Dossier zur Medienkonferenz vom 23. Januar 2017

Publikation des Positionspapiers: Hochschulzugang für studentische Geflüchtete

Junge Geflüchtete in der Schweiz brauchen Perspektiven. Ein abgebrochenes Studium an einer Schweizer Fachhochschule oder universitären Hochschule fortzusetzen, ist ein möglicher Weg dahin. In der Schweiz verhindern hohe strukturelle und administrative Hürden, dass Geflüchtete es an eine Hochschule schaffen. Das muss sich ändern.

Im Rahmen des Projektes „Perspektiven – Studium“ hat der Verband der Schweizer Studierendenschaften VSS ein Positionspapier zum Hochschulzugang studentischer Geflüchteter verfasst und stellt Forderungen an Hochschulen, Bund, Kantone und Sozialdienste.

Pressemappe Positionspapier

MM Publikation Positionspapier: Hochschulzugang für studentische Geflüchtete

Zeitungen

  • Forderung des Studierendenverbands: Asylbewerber sollen studieren können – Flüchtlinge, die in der Schweiz studieren wollen, stehen vor etlichen Hürden. Der nationale Studierendenverband möchte diese aus dem Weg räumen und hat am Montag in Zürich ein entsprechendes Positionspapier präsentiert. NZZ, 23.1.2017
  • Il faut favoriser l’accès des réfugiés aux études – L’accès aux études est actuellement très compliqué pour les réfugiés. L’Union des étudiants de Suisse souhaite des modifications. 24 Heures, 23. 1. 2017
  • Asylbewerber sollen studieren können – Der nationale Studierendenverband fordert einen besseren Hochschulzugang für Migranten. NZZ, 24. 1. 2017

Fernsehen

  • Accès des réfugiés dans les universités: exigences financières – L’Union des étudiants de Suisse demande davantage, sous la forme d’un soutien financier. RTS Info 24. 1. 2017
  • „Atenei aperti ai rifugiati“– E‘ la richiesta dell’Unione degli universitari, che domanda norme d’ammissione meno esigenti. Telegiornale (RSI), 23. 1. 2017
  • Können Flüchtlinge bald studieren? – Mit einem Schnupper-Semester will die Universität Zürich Flüchtlings-Studenten den Hochschulzugang und damit die Integration erleichtern. ZüriNews, 23. 1. 2017

Radio

Und Erasmus+?

Zum Abschluss der Wintersession hat das Schweizer Parlament eine Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative beschlossen, die die bilateralen Verträge nicht verletzt. Dadurch wurde für die Vollassoziierung ans Forschungsprogramm Horizon 2020 der Weg freigemacht. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) hofft, dass im nächsten Jahr der gleiche Einsatz für die Assoziierung an das Mobilitätsprogramm Erasmus+ geleistet wird.

Ebenfalls wurden die Rahmenkredite für die Bildung, Forschung und Innovation für die kommenden Jahre bestätigt und das Stabilisierungsprogramm dementsprechend angepasst. Leider haben es der Bundesrat und das Parlament wieder verpasst, das Stipendienwesen in der Schweiz zu verbessern. Durch die Weigerung, die Bundesbeiträge an die Kantone für Ausbildungsbeiträge zu erhöhen, wird den Kantonen kein Anreiz für die Harmonisierung gegeben. Das interkantonale Stipendienkonkordat wird somit nicht gestärkt, und mehrere Kantone haben bereits Kürzungen in diesem Bereich angekündigt.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an:
Gabriela Lüthi

MM Wintersession 2016

Workshop – „Moderations- und Konfliktkompetenz“

Wir freuen uns, euch zu unserem dritten Workshop, im Rahmen unseres neuen Dienstleistungsangebots, einladen zu dürfen. Der VSS will damit die Sektionen in ihrer Verbandsarbeit unterstützen und interessierten Studierenden einen Einblick in politische Themengebiete geben.

