Die aktuelle Situation in der Schweizer Hochschullandschaft ist bedenklich. Kürzlich wurde entschieden, dass an der Universität Basel die Studiengebühren erhöht werden sollen. Auch an den ETHs passiert etwas : Eine parlamentarische Initiative will die Studiengebühren für ausländische Studierende verdreifachen. Dies sind nur zwei besonders auffällige Beispiele unter vielen andern, ebenso beunruhigenden. Es scheint als ob die Politik Bildung, Forschung und Innovation in der Schweiz nur der sozioökonomischen Elite vorbehalten möchte. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) spricht sich explizit gegen diese Haltung aus. In diesem Sinn organisiert die hochschulpolitische Kommission des VSS die schweizweite Aktionswoche « Für einen freien Bildungszugang » vom 13. bis zum 20. September 2013.

Das akademische Jahr 2012/2013 war vom starken politischen Druck geprägt, die Studiengebühren an den Hochschulen der Schweiz zu erhöhen. Es beunruhigt, dass die Ausbildungskosten auf die Studierenden abgewälzt werden sollen, nur weil sich die öffentliche Hand zunehmend aus dem Bildungsbereich zurückziehen will. Erhöhungen der Studiengebühren widersprechen dem Prinzip der Chancengleichheit und beschränken den Zugang zur Hochschulbildung.

Niemand darf vom Zugang zur Bildung ausgeschlossen werden. Sie muss es jedem und jeder ermöglichen, sich zu bilden und sich einzubringen. Es ist dringend nötig, dass Bund und Kantone ihre Verantwortung endlich wahrnehmen und in die Zukunft der Schweiz investieren. Bildung ist ein öffentliches Gut – es muss dementsprechend gewährleistet werden, dass jeder und jede mit den entsprechenden Fähigkeiten und Neigungen ein Hochschulstudium in Angriff nehmen kann.

Zum diesjährigen Semesterstart wollen die Sektionen des VSS daran erinnern, dass sich die Studierenden vehement gegen Studiengebührenerhöhungen wehren werden. Aus diesem Grund koordiniert die Hochschulpolitische Kommission (HoPoKo) des VSS die schweizweite Aktionswoche „Für einen freien Bildungszugang“ vom 13. bis 20. September. Die einzelnen Sektionen werden im Vorfeld über ihre Aktionen informieren. Die Aktionen finden an den beiden eidgenössischen technischen Hochschulen (Zürich und Lausanne), an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg, Lausanne, Neuenburg, Zürich und den Fachhochschulen Bern und Nordwestschweiz statt. Das Ziel der Aktionswoche ist es, gegenüber allen EntscheidungsträgerInnen deutlich zu machen, dass die Studierenden die finanziellen Ausfälle der öffentlichen Hand weder selber tragen können noch wollen.

Für Chancengleichheit und gegen soziökonomische Ungleichbehandlung an den Hochschulen – Weil Ausbildung Zukunft schafft!