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Wir vom VSS sind der Meinung, dass jede Stimme zählt und wollen auch Studierende dazu ermutigen, diesen Monat an die Urne zu gehen. Dabei ist uns wichtig, dass die Studierenden der Schweiz wissen, welche Politikerinnen und welche Politiker ihre Anliegen vertreten und wie die künftigen Parlamentarier zu den wichtigsten Bildungsfragen stehen.

Auf unserer Homepage findet ihr jeden Tag Interviews mit Kandidierenden verschiedener Parteien, die uns Rede und Antwort standen und sich zu den politischen Anliegen der Studierenden äussern.

 

Was halten Sie von Klimamassnahmen an Universitäten, wie beispielsweise eingeschränkte Freiheiten beim Fliegen?

In einer globalisierten Welt sollten Menschen – und insbesondere Universitäten – die Möglichkeit haben, sich grenzüberschreitend austauschen können. Das beinhaltet auch das Reisen in andere Länder. Häufig gibt es aber sinnvolle Alternativen zum Fliegen wie die Bahn oder auch digitale Technologien wie Videokonferenzen, die noch stärker eingesetzt werden sollten.

 

Wie soll Ihrer Meinung nach die Politik auf die Forderungen der Klimajugend eingehen?

Mit dem CO2-Gesetz, das in dieser Herbstsession vom Ständerat verabschiedet wurde, haben wir eine gute Grundlage geschaffen, um rasch wirksame und umsetzbare Massnahmen einleiten zu können, die dem Klima helfen. Das Gesetz schafft die Voraussetzungen, damit wir die Zielsetzung des Pariser Abkommens von minus 50% CO2 bis 2030 und netto-null bis 2050 erreichen können.  Die Forderungen der Klimajungend gehen weiter, sind politisch aber nicht mehrheitsfähig.

 

Wie kann das Rahmenabkommen gerettet werden, um die Zusammenarbeit mit der EU im Bereich der Bildung zu gewährleisten?

Der Bundesrat steht in der Verantwortung. Er muss die Führung im Europa-Dossier übernehmen und zwar geschlossen. Das Rahmenabkommen sichert den bilateralen Weg ab und sichert somit die Zusammenarbeit mit unseren europäischen Nachbarn, u.a. im Bereich der Bildung. Ich setze mich dezidiert für das Abkommen, eine Weiterentwicklung des bilateralen Wegs und ein geregeltes, berechenbares Verhältnis zur EU aus.

 

Soll die Schweiz das nötige Geld bezahlen um Erasmus+ ab 2021 wieder beizutreten?

Ja.

 

Was halten Sie für eine angemessene Entschädigung für Praktikant*innen?

Ich finde das ein Unding. Die Universitäten sollen ihre Abgänger so ausbilden, dass diese vom ersten Tag an eingesetzt werden können und nicht zuerst Praktika absolvieren müssen. Wer einen Abschluss hat, sollte keine Praktika annehmen müssen für weniger als CHF 4000.- Monatslohn.

 

Was kann der Staat für günstigen Wohnraum für Studierende machen? Soll er sich überhaupt einmischen?

Nein, der Staat soll sich nicht einmischen. Nirgendwo auf der Welt ist Bildung so günstig und in derart hoher Qualität und Quantität verfügbar wie in der Schweiz. Sie finden im Umkreis von 50 bis 75 Kilometer von Ihrem Wohnort eine Universität oder Fachhochschule mit einem hochwertigen Angebot. Ich denke, damit hat der Staat seine Aufgabe in diesem Bereich mehr als erfüllt.

 

Sollten Geflüchtete in der Schweiz die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen haben wie Schweizer*innen?

Ja, wenn ihr Status abgeklärt ist.

 

Sind Sie der Meinung, dass ökonomisch profitable Studiengänge wie beispielsweise Wirtschaft oder Informatik eher vom Staat gefördert werden soll als Musik oder Literaturwissenschaften?

