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Zwei Szenarien sind möglich. Ein kurzer Kommentar.

Warum sollte eine neue Führungsfigur der EU für die Studierenden in der Schweiz relevant sein? Ganz einfach. Die EU-Kommission – ab November 2019 mit Ursula von der Leyen an der Spitze – ist zuständig für die Verhandlungen des Rahmenabkommens mit der Schweiz. Ohne Rahmenabkommen wird es schwierig, wieder an den für die Schweizer Hochschulen absolut zentralen Forschungs- und Bildungsprogrammen der EU teilnehmen zu können.

Die vorherrschende Hoffnung in der Schweiz ist, dass mit Frau von der Leyen der Verhandlungsspielraum grösser wird. Während der ehemalige Spitzenkandidat der EVP Manfred Weber, der in der Poleposition für den EU-Chefposten war, entschieden eine härtere Gangart gegenüber der Schweiz ankündigte, hat sich von der Leyen noch nicht zur Beziehung mit der Schweiz geäussert. Mit der Norddeutschen bestehe die Möglichkeit, dass die Verhandlungen zum Rahmenabkommen neu aufgenommen würden.

Das realistischere Szenario ist aber: Es wird sich nicht viel ändern. Die Beziehungen bleiben weiterhin schwierig. Eine neue Führungsfigur verändert nichts, weil die Situation stark von der unterschiedlichen Verhandlungsmacht der Schweiz und der EU geprägt ist. Von der Leyen hat kein Interesse daran, Zugeständnisse an die Schweiz zu machen. Im Hinblick auf den Brexit ist es sehr fraglich, ob mit zu vielen Konzessionen an die Schweiz ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte, auf welchen sich dann andere Staaten beziehen würden. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass mit von der Leyen die Bedeutung des Dossiers Schweiz heruntergestuft wird.

Deshalb gilt: Auch mit einer neuen Kommissionspräsidentin ab November 2019 existiert keine realistische Alternative zur vorliegenden Version des Rahmenabkommens. Der VSS ist daher überzeugt, dass es wichtig ist, dass die Schweiz und die EU das Abkommen so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen. Idealerweise noch in der laufenden Periode des jetzigen EU-Kommissionspräsidenten. #ERASMUSplusCH #InstA

Im Namen des VSS-Vorstands Francesco Bee

Wettbewerb Jubiläumslogo «100 Jahre VSS»

Während des ganzen Kalenderjahres 2020 wird mit Veranstaltungen und verschiedenen Produktionen und Produkten auf die Gründung des nationalen Dachverbands sowie die Arbeit der vergangenen Jahre, aber auch die aktuellen und zukünftigen hochschulpolitischen Herausforderungen aufmerksam gemacht.

– Ausschreibung Wettbewerb Jubiläumslogo
– Hinweise und Rahmenbedingungen
– How to… VSS, 3. Auflage

Abgabe: Bis zum 30. Juni 2019 an folgende E-Mail-Adresse: info@vss-unes.ch

Selbstverständlich stehen wir, Camille Bochet und Anita Ledergerber, dir gerne für Auskünfte zur Verfügung.
Mail: info@vss-unes.ch; Telefon: 031 382 11 71

Der VSS am Studierendenkongress in Zürich!

Der VSS wird im Rahmen des interdisziplinären Studierendenkongresses, den er unterstützt, zwei verschiedene Workshops durchführen. Ziel ist es, interessierten Studierenden einen Einblick in (hochschul-)politische Themengebiete und die Arbeit des Verbands der Schweizer Studierendenschaften zu geben. Weitere Infos über das Programm finden sich hier




Freitag, 12. April, 14.45 Uhr Vorlesungsraum 15-G-60

Stipendium, studentische Mobilität, studentisches Engagement und der VSS.
Der Workshop gibt einen Einblick in das Stipendienwesen. Ausserdem werden wir über das neue Erasmusprogramm informieren, offene Fragen beantworten und eine Debatte auslösen.


Samstag, 13. April, 10.45 Uhr, Vorlesungsraum 04-G-30

Schweizweite Vernetzung? Der VSS präsentiert sich und stellt seine Aufgaben vor. Eine Debatte soll positive und negative Aspekte einer studentischen nationalen Dachorganisation aufzeigen und den Workshop Teilnehmenden die Möglichkeit geben, offene Fragen zu stellen und kritische Meinungen einzubringen.

Samstag: 13. April, 13.45Uhr, Vorlesungsraum 04-G-30

Stipendium, studentische Mobilität, studentisches Engagement und der VSS.
Der Workshop gibt einen Einblick in das Stipendienwesen. Des Weiteren werden wir über das neue Erasmusprogramm informieren, offene Fragen beantworten und eine Debatte auslösen.

