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Die European Students Union kämpft mit dem VSS gegen eine Erhöhung der Studiengebühren in der Schweiz:

„The Social Democrat Party of Switzerland put forward a motion in March requesting that students studying at the Federal Institutes of Technology in Zurich and Lausanne would have to pay between two and three thousand Euros of tuition fees per year, depending on their fiscal residence, while domestic students would have to pay just over one thousand. Additionally, a motion of the Swiss People’s Party demands to double tuition fees for foreign students. ESU is very concerned about these recent developments, since it’s severely endangering student mobility in Europe.

The motion is originally concerning only the two federal institutions but there is an agreement between Swiss universities to harmonize student fees on a national level.  Considering this, the acceptance of these motions will not affect only a limited number of institutions, but this initiative may be used to implement a double tuition system in universities overall the country at a time when Europe should be moving in the opposite direction. The aim should be the creation of more opportunities for everyone to study abroad and not the implementation of discriminating and mobility-restricting measures.

The Federal Assembly of Switzerland is expected to debate the proposal this autumn. If the parliament decides to raise tuition fees for foreign students, Switzerland will lose a large part of its international student community. By applying such a differentiated tuition system for foreigners, Switzerland will not make a significant difference in the overall annual budget of the higher education system but will seriously affect the international exchange programs in which Switzerland is taking part. These motions are in complete opposition with the idea of constructing a European Higher Education Area and the efforts taken to increase student mobility throughout Europe. Moreover, we strongly believe that is not acceptable to implement a selection of students based on financial parameters, but stand for free access to higher education. It is inacceptable to select students based on their financial possibilities. For all these reasons, and because ESU has always taken position to enforce education as an universal right and a public good ESU is strongly against raising tuition fees for foreign students.

A decision to double or even triple the tuition fees paid by students whose parents do not pay taxes in Switzerland would diminish the country’s international student population, reduce cultural diversity and hurt any attempts to attract people from all over the world. Therefore, ESU urges the members of the Swiss parliament to reject the proposition. Additionally, the European Union and the EHEA are required to get involved in the discussion to prevent students from paying these tuition fees and to underline the importance of international student mobility.“

Frauen an den Hochschulen

Frauen*anteile an den Hochschulen – mehr als nur eine Zahl

Die anstehenden Quality Audits lassen auch die Gleichstellung als Qualitätsstandard in den Blickpunkt rücken. Leider werden Aussagen über Gleichstellungsstandards oft nur im Bereich der quantitativen Frauen*anteile auf den verschiedenen Hierarchiestufen der Hochschule getroffen. Dabei wird überprüft, ob der von der Hochschule (und auch von der Politik) angestrebte Frauen*anteil erreicht wurde (z.B. wird bei den Professuren an den Universitäten ein Frauen*anteil von 25% angestrebt – der Schnitt an den Schweizer Universitäten lag 2011 bei 17.7%1. Zum Vergleich: 2011 lag der Schnitt bei den Schweizer Fachhochschulen und den Pädagogischen Hochschulen bei 32.6%2.) Dies sagt allerdings nichts über die Qualität der Hochschule aus und kann schon gar nicht als Indikator für die tatsächliche Gleichstellung an den Hochschulen gelten.

Um den angestrebten Frauen*anteil zu erreichen, werden Programme ausserhalb der Qualitätssicherung geschaffen, welche zumeist nur einzelne Bereiche der Hochschule (wie Mentoringprogramme, spezielle Anlässe für Studentinnen*, Einführungen für Maturandinnen*) betreffen. Um die Chancengleichheit und die tatsächliche Gleichstellung sicherzustellen, braucht es allerdings auch hier umfassende Strategien und Programme, welche die ganze Hochschule betreffen.

