Medienmitteilungen

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Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) verfolgt die aktuellen Diskussionen des Parlaments zur Unternehmenssteuerreform III mit Sorge. Die USR III gefährdet die Finanzierung der Bildung und kann zu einem weiteren Abbau im Bildungsbereich führen, der bereits seit Jahren durch Sparprogramme auf allen Ebenen geschwächt wird. Der VSS fordert deswegen vom Parlament, dass diese Reform nicht zu Lasten der Bildung umgesetzt wird.

Die Unternehmenssteuerreform wird derzeit vom Parlament diskutiert, in der Sommersession wurde sie bereits je einmal vom Ständerat und vom Nationalrat behandelt. In diesem Rahmen möchte der VSS seine Befürchtungen zur Umsetzung der Reform äussern. Die drastische Senkung des Steuersatzes wird in vielen Kantonen zu verminderten Einnahmen führen. Diese werden, wie es die letzten Jahre gezeigt haben, meist durch Abbau in den Bereichen der Bildung, der Gesundheit und der öffentlichen Infrastruktur im Allgemeinen kompensiert. Diese sogenannten Einsparungen setzten die Zukunft unseres Landes für einige kurzfristige Gewinne aufs Spiel.

Deshalb fordert der VSS, dass die Bildung vor den Konsequenzen dieser Reform geschützt wird. Nach Jahren des Sparens oder des Investitionsstopps, ist es notwendiger denn je, in die Bildung der zukünftigen Generationen zu investieren. Zurzeit macht die Schweiz Abstriche in diesem Bereich, ruht sich auf ihren Lorbeeren und riskiert damit ein böses Erwachen.

Der VSS fordert, dass die Unternehmenssteuerreform verantwortungsvoll umgesetzt wird und dass wichtigen Investitionen, wie zum Beispiel die Bildung, für die kommenden Jahre gesichert werden. Dies ist im Interesse aller, denn ein gutes Bildungssystem ist die Grundlage für unsere Zukunft.

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Alexandre Loretan

MM USR3

VSS empfiehlt ein Nein zur Milchkuhinitiative

Am 5. Juni wird über die Initiative „Für eine faire Verkehrsfinanzierung“ abgestimmt. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) ist besorgt über die Sparmassnahmen in der Bildung, die als Konsequenz einer Annahme drohen. Diese Befürchtung wird speziell vor dem Hintergrund des am Mittwoch vom Bundesrat vorgelegten Sparpaketes noch verstärkt. Deshalb empfiehlt der Verband eine Ablehnung der so genannten „Milchkuhinitiative“.

Die Initiative „Für eine faire Verkehrsfinanzierung“ will, dass die Mineralölsteuer ausschliesslich für den Strassenverkehr eingesetzt werden kann. Bei Annahme der Initiative entsteht in der Bundeskasse ein Loch im Umfang von 1.5 Milliarden Franken. Gemäss dem Finanzdepartement käme es im Bereich der Bildung und Forschung bei Bund und Kantonen zu Einsparungen in der Höhe von 415 Millionen Franken. Des Weiteren werden, falls das Parlament dem am Mittwoch vom Bundesrat vorgelegten Stabilisierungspaket zustimmt, über die nächsten drei Jahre weitere 485.3 Millionen für Bildung in der Bundeskasse fehlen.

Aus Sicht des VSS sind auch deshalb weitere Sparmassnahmen in der Bildung nicht tragbar. Für den Verband ist eine für alle zugängliche und qualitativ gute Bildung für das Funktionieren der Gesellschaft unverzichtbar. Bei Annahme der Milchkuhinitiative würde dieses Ziel in weite Ferne rücken. „Die Kantone sparen in der Bildung jetzt schon in einem Ausmass, bei dem die Qualität unserer Schulen und Hochschulen ernsthaft bedroht ist“, sagt Simone Widmer, Geschäftsleitungsmitglied des VSS, „wird die Milchkuhinitiative angenommen, kann zusammen mit den geplanten Sparmassnahmen des Bundes ein Qualitätsverlust bei den öffentlichen Bildungsinstitutionen nicht verhindert werden und die Zukunft der Bildungslandschaft Schweiz ist ernsthaft bedroht.“

Aus diesen Gründen empfiehlt der Verband der Schweizer Studierendenschaften am 5. Juni die Milchkuhinitiative abzulehnen. Keine weiteren Sparübungen – auf allen Ebenen! Denn die Bildung ist die Zukunft der Schweiz!