Nein jeder junge Erwachsene soll selbst und eigenverantwortlich entscheiden, was er oder sie studieren will. Er muss dann allerdings nach dem Studium auch selbst für sein Auskommen sorgen können.

 

Wieso studieren weniger Frauen als Männer naturwissenschaftliche Fächer?

Für mich gilt auch in dieser Frage: Jeder und jede soll selbst entscheiden können, was er/sie studiert. Das Ziel ist nicht eine exakte Gleichverteilung zwischen den Geschlechtern.

Wir vom VSS sind der Meinung, dass jede Stimme zählt und wollen auch Studierende dazu ermutigen, diesen Monat an die Urne zu gehen. Dabei ist uns wichtig, dass die Studierenden der Schweiz wissen, welche Politikerinnen und welche Politiker ihre Anliegen vertreten und wie die künftigen Parlamentarier zu den wichtigsten Bildungsfragen stehen.

Auf unserer Homepage findet ihr jeden Tag Interviews mit Kandidierenden verschiedener Parteien, die uns Rede und Antwort standen und sich zu den politischen Anliegen der Studierenden äussern.

 

Was halten Sie von Klimamassnahmen an Universitäten, wie beispielsweise eingeschränkte Freiheiten beim Fliegen?  

Die Wissenschaft hat die alarmierenden Erkenntnisse zum Klimawandel gewonnen, die uns heute beschäftigen. Entsprechend tragen Hochschulen aus meiner Sicht eine grosse Verantwortung, im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Klimawandel zu bekämpfen und eine Vorbildrolle einzunehmen. So könnten Hochschulen beispielsweise ihren Mitarbeitenden generell nur noch Bahnreisen für Arbeitszwecke als Spesen entschädigen, und nur bei begründeten Ausnahmefällen Flugreisen.   

 

 Wie soll Ihrer Meinung nach die Politik auf die Forderungen der Klimajugend eingehen?  

Die Klimakrise ist die grosse Herausforderung unserer Gegenwart. Entsprechend ist die Politik gefordert, ambitionierte und zugleich sozialverträgliche Lösungen zu finden und umzusetzen.    

 

 Wie kann das Rahmenabkommen gerettet werden, um die Zusammenarbeit mit der EU im Bereich der Bildung zu gewährleisten?  

Dafür muss der bestehende innenpolitische Handlungsspielraum genutzt werden. Es gilt, Gewerkschaften und Arbeitgeber wieder an einen Tisch zu holen und verschiedene kreative Vorschläge (beispielsweise von foraus oder dem glplab) für den Umgang mit dem Lohnschutz weiterzuentwickeln. Ich bin zuversichtlich, dass damit eine Lösung gefunden werden kann, die im Sinne aller Beteiligten ist. Diese gilt es dann vom Bundesrat entgegen aller Widerstände überzeugt zu vertreten. Das Rahmenabkommen ist eine einmalige Chance, eine massgeschneiderte institutionelle Lösung mit der EU zu finden, bestehende Chancen endlich anzupacken und der schleichenden Erodierung des bilateralen Wegs ein Ende zu setzen.  

 

 Soll die Schweiz das nötige Geld bezahlen um Erasmus+ ab 2021 wieder beizutreten?  

Ja.    

 

 Was halten Sie für eine angemessene Entschädigung für Praktikant*innen?  

Die Entschädigung soll der Ausbildungssituation der Praktikant*innen gerecht werden und gleichzeitig den Mehrwert widerspiegeln, den sie dem Arbeitgeber geben. Studierende, die Praktika absolvieren, bringen bereits sehr viele Kompetenzen mit. Entsprechend liegt eine angemessene Entschädigung aus meiner Sicht sicher im vierstelligen Bereich pro Monat. Der konkrete Betrag kann dann je nach Ausbildungssituation und Branche variieren.    

 

 Was kann der Staat für günstigen Wohnraum für Studierende machen? Soll er sich überhaupt einmischen?  

