Am 5. April 2017 rufen SchülerInnenorganisationen in verschiedenen Schweizer Städten unter dem Hashtag #KeLoscht zu Demonstrationen gegen den Abbau in der Bildung auf. Der VSS unterstützt die Mobilisierung und ruft die Studierenden dazu auf, an den Demonstrationen der SchülerInnenorganisationen teilzunehmen. Die Abbaupolitik betrifft alle Bildungsstufen, auch die Hochschulen.

Der Bund und die Kantone investieren immer weniger in die Bildung. In den letzten Jahren kam es zu mehreren Abbaupaketen, die den Bildungsbereich betrafen. Besonders hart wurden dabei die SchülerInnen und Studierenden im Kanton Luzern getroffen. Als Resultat der Tiefsteuerstrategie des Kantons mussten in den Gymnasien und Berufsschulen Zwangsferien eingeführt werden, da nicht mehr genügend Geld für den Schulbetrieb vorhanden war. Auch bei den Hochschulen wurden Beträge in Millionenhöhe gestrichen. Für den VSS ist dies nicht
akzeptabel.

Der VSS begrüsst es, dass sich jetzt überregionaler Widerstand gegen die kantonale Spar- und Abbaupolitik in der Bildung zu formieren beginnt. «Es ist wichtig aufzuzeigen, dass die immer wiederkehrenden Spar- und Abbaupakete in der Bildung keine isolierten Erscheinungen sind, sondern in einem grösseren Zusammenhang gesehen werden müssen», sagt Josef Stocker, Co-Präsident des VSS. «Es kann nicht sein, dass PolitikerInnen bei jeder Gelegenheit betonen, dass die Bildung die einzige Ressource der Schweiz sei, bei der Budgetdebatte dann aber ohne mit der Wimper zu zucken im Bildungswesen die Klinge ansetzen.»

Am 5. April werden SchülerInnenorganisationen in

  • Luzern (13:15, Treffpunkt: Helvetiaplatz),
  • Zürich (14:00, Bürkiplatz),
  • Basel (15:00, Barfüsserplatz),
  • Aarau (13:15, Bahnhofplatz) und
  • Genf (16:00, entweder Place des Volontaires oder Place du Mont Blanc)
  • ihre Stimme gegen den Abbau in der Bildung erheben. Der VSS unterstützt die Schülerinnen und Schüler und ruft die Studierenden dazu auf, sich dem Protest anzuschliessen.

    Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an:
    Josef Stocker, Co-Präsident des VSS, 076 502 31 38, josef.stocker@vss-unes.ch
    Samuel Zbinden, Koordinator SchülerInnenprotest, 079 351 60 61, vlso@bluwin.ch

    Medienmitteilung „#KeLoscht“

    Geflüchtete Frauen auf dem Weg in Beruf und Bildung: Welche Fragen muss sich unsere Gesellschaft stellen?

    Es ist kein Geheimnis: junge Geflüchtete haben es in der Schweiz nicht einfach, zu Bildung und Beruf zu kommen.
    Wie aber wirkt sich das Zusammenkommen von Fluchthintergrund und Weiblichkeit auf ihre Chancen in unserer Gesellschaft aus? Welche Fragen muss sich unsere Gesellschaft stellen, um einen Schritt in Richtung Chancengleichheit zu machen?

    Wir wissen heute zu wenig über geflüchtete Frauen in der Schweiz, besonders wenn es um Bildungs- und Berufseinstieg geht. Die Veranstaltung will gemeinsam Fragen und Ausgangspunkte erarbeiten, um diesem Unwissen in Zukunft Abhilfe schaffen zu können.

    Zwei kurze Inputs eröffnen die Diskussion
    a) Zu den Schwierigkeiten im Hochschulzugang für Geflüchtete, VSS
    b) Frauenspezifische Fluchtgründe

    Podiumsdiskussion
    Dieter Balmer, SAH co-opera, Mentoring Berufseinstieg Geflüchtete
    Raquel Herzog, Sao association, Frauen für Frauen auf der Flucht
    Avin Mahmoud, Geflüchtete, Menschenrechtsaktivistin, studiert an Uni Bern Jus
    Milena Wegelin, Terre des femmes
    Moderation : Andrea Oertle, foraus-Mitglied

    Veranstaltungsort
    F021 Unitobler, Lerchenweg 36, Bern
    Mittwoch, 5. April 2017, 19h00

    Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme: Die Verantwortlichen der Flüchtlingsprojekte „Perspektiven – Studium“ (VSS) und „Offener Hörsaal Bern“ (SUB)

    Studierende hintergangen

    Am Samstag wurde bekannt, dass der Bund offenbar entgegen aller bisherigen Bekundungen, nicht einmal über eine Mitgliedschaft der Schweiz in Erasmus+ verhandeln will. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) fühlt sich zu Recht hintergangen und fordert den Bund auf, umgehend Verhandlungen über die Mitgliedschaft in Erasmus+ aufzunehmen!

