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Der Verband Schweizer Studierendenschaften fordert die Politik auf Massnahmen zu
ergreifen, um die Qualität des Schweizer Bildungs- und Forschungsraumes aufrechtzu-
erhalten.

Gleiche Zugangsmöglichkeiten an Schweizer Hochschulen für alle

Der Zugang zur Bildung soll allen Personen in der Schweiz offenstehen, unabhängig von ihrem sozioökonomischen Hintergrund. Um die Chancengerechtigkeit im Hochschulzugang auch für qualifizierte Geflüchtete zu gewährleisten, braucht es spezifische Förder- und Vorbereitungsmassnahmen für diese Zielgruppe. Weiter sind pragmatische Alternativen (zum ECUS) dringend nötig, um nicht dokumentierte oder anerkannte Kompetenzen, Qualifikationen und Wissen von Geflüchteten im Zulassungsverfahren zu berücksichtigen. Zudem fordert der VSS, dass Ausländer*innen dieselben Studiengebühren bezahlen müssen wie Schweizer*innen.

Chancengleichheit der Geschlechter in der Bildung und Forschung

Lediglich 15% aller Studierenden im Maschinen-Elektroingenieurwesen sind weiblich. Das zeigt sinnbildlich, dass die Wahl eines Studiums offensichtlich noch vom Geschlecht bestimmt wird. Der VSS will, dass festgefahrene Stereotype in unserer Gesellschaft aktiv bekämpft werden und jede Person unabhängig von ihrem Geschlecht studieren kann, was sie möchte.

Mehr Integration der Studierenden in politische Entscheidungsprozesse

Studierende sollen ein Recht darauf haben, in politische Prozesse, die Auswirkungen auf ihr Studium haben, miteinbezogen zu werden. Deshalb verlangen wir mehr Einsitze für Studierende in allen hochschulpolitischen Gremien, da diese über ihre Bildung und somit auch über ihre Zukunft entscheiden.

Vollassoziierung der Schweiz beim Nachfolgeprojekt von Erasmus+

Der VSS fordert die Politik auf Massnahmen zu ergreifen, um die Qualität des Schweizer Bildungssystems zu stärken und aufrechtzuerhalten. Dazu gehört in Zeiten der Globalisierung auch der interkulturelle Austausch. Die europäischen Länder sehen den Mehrwert und investieren mehr Geld in die Mobilitätsprogramme als wir. Die Schweiz muss hier mitziehen und deshalb brauchen wir eine Vollassoziierung der Schweiz an Erasmus+.

Praktika sollen einen didaktischen Wert haben und angemessen entlöhnt werden

Der VSS weiss, dass Praktika eine tolle Chance sind für Studierende, Einblick in ein spezifisches Berufsfeld zu gewinnen und Praxiserfahrungen zu sammeln. Allerdings gibt es momentan keine allgemein verbindlichen Regelungen für Praktikant*innen. Viele erhalten eine ungenügende didaktische Ausbildung und werden als billige oder unbezahlte Arbeitskräfte missbraucht. Das muss sich ändern!

Eine schweizweite Harmonisierung und Erhöhung der Stipendienbeiträge

Die vom Kanton zugesprochene Höhe der Stipendien gleicht einem Glücksspiel. Je nach Kanton, in dem ein/e Studierende/r lebt – trotz gleicher finanzieller Situation – kann es sein, dass diese Person mehr Beiträge erhält als jemand, der in einem anderen Kanton Stipendien erhält. Der VSS verlangt, dass Studierende in jedem Kanton die gleichen Chancen auf faire Stipendien erhalten, um den Lebensunterhalt in angemessener Art und Weise zu decken. Zusätzlich fordert der VSS die Inklusion der vorläufig aufgenommenen Geflüchteten in die Reihe der Beitragsberechtigen im Rahmen des Stipendienkonkordats.

Mehr bezahlbarer Wohnraum in Schweizer Hochschulstädten und Umgebung

Besonders in Hochschulstädten wie beispielsweise Bern, Basel, Zürich, Lausanne oder Genf ist es für Studierende oft schwierig, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der VSS findet es prekär, wenn Studierende mit tiefen finanziellen Mitteln nicht die Möglichkeit haben, in der Nähe ihrer Hochschule zu leben.

Keine Erhöhung oder Abschaffung von Studierendenpreisen

Der VSS will, dass sowohl das Studierenden-GA als auch ermässigte Eintritte und Preise nicht weiter verteuert werden oder gar ganz abgeschafft werden. Eine Investition in unsere Bildung ist eine Investition in unsere Zukunft, und dazu gehört auch, auf die finanzielle Situation der Studierenden einzugehen.