Der Staat kann beispielsweise mit der Förderung von genossenschaftlichen Bauten oder eigenen Aktivitäten für günstigen Wohnraum im Umfeld von Hochschulen sorgen. Aus meiner Sicht ist das konkrete Vorgehen passgenau auf die konkrete Situation abzustimmen. Insbesondere die Kantone, die die Hochschulen zu einem grossen Teil finanzieren, sollten sich aus meiner Sicht um gute Wohnbedingungen kümmern, da dies letztendlich auch der Attraktivität ihrer Hochschule zugute kommt.   

 

 Sollten Geflüchtete in der Schweiz die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen haben wie Schweizer*innen?  

Geflüchteten sollte möglichst freier Zugang als Gasthörer*innen gewährt werden. Inwiefern sie zu Kompetenznachweisen zugelassen werden, wäre aus meiner Sicht am besten mittels individuellen Potenzialabklärungen zu prüfen.   

 

 Sind Sie der Meinung, dass ökonomisch profitable Studiengänge wie beispielsweise Wirtschaft oder Informatik eher vom Staat gefördert werden soll als Musik oder Literaturwissenschaften?  

Ein breites Angebot an Studienfächern ist wertvoll und wichtig. Wo Hochschulen ihre Schwerpunkte setzen möchten, sollte man aus meiner Sicht ihnen selbst überlassen werden. Wenn die Politik wegen eines bestehenden Fachkräftemangels (bspw. in der Pflege oder der Informatik) bestimmte Ausbildungsrichtungen fördern möchte, ist das aus meiner Sicht sinnvoll. Diese spezielle Förderung darf aber nicht zu Lasten anderer Studienrichtungen erfolgen.   

 

 Wieso studieren weniger Frauen als Männer naturwissenschaftliche Fächer?  

Dazu dürften viele unterschiedliche Gründe beitragen. Ein wichtiger sind aus meiner Sicht die eher starren Rollenbilder in unserer Gesellschaft, die Frauen noch immer weniger Interesse und Geschick in naturwissenschaftlichen Belangen zutraut. Daneben gibt es auch verschiedene Bereiche, in denen die Männer deutlich untervertreten sind. Auf dem Weg zu einer wirklich gleichberechtigten Gesellschaft sind verschiedenste Massnahmen zu treffen, um diese starren Rollenbilder und ihre diversen Auswirkungen nachhaltig zu verändern.  

Wir vom VSS sind der Meinung, dass jede Stimme zählt und wollen auch Studierende dazu ermutigen, diesen Monat an die Urne zu gehen. Dabei ist uns wichtig, dass die Studierenden der Schweiz wissen, welche Politikerinnen und welche Politiker ihre Anliegen vertreten und wie die künftigen Parlamentarier zu den wichtigsten Bildungsfragen stehen.

Auf unserer Homepage findet ihr jeden Tag Interviews mit Kandidierenden verschiedener Parteien, die uns Rede und Antwort standen und sich zu den politischen Anliegen der Studierenden äussern.

 

Was halten Sie von Klimamassnahmen an Universitäten, wie beispielsweise eingeschränkte Freiheiten beim Fliegen?

Ich finde den Austausch von Personen und Wissen auf Hochschulstufe enorm wichtig. Nicht zuletzt deshalb setze ich mich für Programme wie Horizon 2020 ein. Eine solche Massnahme bringt sehr wenig. Jede und jeder soll selber entscheiden, wie man am besten von A nach B kommt. In Europa kann der Zug eine Alternative sein. Ins Silicon Valley reisen muss möglich sein.

 

Wie soll Ihrer Meinung nach die Politik auf die Forderungen der Klimajugend eingehen?

