profitieren. Die Aufhebung dieser Verträge betrifft nicht nur Schweizer Studierende und Forschende. Bis jetzt hatte die Schweiz eine Führungs- und Innovationsrolle inne. Der Beitritt der Schweiz im Jahr 2011 als vollwertige Partnerin bei den europäischen Programmen hat diese Rolle bekräftigt. Die Sistierung der Erasmus+ und Horizon 2020 Verträge bedeutet einen enormen Rückschritt, welcher die Qualität unserer Bildung und unserer Forschungsmöglichkeiten stark erschüttern wird.

Tatiana Armuna, Mitglied des Vorstandes des VSS sagte heute: „mit der Sistierung dieser Verträge sieht eine erste Generation von Studierenden die internationale Dimension ihrer Bildung geopfert. Wir hoffen, dass ihr nicht weitere folgen werden“. Um die folgenden Generationen von Studierenden zu schützen und mit Vehemenz zu beteuern, dass es nötig ist, den Niedergang der schweizerischen und europäischen Hochschullandschaft zu verhindern, ruft der VSS zur Demonstration am 1. März 2014 auf.

Der VSS kann nicht tolerieren, dass Bildung und Forschung auf dem Altar der politischen Verhandlungen geopfert werden und fordert die EntscheidungsträgerInnen der Schweiz und Europas auf, alles zu unternehmen, um den europäischen Hochschulraum nicht zu schädigen.

Medienmitteilung des VSS vom 21. Februar 2014

Aufgrund der Konsequenzen, welche auf die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative im Bildungs- und Forschungsbereich folgen, ruft der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) dazu auf, an der Demonstration «Für eine offene und solidarische Schweiz » vom 1. März um 14.30 Uhr vor dem Bundeshaus teilzunehmen und sich für das Bestehen von Mobilität und Internationalität in Bildung und Forschung einzusetzen.

Nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative vom 9. Februar 2014 hat der Bundesrat den Ratifizierungsprozess zur Ausweitung des Freizügigkeitsabkommens auf Kroatien sistiert. Aufgrund dieser Entscheidung hat die Europäische Union die Vertragsverhandlung für die Teilnahme der Schweiz an den Programmen Erasmus+ und Horizon 2020 auf Eis gelegt. Trotz wiederholtem Warnen vor den Gefahren seitens der akademischen Gemeinschaft und insbesondere durch den VSS, sind die Befürchtungen der letzten Wochen betreffend der Zukunft der Zusammenarbeit in Bildung und Forschung Tatsache geworden.

Der VSS möchte daran erinnern, dass unsere Studierenden und unsere Forscherinnen und Forscher von der Mobilität und dem Wissensaustausch zwischen Europa und der Schweiz profitieren. Die Isolation der Schweiz, bedingt durch die Suspendierung der Bildungs- und Forschungsprogramme, wird den Bildungsstandort Schweiz nachhaltig schädigen. Unsere Forschungsprogramme werden beschnitten, die Qualität unserer Lehre wird sinken und die Schweiz wird ihre Führungsrolle in Innovation und Forschung, welche sie stets innehatte, verlieren. Der VSS wird an der Demonstration vom 1. März teilnehmen, um den Befürchtungen der Studierenden zur Zukunft des Bildungs- und Forschungsstandortes Schweiz Ausdruck zu verleihen.

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften ruft die akademische Gemeinschaft und besonders die Studierenden dazu auf, an der Kundgebung vom 1. März 2014 teilzunehmen, um unseren Anliegen eine Stimme zu geben und daran zu erinnern, dass die Schweiz Teil des europäischen Hochschulraumes ist und sich weiterhin an den europäischen Bildungs- und Forschungsprogrammen beteiligen muss.
Weil Ausbildung Zukunft schafft!