Umsetzung der Forderungen der Klimajugend

Wir studieren für die Zukunft. Eine Zukunft, die aber bedroht ist. Dafür setzt sich die Klimajugend ein. Der VSS verlangt, dass in der Politik für die Anliegen dieser Bewegung Gehör gefunden wird. Jede Generation hat das Recht, unsere Zukunft mitzugestalten und das Parlament hat die Pflicht, ihre Anliegen im Bereich Nachhaltigkeit ernst zu nehmen. Deshalb soll die Nachhaltigkeit an Hochschulen in der BFI-Botschaft verankert werden.

Erhöhung der Investitionen in die Schweizer Hochschulen, um den Bildungsstandort Schweiz langfristig zu sichern

Der VSS fordert, dass der Bund die finanzielle Unterstützung für Hochschulen substanziell erhöht, weil Bildungsinstitutionen für ein funktionierendes Gemeinwesen unabdingbar sind. Sie lehren kritische Denkmethoden, befähigen uns Prozesse zu analysieren, zu verstehen, zu hinterfragen und selbst zu gestalten. Die wissenschaftliche Forschung bietet die Möglichkeit für relevante Entdeckungen und Entwicklungen. Hochschulbildung als Teil des Bildungssystems ist unerlässlich für eine moderne, aufgeklärte und zukunftsorientierte Gesellschaft, da sie die Menschen zu kritischen Bürger*innen ausbildet und technischen Fortschritt ermöglicht.

Der VSS organisiert die Mental Health Woche in Neuenburg

Diese Woche findet in Neuenburg die Mental Health Week statt. Diese Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom VSS, der FEN, swimsa und MindMaps co-organisiert. An der Universität Neuenburg werden während der ganzen Woche zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, so unter anderem Workshops, um Stress besser zu bewältigen wenn sich die Prüfungszeit nähert, oder um die Prokastination während dem Semester zu vermeiden. Zusätzlich wird es auch einen Yoga-Workshop und eine Paneldiskussion, die sich mit der psychischen Gesundheit der Studierenden auseinandersetzt, geben.

Interessiert ? Folge uns hier : Mental Health Woche

Wir vom VSS sind der Meinung, dass jede Stimme zählt und wollen auch Studierende dazu ermutigen, diesen Monat an die Urne zu gehen. Dabei ist uns wichtig, dass die Studierenden der Schweiz wissen, welche Politikerinnen und welche Politiker ihre Anliegen vertreten und wie die künftigen Parlamentarier zu den wichtigsten Bildungsfragen stehen.

Auf unserer Homepage findet ihr jeden Tag Interviews mit Kandidierenden verschiedener Parteien, die uns Rede und Antwort standen und sich zu den politischen Anliegen der Studierenden äussern.

 

Was halten Sie von Klimamassnahmen an Universitäten, wie beispielsweise eingeschränkte Freiheiten beim Fliegen?

Jede und jeder kann einen Beitrag leisten, indem er sein eigenes Verhalten überprüft und anpasst. So auch Firmen oder Institutionen wie eine Universität. Das ist sicher zu begrüssen. Allerdings gilt es für einen wirksamen Klimaschutz die Rahmenbedingungen zu verändern für alle. Dazu gehören Investitionen in erneuerbare Energien, insb. Solarenergie, Lenkungsabgaben auf fossilen Treib- und Brennstoffen sowie Vorschriften im Gebäudebereich oder auf Neuwagen oder auch eine Besteuerung des Kerosin resp. eine Flugticketabgabe.

 

Wie soll Ihrer Meinung nach die Politik auf die Forderungen der Klimajugend eingehen?

Zuhören, in den Dialog treten, einbeziehen und gemeinsam umsetzen.

 

Wie kann das Rahmenabkommen gerettet werden, um die Zusammenarbeit mit der EU im Bereich der Bildung zu gewährleisten?

Ich stehe für eine engere Zusammenarbeit mit der EU, gerade auch für die Sicherstellung von Forschungszusammenarbeit, Erasmus+ etc. Ein institutionelles Rahmenabkommen kann das bieten, darf aber den Lohnschutz nicht senken.

 

Soll die Schweiz das nötige Geld bezahlen um Erasmus+ ab 2021 wieder beizutreten?

Ja

 

Was halten Sie für eine angemessene Entschädigung für Praktikant*innen?

Während Bachelorstudium 2500.-/Monat, während Masterstudium 2900.-/Monat, MasterabsolventIn 3500.-/Monat

 

Was kann der Staat für günstigen Wohnraum für Studierende machen? Soll er sich überhaupt einmischen?

Die Gemeinde muss Boden besitzen und Immobilien kaufen, um preisgünstigen Wohnraum zu ermöglichen und eine aktive Wohnpolitik betreiben bezüglich Neubauprojekte.

 

Sollten Geflüchtete in der Schweiz die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen haben wie Schweizer*innen?

Ja

 

Sind Sie der Meinung, dass ökonomisch profitable Studiengänge wie beispielsweise Wirtschaft oder Informatik eher vom Staat gefördert werden soll als Musik oder Literaturwissenschaften?

NEIN!

 

Wieso studieren weniger Frauen als Männer naturwissenschaftliche Fächer?