Es muss endlich über Massnahmen und Innovationen diskutiert werden. Es ist jetzt genug mit dem Finger auf andere gezeigt. Während in der Schweiz der gesamte Produktionsindex verglichen mit 1990 um das 5-fache gestiegen ist, nahm der CO2-Ausstoss in der gleichen Zeitspanne 10% ab und der Energieverbrauch blieb konstant. Noch eindrücklicher ist dieser Befund, wenn man betrachtet, dass die Bevölkerung um 25% und die Wohnfläche um 40% gewachsen sind. Auf diesem Weg kommen wir weiter, wenn wirkungsvolle Massnahmen um gesetzt werden, die ökologisch, ökonomisch und sozial Sinn machen. Ein Systemwechsel hin zu mehr sozialistischen Wirtschaftssystemen, wie es gefordert wird, lehne ich strikte ab.

 

Wie kann das Rahmenabkommen gerettet werden, um die Zusammenarbeit mit der EU im Bereich der Bildung zu gewährleisten?

Erasmus+ und Horizon Europe als Nachfolgeprogramm der EU im Forschungsbereich sind für die Schweiz beide von grossem Interesse. Unsere Teilnahme an diesen Programmen setzt voraus, dass sich die Beziehung Schweiz-EU beruhigt. Weiter ist es wichtig, dass der finanzielle Rahmen solide verhandelt wird. Zudem ist mit Grossbritannien, mit der Schweiz eines der erfolgreichsten Länder im Hochschulbereich, eine Regelung zu finden, dass wir auch gegenseitig voneinander profitieren können.

Soll die Schweiz das nötige Geld bezahlen um Erasmus+ ab 2021 wieder beizutreten?

Das hängt von der Höhe der finanziellen Mittel ab. Wenn diese wesentlich zu hoch ausfallen, ist eine zwischenstaatliche Lösung mit den einzelnen Staaten vielleicht ein Plan B. Der Mehrwert eine Voll-Teilnahme muss klar ersichtlich sein und im Interesse der Studierenden, des Mittelbaus und der Dozierenden sein.

 

 Was halten Sie für eine angemessene Entschädigung für Praktikant*innen?

Praktikumsstellen sind wichtig, um ins Berufsleben einsteigen zu können. Diese müssen aber auf der praktischen Seite einen echten Mehrwert ergeben und nicht einfach zur Gewinnung billiger Arbeitskräfte dienen. Unter diesen Voraussetzungen sind die Entschädigungen nicht zu hoch anzusetzen, da sonst solche Praktikumsplätze verschwinden könnten.

 

Was kann der Staat für günstigen Wohnraum für Studierende machen? Soll er sich überhaupt einmischen?

Wenn eine Hochschule sich engagiert, sehe ich darin kein Problem. Günstiger Wohnraum wird von vielen Gesellschaftsschichten nachgefragt. Ein exklusives Eingreifen für den günstigen Wohnraum für Studierende wäre für mich zu eng gedacht. In der ganzen Diskussion um günstigen Wohnraum sollte man private Investitionen nicht immer mehr hindern, denn wo Wohnangebote geschaffen werden, kann besser die Nachfrage zu vernünftigeren Preisen gedeckt werden.

 

Sollten Geflüchtete in der Schweiz die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen haben wie Schweizer*innen?

Die Hochschulen können schon heute sehr individuelle Modelle umsetzen, wie sie Flüchtlinge aufnehmen wollen. Entscheidend sind die Bewertung der Qualifikationen der Leute, die oftmals nur ungenau dokumentiert werden können. Eine Aufnahme an eine Hochschule darf nur erfolgen, wenn die Vorbildung dafür ausreicht. Ein Studium darf kein Grund sein, den Asylstatus in eine definitive Aufnahme umzuwandeln. Asylsuchende sind und bleiben Menschen, welchen die Schweiz vorübergehend Schutz gewährt. Wenn sich diese Situation zum Besseren ändert, ist der Asylstatus zu entziehen und die Menschen in ihre sicheren Heimatländer zurück zu schicken.

 

Sind Sie der Meinung, dass ökonomisch profitable Studiengänge wie beispielsweise Wirtschaft oder Informatik eher vom Staat gefördert werden soll als Musik oder Literaturwissenschaften?