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Simone Widmer

MM Milchkuh-Initiative

Die Generalversammlung der European Students‘ Union hat Lea Meister zur Präsidentin gewählt. Die Schaffhauserin bringt mehrjährige Erfahrung als Studierendenvertreterin auf nationaler und internationaler Ebene mit. Der VSS ist stolz, dass mit Lea Meister eines seiner ehemaligen Vorstandmitglieder nun an der Spitze der europäischen Studierenden steht.

An der Generalversammlung der European Students‘ Union (ESU), die vom 12. bis 14. Mai in Bergen (Norwegen) stattfand, wurde Lea Meister zur Präsidentin von ESU gewählt. Die European Students‘ Union ist der Dachverband der europäischen Studierendenschaften und repräsentiert die Studierenden aus 38 europäischen Ländern.

Lea Meister war letztes Jahr Vize-Präsidentin von ESU und davor im Vorstand von ESU und des VSS aktiv. Sie hat eine aussergewöhnlich breite Erfahrung in der studentischen Repräsentation, die von der lokalen bis zur internationalen Ebene reicht. „Als Präsidentin von ESU ist es meine Aufgabe, die Interessen aller Studierenden in Europa zu vertreten“, sagt Lea Meister, die ihre Karriere als Studierendenvertreterin an der Uni Basel begonnen hat. „Es ist wichtig, dass sich die Studierenden an vorderster Front für eine qualitativ gute und für alle zugängliche Hochschulbildung einsetzen“, erläutert Lea Meister ihre Motivation.

Der VSS ist sich sicher, dass Lea Meister als Präsidentin ein Gewinn für die europäischen Studierenden ist und dass sie die exzellente Arbeit fortsetzen wird, die sie im letzten Jahr als Vize-Präsidentin geleistet hat. „Wir sind stolz, dass mit Lea Meister ein ehemaliges Vorstandsmitglied des VSS zur Präsidentin von ESU gewählt wurde“, sagt Simone Widmer, Geschäftsleitungsmitglied des VSS. „Mit Lea Meister steht eine Frau an der Spitze, die über einzigartige Kenntnisse der europäischen Bildungslandschaft verfügt und sich unermüdlich für die Interessen der Studierenden einsetzt.“

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Lea Meister, designierte Präsidentin European Students‘ Union
Simone Widmer

MM Wahl Lea Meister

Die Delegiertenversammlung der Studierendenschaft der Universität Lausanne (FAE) hat am Montag entschieden, aus dem nationalen Dachverband auszutreten. Konsequenz davon ist, dass die Studierenden der zweitgrössten Westschweizer Universität auf nationaler und internationaler Ebene nicht mehr vertreten sind. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) bedauert diesen Beschluss und betont, dass eine nationale und solidarische Vertretung für die Verteidigung studentischer Interessen unabdingbar ist.

Die Konsequenzen für die Lausanner Studierenden sind schwerwiegend. Die fehlende Vertretung und somit Verteidigung ihrer Interessen auf nationaler Ebene hat zur Folge, dass ihre Stimme in den verschiedenen nationalen Organisationen (u.a. swissuniversities, SBFI, Schweizerische Hochschulkonferenz) nicht direkt vertreten wird. Ebenfalls verzichten sie auf die internationale Präsenz, für welche die Mitgliedschaft im VSS die Grundlage bietet und die – gerade in Zeiten des Bologna-Systems – äusserst wichtig ist, um die Studierenden auf faire und effiziente Art und Weise zu verteidigen. Nebst diesen Tätigkeiten ist der VSS in Bern auch auf Bundesebene aktiv, um nationale Entscheidungen zu beeinflussen und um die Studierenden gegenüber den Medien zu repräsentieren.