Zu wenig weibliche Vorbilder, bessere Ansätze, damit schon auf Primarstufe das Interesse der Mädchen für diese Fächer geweckt werden kann.

Wir vom VSS sind der Meinung, dass jede Stimme zählt und wollen auch Studierende dazu ermutigen, diesen Monat an die Urne zu gehen. Dabei ist uns wichtig, dass die Studierenden der Schweiz wissen, welche Politikerinnen und welche Politiker ihre Anliegen vertreten und wie die künftigen Parlamentarier zu den wichtigsten Bildungsfragen stehen.

Auf unserer Homepage findet ihr jeden Tag Interviews mit Kandidierenden verschiedener Parteien, die uns Rede und Antwort standen und sich zu den politischen Anliegen der Studierenden äussern.

 

Was halten Sie von Klimamassnahmen an Universitäten, wie beispielsweise eingeschränkte Freiheiten beim Fliegen?

Wenn wir die Pariser Klimaziele erreichen wollen, dann müssen wir jetzt handeln. Da kann auch jede Universität überlegen, was ihr Beitrag sein kann. Wichtig ist hier sicher ihr Beitrag für eine systemkritische Forschung und Lehre.

 

Wie soll Ihrer Meinung nach die Politik auf die Forderungen der Klimajugend eingehen?

Die Klimajugend fordert zu Recht ein, dass JETZT gehandelt werden muss. Die Zeit der schönen Worte ist vorbei. Ich finde es bezeichnend, dass in vielen Diskussionen der Fokus auf individuelles Verhalten gelegt wird. Doch solange es legal bleibt, dass Konzerne für Profit den Regelwald abholzen oder an den unmöglichsten Orten nach Erdöl suchen, solange stoppen wir die Klimakrise nicht.  Es geht um Massnahmen auf politischer Ebene, die getroffen werden müssen: Zum Beispiel sollen Banken nicht mehr in Öl oder Kohleabbau investieren dürfen; es braucht eine Investitionsoffensive in Klimaschutz-Massnahmen, z.B. energetische Gebäudesanierungen, Förderung von erneuerbaren Energien, öV-Ausbau. Es braucht eine Abkehr von einem Wirtschaftssystem, das auf Umweltzerstörung und Ausbeutung baut, um kurzfristigen Profit zu erzielen.

 

Wie kann das Rahmenabkommen gerettet werden, um die Zusammenarbeit mit der EU im Bereich der Bildung zu gewährleisten?

Die grössten Herausforderungen für die Zukunft (Klimakrise, Ungleichheit…) lassen sich nur gemeinsam und über Landesgrenzen hinweg lösen. Es braucht ein Ja zu einem sozialen und fortschrittlichen Europa. Ein Ja zum Rahmenabkommen – aber eben auch ein Ja zum Lohnschutz. Beim Rahmenabkommen sind noch viele Fragen offen, die geklärt werden müssen.

 

Soll die Schweiz das nötige Geld bezahlen um Erasmus+ ab 2021 wieder beizutreten?

Ja.

 

Was halten Sie für eine angemessene Entschädigung für Praktikant*innen?

Da bin ich dafür. Praktikant*innen sollen keine billige Arbeitskräfte sein. Sondern für ihre Arbeit angemessen entschädigt und gut betreut werden.

 

Was kann der Staat für günstigen Wohnraum für Studierende machen? Soll er sich überhaupt einmischen?

Ja, unbedingt. Mit einer aktiven Bodenpolitik kann die öffentliche Hand Land an gemeinnützige Wohnbauträger abgeben. Diese vermieten Wohnraum nach dem Prinzip der Kostenmiete – d.h. sie verlangen einen günstigen Mietzins und machen keinen Profit. Zudem kann der Staat auch direkt studentisches Wohnen fördern, indem er Wohnraum zur Verfügung stellt.

 

Sollten Geflüchtete in der Schweiz die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen haben wie Schweizer*innen?

Ja, klar. Viele Geflüchtete können ihre Diplome und Qualifikationen nicht anerkennen lassen und müssen in der Schweiz wieder von null beginnen. Das ist frustrierend und zermürbend für die Betroffenen – und die Schweiz verzichtet auf das Wissen und die Erfahrungen von Menschen. Das macht wenig Sinn.

 

Sind Sie der Meinung, dass ökonomisch profitable Studiengänge wie beispielsweise Wirtschaft oder Informatik eher vom Staat gefördert werden soll als Musik oder Literaturwissenschaften?

Nein. Jedes Studienfach hat seine Berechtigung und Bedeutung – eine Gewichtung ist willkürlich und einseitig. Denn was heisst schon „ökonomisch profitabel“?

 

Wieso studieren weniger Frauen als Männer naturwissenschaftliche Fächer?

Weil wir nach wie vor in einer Gesellschaft leben, die allzu oft in veralteten und traditionellen Geschlechterrollen denkt.