Nein. Diese Studiengänge sind allen offenzuhalten. Die Aussichten auf eine Karriere und die entsprechenden Lohnansätze sind aber nachher nicht dieselben. Bei den Fachhochschulen ist wichtig, dass sie gemäss ihrem Leistungsauftrag anwendungsorientierte Forschung & Entwicklung betrieben. Das bedeutet also, dass die Auseinandersetzung mit der Praxis hier eine zentrale Säule ist.

 

Wieso studieren weniger Frauen als Männer naturwissenschaftliche Fächer?

Für mich hat es damit zu tun, dass man Frauen zu früh einredet, dass Naturwissenschaften v.a. wegen der Mathematik nichts für sie sind. Das ist Unsinn. Naturwissenschaften wie z.B. Ingenieurswissenschaften oder Architektur sind hochgradig attraktiv und kreativ. Es ist einfach herrlich ein Gebäude, ein Produkt usw. zu entwickeln, zu designen das den Menschen etwas Positives vermittelt .

Wir vom VSS sind der Meinung, dass jede Stimme zählt und wollen auch Studierende dazu ermutigen, diesen Monat an die Urne zu gehen. Dabei ist uns wichtig, dass die Studierenden der Schweiz wissen, welche Politikerinnen und welche Politiker ihre Anliegen vertreten und wie die künftigen Parlamentarier zu den wichtigsten Bildungsfragen stehen.

Auf unserer Homepage findet ihr jeden Tag Interviews mit Kandidierenden verschiedener Parteien, die uns Rede und Antwort standen und sich zu den politischen Anliegen der Studierenden äussern.

 

Was halten Sie von Klimamassnahmen an Universitäten, wie beispielsweise eingeschränkte Freiheiten beim Fliegen?

Wir befürworten es generell, wenn unnötige Mobilität vermieden wird, insbesondere Mobilität mit hohem CO2-Ausstoss, setzen aber wenn immer möglich auf Anreize statt Vorschriften und Verbote. In einem ersten Schritt haben wir in der vergangenen Session die von uns eingereichte Flugticketabgabe im Nationalrat durchgebracht.

 

Wie soll Ihrer Meinung nach die Politik auf die Forderungen der Klimajugend eingehen?

Leider sind die Klimaproteste bitter nötig, denn es ist fünf vor zwölf für das Klima. Die junge Generation steht zu Recht für ihre Zukunft ein. Wir brauchen endlich eine nachhaltige, enkeltaugliche Klimapolitik. Wir möchten nicht nur das Klimaabkommen von Paris rasch und konsequent umsetzen, sondern ambitionierter sein. Denn für die Grünliberalen ist seit der Gründung klar, dass die Schweiz international die Vorreiterrolle beim Klimaschutz übernehmen muss. Unsere Strategie „Cool down 2040“ weist den Weg in die erneuerbare, nachhaltige Schweiz.

 

 Wie kann das Rahmenabkommen gerettet werden, um die Zusammenarbeit mit der EU im Bereich der Bildung zu gewährleisten?

Auf dem Tisch des Bundesrats liegt ein überzeugendes Rahmenabkommen. Es ist Zeit, dass er die Ratifizierung einleitet. Mit dem Rahmenabkommen können unsere Hochschulen weiter von europäischen Forschungsprogrammen profitieren und unsere Studierenden behalten den freien Zugang zu europäischen Universitäten. Wir setzen uns dafür ein, dass in der Schweiz nicht die Haltung überhandnimmt, ein Rahmenabkommen mit der Europäischen Union sei ein notwendiges Übel. Die Grünliberalen verlangen einen Chancendiskurs Europa. Wir wollen mehr Europa wagen.

 

Soll die Schweiz das nötige Geld bezahlen um Erasmus+ ab 2021 wieder beizutreten?

Ja. Die Grünliberalen stehen für eine offene und vernetzte Schweiz, auch im Bildungs- und Forschungsbereich.