Einen solchen Strategie kann die geschlechtergerechte Hochschullehre darstellen. Die Universität Fribourg führte im letzten Jahr ein Selbstevaluationstool zur geschlechtergerechten Hochschullehre ein (http://www.unifr.ch/didactic/eval/index.php). Ziel dieser Selbstevaluation ist die Sensibilisierung der Dozierenden für die geschlechtergerechte Hochschullehre, indem die eigene Lehre unter Genderaspekten beleuchtet werden kann. Dabei stehen die Kommunikation der Lehrperson, die Fachinhalte, die Lehr-/Lernmethoden, die Interaktion, das Selbstverständnis der Lehrperson, die Überprüfung der Leistung der Studierenden und die Evaluation der eigenen Lehre im Fokus. Mittel einer geschlechtergerechten Lehre sind zum Beispiel die geschlechtergerechte Sprache, vielfältige Lehrbeispiele und der Einbezug der Genderstudies.

Die Sensibilisierung für die geschlechtergerechte Lehre und in einem weiteren Schritt auch die Schaffung eines Angebots für die geschlechtergerechte Didaktik kann längerfristig Einfluss auf die Frauen*anteile in den Studienfächer und den Hierachiestufen der Hochschulen haben, da sie versucht alle und besonders auch Frauen* in die Lehre miteinzubeziehen, sie zu fördern und für die Forschung zu ermutigen. Nur indem solche Angebote für die gesamte Hochschule eingeführt werden, kann auch durch den Frauen*anteil eine Aussage über die Qualität der Hochschule getroffen werden.

 Letizia Carigiet ist eine der drei Co-Präsidentinnen der Gleichstellungskommission CodEg des VSS und war bis vor kurzem Vorstandsmitglied der StudentInnenschaft der Universität Bern SUB.

Der VSS veröffentlicht in regelmässigen Abständen Blogbeiträge von Aktiven und Alumnis in ihrer jeweiligen Sprache. Die Beiträge repräsentieren die Meinung der Einzelpersonen.

Qualitätssicherung ja – aber richtig!

Seit Jahren klagen ProfessorInnen, Mittelbau und Studierende über die Qualitätssicherung. Sie sei zu teuer, zu bürokratisch, zu ineffizient. So berechtigt diese Kritik im Einzelfall auch sein mag, wird oft übersehen, worum es in der Qualitätssicherung gehen sollte: Das Setzen und Überprüfen von Anforderungen, die wir als Gesellschaft an die Hochschulen stellen. Wir Studierende haben daran ein immenses Interesse – schliesslich bestimmen wir, woran sich die Hochschulen bei der Ausgestaltung unserer Studien orientiert.
Die in der Schweiz geltenden Qualitätskriterien (Leitfaden, Seite 16) sind ein guter erster Schritt. Die regelmässige Evaluation von Seminaren und Vorlesungen ist ebenso notwendig für ein qualitativ hochwertiges Studium wie die Kommunikation dieser Prozesse oder ausreichend Hörsääle und Seminarräume.
Doch sie genügen nicht, richten sie doch einen sehr statischen Blick auf die Hochschulen, der die soziale Realität, in der sich die Institutionen bewegen, ignoriert. In seinen Perspektiven (Perspektiven zur Hochschullandschaft Schweiz, Seite 39) schlägt der VSS deshalb vier weitere Standards vor, die Hochschulen erfüllen müssen:

1. Gleichstellung: Hochschulen müssen die tatsächliche Chancengleichheit der Geschlechter herbeiführen und die so genannte horizontale und vertikale Segregation (ungleiche Verteilung von Frauen und Männern auf die Studienfächer und die akademischen Karrierestufen) bekämpfen.
2. Soziale Herkunft: Die Hochschulen müssen den sozialen Hintergrund ihrer Studierenden kennen und gewährleisten, dass niemand aufgrund seiner oder ihrer sozialen Herkunft ausgeschlossen wird.
3. Behinderung: Gleiches gilt für Behinderung: Studium und akademische Karriere müssen allen möglich sein. Niemand darf wegen körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen oder chronischen Krankhkeiten daran gehindert werden.
4. Migrationshintergrund: Ebenso muss beides für Menschen mit Migrationshintergrund und Angehörige sprachlicher oder ethnischer Minderheiten möglich sein.