Der übereilte Austritt ist auch deshalb zu bedauern, weil Kritikpunkte der FAE bei der Strukturanpassung, die eben angenommen wurde und bald in Kraft tritt, berücksichtigt wurden. Die FAE will den VSS verlassen, um sich auf die Studierenden vor Ort zu konzentrieren. Aber bei diesem Anliegen darf nicht vergessen gehen, dass die FAE nicht nur Waadtländer Studierende vertritt. Um die Interessen aller ihrer Studierenden zu verteidigen, ist eine nationale Vertretung notwendig. Gabriela Lüthi, Vorstandsmitglied des VSS, fügt hinzu, “es ist schade, dass 13 Studierende, nur um die Ausgaben zu senken, dabei die Solidarität und die Verteidigung von studentischen Interessen in der Schweiz bei Seite lassen. Die Zusammenarbeit mit Studierendenschaften von möglichst vielen Hochschulen ist wichtig, damit die Anliegen der Studierenden auf nationaler und internationaler Ebene gehört und ernst genommen werden.”

Für den VSS,
Gabriela Lüthi (de)
Stephan Rodriguez (fr)

MM FAE verlässt VSS

Genfer Studierende treten dem VSS bei

Der VSS freut sich sehr, dass die CUAE der Universität Genf am Samstag dem VSS beigetreten ist. An der 166. Delegiertenversammlung wurde über ein Projekt zur Unterstützung von studentischen Flüchtlingen und über die Anpassung der Strukturen des VSS debattiert.

Die 166. Delegiertenversammlung des Verbands der Schweizer Studierendenschaften hat am Wochenende vom 22. – 24. April 2016 an der Universität Bern stattgefunden. Die Freude war sehr gross als die Delegierten des VSS am Samstagmorgen dem Beitritt des Studierendenverbandes der Universität Genf zugestimmt haben.

Ebenfalls haben die Delegierten am Sonntag eine neue Geschäftsleitung gewählt. Der Verband wird künftig von Gabriela Lüthi (Universität Fribourg), Josef Stocker (Universität Zürich) und Friedrich Stucki (Universität Bern) angeführt. Der Vorstand wird überdies neu durch Nina Beuret, Line Magnanelli (beide Universität Neuenburg) und Cosima Ruzzo (ETH Zürich) verstärkt.

Der VSS setzt sich für die Unterstützung studentischer Flüchtlinge auf ihrem Weg an die Hochschulen ein. Die DV hat die Ausrichtung des VSS-Projekts „Perspektiven – Studium“ debattiert und unterstützt die studentischen Initiativen, die in diesem Bereich aktiv sind oder es werden wollen. Im Zentrum der Unterstützung stehen die Entwicklung einer Schulung für studentische Mentoren, Vernetzungsarbeit sowie Grundlagenarbeit zum Thema und zu Best Practices.

Der Verband hat ferner eine Resolution zur Unternehmenssteuerreform III verabschiedet. Es wird befürchtet, dass es in Folge davon zu weiteren Sparmassnahmen im Bildungsbereich kommen wird. Der VSS verurteilt die Sparmassnahmen und wird sich entschieden, auf allen Ebenen dagegen einsetzen.

Die Statuten und Reglemente des VSS, welche in dieser Form seit 2014 in Kraft sind, wurden angepasst. Neu wird die Exekutive mit einem Vorstand aus sieben Personen zusammengesetzt, davon bilden zwei Personen das Co-Präsidium. Die Anpassung stärkt auch die Position der Kommissionsleitung, welche neu näher mit dem Vorstand zusammenarbeiten wird.

Für den VSS,

Gabriela Lüthi (fr)
Friedrich Stucki (de)

MM DV