 

Was halten Sie für eine angemessene Entschädigung für Praktikant*innen?

Praktikantinnen und Praktikanten leisten wertvolle Arbeit und verdienen eine faire Entlohnung. Diese sollte auf jeden Fall zur Deckung der Lebenshaltungskosten ausreichen.

 

Was kann der Staat für günstigen Wohnraum für Studierende machen? Soll er sich überhaupt einmischen?

Die Grünliberalen wollen, dass junge Menschen eine ihren Fähigkeiten entsprechende Ausbildung absolvieren können. Dazu gehört auch die Sicherstellung von erschwinglichem Wohnraum in der Nähe des Ausbildungsorts. Die Kantone, Städte und Universitäten haben Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, wobei wir auch hier im Grundsatz auf Anreize als auf Vorschriften und Verbote setzen. Bei den Stipendien ist es wichtig, dass sich die Höhe nach dem tatsächlichen Bedarf richtet.

 

Sollten Geflüchtete in der Schweiz die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen haben wie Schweizer*innen?

Geflüchtete, die in der Schweiz Asyl erhalten, müssen selbstverständlich den gleichen Zugang zu Hochschulen haben. Die Grünliberalen stehen ein für Chancengerechtigkeit, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft.

 

 Sind Sie der Meinung, dass ökonomisch profitable Studiengänge wie beispielsweise Wirtschaft oder Informatik eher vom Staat gefördert werden soll als Musik oder Literaturwissenschaften?

Wir halten es für falsch, Studiengänge gegeneinander auszuspielen. Alle Fächer haben ihren spezifischen Wert und ihre Berechtigung und sind mit ausreichend Mitteln auszustatten. Denn der Bildung im umfassenden Sinne kommt in einer liberalen Gesellschaft eine zentrale Bedeutung zu. Vielmehr ist uns ein generell effizienter Umgang mit den knappen Ressourcen des Staates wichtig. Ausgaben sollen regelmässig kritisch überprüft werden. Kontrollmechanismen sollen die Qualität und das beste Kosten/Nutzen-Verhältnis sichern.

 

Wieso studieren weniger Frauen als Männer naturwissenschaftliche Fächer?

Das ist an sich keine Frage an eine politische Partei. Eine andere Frage wäre, ob die Politik etwas dafür tun kann, dass mehr Frauen sich für naturwissenschaftliche Fächer entscheiden. Frauen werden in unserer Gesellschaft nach wie vor diskriminiert, z.B. im Berufsleben (tiefere Löhne, Vergabe von Spitzenpositionen, falsche Anreize im Steuersystem) oder bei der Rente durch den unfairen Koordinationsabzug. Auch sind Frauen oft mit überholten Rollenbildern konfrontiert. Dies darf kein Hindernis für eine freie und selbststimme Wahl des Studiengangs sein. Wir wollen in einer pluralistischen Gesellschaft leben, in der Diskriminierung keinen Platz hat.

Wir vom Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) sind der Meinung, dass jede Stimme zählt, und wir wollen auch Studierende dazu ermutigen, diesen Monat an die Urne zu gehen. Dabei ist uns wichtig, dass die Studierenden der Schweiz wissen, welche Politikerinnen und welche Politiker ihre Anliegen vertreten und wie die künftigen Parlamentarier zu den wichtigsten Bildungsfragen stehen. Auf unserer Homepage findet ihr jeden Tag Interviews mit Kandidierenden verschiedener Parteien, die uns Rede und Antwort standen und sich zu den politischen Anliegen der Studierenden äussern.

Was halten Sie von Klimamassnahmen an Hochschulen, wie beispielsweise eingeschränkte Freiheiten beim Fliegen?