Der Workshop findet am Dienstag, 13. Dezember 2016 von 18:15 – 20:45 Uhr in Bern in den Räumlichkeiten des VSS statt.

Das Programm und Details zum Inhalt findet ihr im Anhang.

Grundsätzlich können alle Studierende an diesen Workshops teilnehmen. Anmeldungen der Sektionen werden bevorzugt behandelt.

Wir bitten euch, euch bis am 10.12.2016 unter Angabe von Name, Vorname und Hochschule, bei info@vss-unes.ch verbindlich anzumelden.

Für Fragen und Auskünfte stehen wir euch gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüsse
Das Bureau

Kursausschreibung

Weltstudierendentag oder die Bedeutung studentischen Aktivismus

Zum Anlass des Weltstudierendentags, der jeden 17. November gefeiert wird, unterstreicht der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) die Notwendigkeit, den Studierenden zuzuhören. Er erinnert auch an die Studierenden in der ganzen Welt, die jeden Tag, mitunter auch in Angst um Leib und Leben, für den Zugang zu Bildung kämpfen.

Der Weltstudierendentag gedenkt der Studierenden, die im Jahre 1939 in Prag gegen den Einmarsch der Nationalsozialisten in der Tschechoslowakei demonstrierten. Die Proteste wurden von den Nazis blutig niedergeschlagen, neun Studenten hingerichtet, über Tausend Studierende in Konzentrationslager gebracht. Daraufhin schlossen die Nazis alle tschechischen Universitäten. Das war vor 77 Jahren. Repressionen gegen Studierende und wofür sie stehen – kritisches Denken, Teilhabe am demokratischen Leben – sind jedoch nicht nur Vergangenheit.

Die Situation in der Schweiz ist nicht vergleichbar mit der im November 1939 in Prag. Aber auch eine Regierung, die unter dem Vorwand des Sparens als erstes die Budgets der Hochschulen kürzt, beschränkt den Zugang zur Universitas, zur Gemeinschaft des Wissens, zur Welt. Sie verwehrt so den Zugang zu Bildung, zu Wissen und somit zur Möglichkeit, die Stimme zu erheben. Der Entscheid von Sparmassnahmen in der Bildung ist folglich nie harmlos, stete Wachsamkeit ist hier verlangt. Der VSS fordert, dass die Bildung nicht mehr die beliebteste Zielscheibe der PolitikerInnen auf der ganzen Welt ist. Denn wir brauchen zukünftige Generationen, die qualifiziert, ausgebildet und offen sind.

Studierende dürfen nicht einfach als wirtschaftliche Last oder als unangenehme Kritikerinnen und Kritiker abgetan werden. Sie sind der Nachwuchs, ihnen sollte die Zukunft gehören. Im aktuellen politischen Klima, in dem die Politik mit den Ängsten der Menschen spielt, ist es dringend nötig, sich daran zu erinnern, dass Bildung ein wichtiges Gut und ein grundlegender Wert für die Schweiz und die Welt ist. Ohne Bildung gibt es keine Demokratie – das ist keine neue Erkenntnis: Autoritäre Regimes beginnen mit der Schliessung der Hochschulen und um Widerstand zu unterdrücken, werden Studierende und deren ProfessorInnen eingesperrt. In Brasilien, in Mexiko, in Südafrika, in Syrien in der Türkei; es gibt viele Beispiele für Studierende, die für ihr Recht auf Bildung kämpfen.

„An diesem internationalen Tag der Studierenden fordern wir die Schweizer Politik auf, sich der Bedeutung der Bildung in der Schweiz und der Tragweite der jüngsten Spar- und Abbaurunde im Hochschulbereich bewusst zu werden“ sagt Gabriela Lüthi vom VSS. Noch ist es nicht zu spät für einen Paradigmenwechsel gegen die systematische Einschränkung des Bildungszugangs. „Im Namen aller Studierenden, die täglich dafür kämpfen, studieren zu können: Hören sie auf die Stimmen der Betroffenen!“

Kontakt: Gabriela Lüthi
MM Students Day