Diese vier Standards sind keineswegs abschliessend, stellen aber das Fundament gerechter Hochschulen dar. Egal, ob Geschlecht, soziale Herkunft, Behinderung oder Migrationshintergrund: Für den Zugang zu Studium und akademischer Karriere dürfen diese Faktoren keine Rolle spielen. Qualitativ hochstehende Hochschulen sollten dies anerkennen und zu ihrer Politik machen.

zum Autor:
Dominik Fitze ist Mitglied des Vorstandes der StudentInnenschaft der Universität Bern (SUB) und Co-Präsident der Kommission für Soziales (SoKo) des VSS.

Le genre au quotidien

de: Virginie Lapaire, Co-Présidente de la commission d’égalité (CodEg)

Le genre au quotidien.

Le genre est un concept dichotomique complexe, utilisé notamment dans les sciences sociales. Le genre fait référence aux différences non biologiques (psychologiques, mentales, sociales, économiques, démographiques, politiques…) distinguant les femmes* et les hommes*. Dans la vie de tous les jours, le genre est, pour simplifier, un ensemble de normes qui permettent de définir ce qui fait une femme* ou un homme*. Ces normes évoluent (lentement) en parallèle avec la société. Mais pourquoi parler du genre au quotidien? En quoi le genre d’une personne est-il important ?
Pour voir à quel point les normes qui définissent le genre sont fortes, il suffit de jouer avec. La façon dont on s’habille, se coiffe, se maquille, est la première chose (et souvent la seule) que les autres perçoivent. Moi-même (genre : non merci ; de sexe biologique féminin), je choisis délibérément de transgresser les normes de genre. Je porte depuis plusieurs années les cheveux très courts et m’habille 90% du temps en jeans/t-shirt/baskets, sans maquillage (pas féminin, mais tellement pratique). C’est mon apparence de base, celle sur laquelle les gens se basent pour interagir avec moi. Mais que ce passe-t-il quand je décide de m’habiller de façon plus féminine, si je laisse pousser mes cheveux ? Les regards changent. Des proches ou des collègues complimentent mes choix vestimentaires. Des inconnu-e-s sont plus souriant-e-s et serviables. Et moi je m’énerve de constater que les gens changent leur façon d’interagir avec moi à cause de mon apparence.
Les personnes transgenres, des personnes dont l’identité de genre est différente de leur sexe biologique, sont malgré elles en première ligne quand il s’agit de discriminations liées au genre, et pas seulement de la part de personnes rencontrées au quotidien, mais également de la part des autorités.
Les personnes trans*, avant d’être officiellement autorisées à changer leur prénom et leur sexe sur leurs papiers d’identités, sont encore, dans la plupart des cantons suisses, forcées de subir au préalable des années de psychothérapie, une thérapie hormonale, diverses opérations de réassignation.
Et c’est là que l’on voit la perversité des normes de genre : l’Etat définit ce qui fait une femme* ou un homme*. Une personne trans* ne désirant pas suivre de thérapie hormonale ou/ni subir d’opérations ne peut actuellement, en Suisse, pas faire changer son prénom et est condamnée à présenter des papiers officiels ne correspondant pas à son identité de genre. Elle sera de facto forcée de révéler son identité transgenre à de multiples reprises. Un article du NZZ Campus
(http://campus.nzz.ch/politik/wenn-das-diplom-intimstes-offenbart) publié en janvier 2013 traite de cette thématique dans le contexte de la formation tertiaire. Les établissements tertiaires délivrent des diplômes selon l’identité officielle de chaque individu-e, mais certains établissements refusent même d’utiliser une autre identité à l’interne, ce qui peut s’avérer problématique au niveau des adresses mails et autres listes de présences à signer. Une personne transgenre* de devrait pas être forcée à révéler ou non son statut de trans* : c’est une décision personnelle.
Tout cela parce que la société définit chacun-e de ses membres comme une
femme* ou un homme*, selon des critères strictes qui ne sont en fait pas applicables à un grand nombre d’individu-e-s. Dans la plupart de ces cas, comme le mien, ce n’est pas important, mais dans certains autres, quand la liberté d’autodétermination de chacun-e est remise en cause, cela devient problématique.

Virginie Lapaire suit une formation pour l’enseignement secondaire I à l’Université de Fribourg. Elle est l’une des co-présidentes de la Commission d’égalité de l’UNES.