Ich bin der Überzeugung, dass jeder Einzelne einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten kann. Dabei soll auch mehr Kostenwahrheit «stattfinden», das heisst die externen Kosten müssen bei Flugreisen etc. miteinbezogen werden. Es ist jedoch auch wichtig, dass gleichzeitig über die Alternativen diskutiert und in die Forschung und Innovation dieser investiert wird. Dabei müssen gleichzeitig auch Themen wie Verkehrsvermeidung durch gute Raumplanungskonzepte und auch Förderung von Sharing-Economy zur Diskussion stehen. Aufgrund von Anreizen und guten Alternativen soll das Verhalten von Individuen gesteuert werden. Das erreichen wir auch ohne Verbote. Wichtig ist immer, dass man diese Entwicklung unter Einbezug und Aufklärung der Bevölkerung macht, damit diese auch aktiv ihren Beitrag leisten kann und dank guten Alternativen nicht einfach durch Abgaben vor den «Kopf gestossen werden». Dazu gehört auch eine gewisse Aufklärung in der Schule, wie dies bei anderen wichtigen Themen der Fall ist.

 

Wie soll Ihrer Meinung nach die Politik auf die Forderungen der Klimajugend eingehen?

Die Politik soll die Klimajugend einladen, damit gemeinsam aktiv politische Massnahmen erarbeitet und umgesetzt werden können. Dafür haben wir uns als JCVP in einigen Kantonen im Parlament bereits erfolgreich eingesetzt.

 

Wie kann das Rahmenabkommen gerettet werden, um die Zusammenarbeit mit der EU im Bereich der Bildung zu gewährleisten?

Beim Rahmenabkommen müssen noch einzelne Punkte wie die Mitsprache des Schweizer Volkes bzw. Rolle des EuGHs, die Unionsbürgerrichtliche, die staatlichen Beihilfen und der Lohnschutz präzisiert werden. Ich bin der Überzeugung, dass diese Punkte so geklärt werden können, damit das Rahmenabkommen eine Mehrheit in der Schweizer Bevölkerung finden und damit die Zusammenarbeit mit der EU im Bereich der Bildung gesichert wird.

Soll die Schweiz das nötige Geld bezahlen um Erasmus+ ab 2021 wieder beizutreten?

Ja.

 

Was halten Sie für eine angemessene Entschädigung für Praktikant*innen?

Ein Praktikum soll klar angemessen entschädigt werden. Wichtig ist vor allem, dass ein Praktikum vor einer Lehre immer mit einer Zusicherung zur Lehre verbunden wird. Ansonsten werden junge Leute als günstige Arbeitskräfte missbraucht.

 

Was kann der Staat für günstigen Wohnraum für Studierende machen? Soll er sich überhaupt einmischen?

Es gibt bereits Förderprogramme von Städten, wobei Wohnungen für Studierende subventioniert werden. Diese sollen so beibehalten werden.

 

Sollten Geflüchtete in der Schweiz die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen haben wie Schweizer*innen?

Wenn sie die gleichen und vergleichbaren Ausbildungen nachweisen können und einen langfristig anerkannten Aufenthalt haben, dann soll ihnen diese Möglichkeit geboten werden. Damit kann auch die Integration besser umgesetzt werden.

 

Sind Sie der Meinung, dass ökonomisch profitable Studiengänge wie beispielsweise Wirtschaft oder Informatik eher vom Staat gefördert werden soll als Musik oder Literaturwissenschaften?

Studiengänge sollen so gefördert werden, wie die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt vorhanden ist. Diese Förderung soll aber nicht aufgrund von ökonomisch profitablen Aspekten stattfinden, sondern da ansetzen, wo wir gut ausgebildete Menschen benötigen.

 

Wieso studieren weniger Frauen als Männer naturwissenschaftliche Fächer?

Das hat sicher teilweise mit gewissen gesellschaftlichen Entwicklungen zu tun. Das Interesse für diese Fächer soll sowohl bei Frauen als auch bei Männern gefördert werden, damit diese Unterschiede nicht aus gesellschaftlichem Verständnis von Rollenbildern etc. entstehen. Dann bin ich der Überzeugung, dass sich das in Zukunft ändern wird.