Sehr geehrter Herr Schöchli

Mit Interesse haben wir die Berichterstattung bezüglich der nationalen Diskussion zu den Einsparungen im Hochschul- bzw. Bildungsbereich der Neuen Zürcher Zeitung der vergangenen Tage verfolgt. Dabei ist uns vor allem Ihr Kommentar “Schweizer Universitäten erhöhen ihre Semestergebühren – das ist kein Skandal” vom 12. März 2018 aufgefallen. Sie kritisieren die Finanzierung des Studiums durch den Staat und stellen die Studierenden der Schweizer Hochschulen als verwöhnte Schnösel Prestige strotzender Eltern dar, denen die Privilegien bereits in die Wiege gelegt werden. Hierzu möchte der Verband der Schweizer Studierendenschaften einige Richtigstellungen anbringen.

Wie in Ihrem Kommentar vom 12. März richtig festgestellt wird, profitiert die Schweiz enorm von StudienabgängerInnen. Sie stellen nicht nur eine wichtige Steuerquelle für den Staat dar, sondern sind auch der Garant der ökonomischen Zukunft der Schweiz. Da der Schweiz ausgedehnte Rohstoffvorkommen fehlen, betonen Politikerinnen und Politiker immer wieder die Bedeutung des Innovationsstandorts Schweiz. Basis dafür ist eine gut ausgebildete Bevölkerung: die HochschulabsolventInnen sind ein essentielles wirtschaftliches Standbein der Schweiz. Wer an einer Hochschule studiert, weiss jedoch, wie beschwerlich der Weg zum Abschluss ist. Natürlich gibt es die privilegierten Akademikerkinder, die mit einer Studiengebührenerhöhung keinerlei Probleme haben, doch diese sind bei Weitem in der Minderheit. Bereits heute arbeitet ein Grossteil der Studierenden neben dem Studium, laut BFS sind es 75% [1]. In vielen Fällen sind die Studierenden im Servicebereich tätig oder in anderen Berufsfeldern, in denen sie keinesfalls Erfahrungen für die zukünftige Berufswelt sammeln: Es sind Jobs, die den Studierenden ihre Existenz sichern.

Gebühren zwischen 1’000 und 4’000 Franken im Jahr mögen auf den ersten Blick nicht so hoch wirken. Doch die Studiengebühren stellen lange nicht die einzige finanzielle Herausforderung für Studierende dar. Das Stipendienwesen der Schweiz gleicht immer noch einer grossen Baustelle – je nach Kanton mag die Stipendiensituation akzeptabel sein oder aber desaströs, von fairen Bedingungen für ein Studium ist man weit entfernt. Bereits jetzt erhöhen mangelnde studentische Wohnangebote, steigende Kosten bei den öffentlichen Verkehrsmitteln und weitere Ausbildungskosten wie Bücher und Laborkosten den finanziellen Druck auf die Studierenden. Wie Sie in Ihrem Kommentar richtig feststellen, soll niemandem aus finanziellen Gründen ein Hochschulstudium verwehrt werden. Leider ist die Schweiz hiervon in der aktuellen Situation weit entfernt. Wenn das Stipendienwesen endlich genormt und stabil finanziert ist, wenn Lösungen für die angespannte Wohnsituation in den Städten gefunden sind und fair bezahlte Nebenjobs geschaffen worden sind, dann können wir wieder über Studiengebührenerhöhungen reden. Aber in der aktuellen Situation treffen sie die Ärmsten und treiben die Schweiz immer weiter vom Ideal der Chancengleichheit weg. Vielleicht können Sie, Herr Schöchli, dann in ein paar Jahren dafür über die privilegierten Studierenden wettern, weil nur noch sie es an die Hochschule schaffen – aber die Zukunft der Schweiz trägt dabei einen enormen Schaden davon.

Freundliche Grüsse
Der Verband Schweizer Studierendenschaften

[1] https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/personen-ausbildung/soziale-wirtschaftlichelage-studierenden.html

Stellungnahme VSS, 15.03.2018

Runder Tisch „Studentisches Wohnen“


Am 1. März 2018 haben Personen aus dem Fachbereich „Studentisches Wohnen“ gemeinsam mit studentischen Vertreter_innen die Problematik diskutiert und Lösungsvorschläge für die Zukunft ausformuliert.

Der VSS möchte alle dafür zuständigen Stellen daran erinnern, dass geeigneter und bezahlbarer Wohnraum für einen erfolgreichen Studienabschluss notwendig ist.

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