La santé des étudiant-e-s depuis Bologne

Le 14 décembre dernier, Luc Recordon a déposé une interpellation au Conseil des Etats qui portait sur la « pression croissante sur les étudiant-e-s ». Le but de cette interpellation était de soulever le débat sur la question de la santé des étudiant-e-s, principalement depuis l’entrée en vigueur de Bologne. Discutée le 21 mars dernier, l’interpellation a été liquidée. Le Conseil fédéral souhaite attendre quelques mois et également la publication de la prochaine enquête de l’OFS sur les étudiant-e-s prévue fin 2013, qui inclut des questions sur la santé, afin d’avoir des données plus concrètes sur la santé des étudiant-e-s.

Le lien entre application de Bologne et santé est intéressant et soulève plusieurs questions : que savons-nous de la santé des étudiant-e-s, physique et psychique ? La réforme de Bologne a-t-elle une influence, positive ou négative, sur l’état de santé des étudiant-e-s, mais également des professeur-e-s, chercheurs/euses, etc. ?

Il est souvent relevé que Bologne a rigidifié la structure des études. L’introduction, dans certaines hautes écoles, d’une durée limitée du temps d’études, l’organisation en paliers des cursus avec le passage au système bachelor/master ou encore l’introduction d’une propédeutique dans les études universitaires sont autant de modifications qui restreignent le cadre d’études, pour les étudiant-e-s mais également pour le corps enseignant. La thématique qui ressort de tout cela est celle de l’application de Bologne dans les hautes écoles ; en effet, un changement structurel ne peut se faire correctement sans un changement des méthodes pédagogiques et du contenu des enseignements. Les enseignant-e-s, sous pression également, ont-ils/elles eu le temps de repenser leurs cours en fonction du nouveau système ? Peuvent-ils/elles continuer à dispenser des enseignements de qualité ? Du point de vue des étudiant-e-s, le constat est alarmant : compacter une licence de 4 ans en 3 ans de bachelor, comme c’est souvent le cas par exemple, n’est pas pertinent et très difficile à réaliser pour les étudiant-e-s; n’oublions pas que plus de 75% des étudiant-e-s travaillent à côté de leurs études, que certain-e-s ont une charge de famille, des problèmes de santé et/ou sont indépendant-e-s financièrement. La charge de travail, qui a passablement augmenté, ne laisse que peu la possibilité aux étudiant-e-s dans ces situations de vie de pouvoir faire des études. Nous touchons ici à l’égalité des chances, qui est alors réduite pour les étudiant-e-s « non-lambda ». Le manque de flexibilité de certaines filières d’études, couplé à des erreurs de jeunesse dans la mise en conformité de certaines filières à Bologne, peut alors engendrer une détérioration des conditions d’études, qui se ressent ainsi sur l’état de santé des étudiant-e-s. Si nous n’avons plus de temps pour lire, pour faire du sport, pour avoir une vie sociale en dehors de nos études, pouvons-nous réellement suivre des études dans de bonnes conditions ? Le but est-il de mettre sa vie entre parenthèse le temps d’être formé-e ? Une formation peut-elle être suivie dans ces conditions ? Et surtout, devons-nous attendre des cas avérés de burn-out ou de maladies chroniques pour prendre des mesures ? J’espère que non.

Il est vraiment nécessaire qu’une étude soit réalisée sur la question de la santé des étudiant-e-s, au niveau national, afin de diagnostiquer les problèmes récurrents et de pouvoir sensibiliser les hautes écoles sur cette thématique, en leur offrant les moyens de trouver des solutions.

– Mélanie Glayre est membre du comité exécutif de l’UNES depuis mars 2013. Avant cela, elle a été co-présidente de la Commission sociale de l’UNES et co-présidente de la FAE (Fédération des associations d’étudiant-e-s de l’Université de Lausanne). Elle est étudiante en Master en Lettres à l’UNIL.

L’UNES publie régulièrement des blogs des personnes actives et alumnis dans la langue correspondante. Les contributions représentent l’opinion de l’auteur-e.