    Am Samstag wurde durch Presseberichte im St. Galler Tagblatt und in der Luzerner Zeitung bekannt, dass das Staatssekretariat für Bildung Forschung und Innovation (SBFI) offenbar keine Verhandlungen über die Mitgliedschaft der Schweiz bei Erasmus+ führt. Dies steht in krassem Gegensatz zu seinen bisherigen Aussagen, dass nach Unterzeichnung des Kroatienprotokolls wieder eine Mitgliedschaft in Erasmus+ angestrebt wird. Der VSS ist enttäuscht über dieses Vorgehen und fühlt sich hintergangen. Der VSS fordert, dass das SBFI umgehend Verhandlungen mit der Europäischen Kommission aufnimmt und eine Mitgliedschaft möglichst ab 2018 anstrebt.

    “Die Übergangslösung fokussiert sich vor allem auf die studentische Mobilität und vernachlässigt die anderen Teile des Erasmus+-Programms”, sagt Josef Stocker, Co-Präsident des VSS. “Erasmus+ ist ein Kooperations- und Förderprogramm in den Bereichen der beruflichen und allgemeinen Bildung, der Jugend und des Sports; besonders die Berufsbildung könnte stark von der Mitgliedschaft der Schweiz bei Erasmus+ profitieren.”

    Die Übergangslösung wird nie ein Ersatz für Erasmus+ sein. Dies zeigt auch der am Samstag von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) veröffentlichte und von diversen Jugendorganisationen unterzeichnete Aufruf, in dem ebenfalls die sofortige Aufnahme von Verhandlungen gefordert wird. “Damit eine allfällige permanentere Übergangslösung für die Studierenden, aber auch für die Berufsbildung und die Jugendverbände, akzeptabel wäre, müsste diese gegenüber der aktuellen Übergangslösung massiv ausgebaut werden. Ein solches Programm wird aber nie ein gleichwertiger Ersatz für Erasmus+ sein”, sagt Stocker.

    Für Fragen wenden Sie sich bitte an:
    Josef Stocker

    Den Aufruf für Erasmus+ von der SAJV, unter anderem unterzeichnet vom VSS, finden sie hier:
    http://www.sajv.ch/wp-content/uploads/2017/02/20170204_Aufruf-Erasmus.pdf

    Medienmitteilung

    Du möchtest Mitglied in unserem Akkreditierungspool werden und damit die Chance erhalten an Qualitätssicherungsverfahren in der Schweiz oder im Ausland teilzunehmen?

    Auch diesen Frühling bieten wir wieder ein eintägiges Qualifizierungsseminar für Qualitätssicherung an. Es richtet sich an alle interessierten Studierenden und findet am Samstag, den 3. März 2018 von 9 Uhr bis ca. 18 Uhr in Bern statt. Nach der Schulung werden die Teilnehmenden in den studentischen Akkreditierungspool aufgenommen und können an Qualitätsprüfungsverfahren teilnehmen und sich aktiv bei der qualitativen Evaluation der Hochschulen beteiligen.

    Grundsätzlich können alle Studierenden Mitglied des Studentischen Akkreditierungspools werden. Von Vorteil sind u.a. gute Kenntnisse des Schweizer Hochschulsystems, studentische Partizipationserfahrung und Verbleib im Status eines Studierenden für ein- bis eineinhalb Jahre.

    Anmeldungen bitte bis zum 23. Februar 2018 über den Link zur Anmeldung.

    Resolution „Studieren und Erwerbsarbeit“

    Ausgearbeitet, verfasst und den Delegierten zur Abstimmung vorgelegt von der HoPoKo. Verabschiedet an der 167. Delegiertenversammlung im November 2016 in Basel.

    Eine der zentralsten inhaltlichen Forderungen des VSS ist seit jeher Chancengerechtigkeit: Ein Studium muss allen fähigen und motivierten Personen offen stehen. Niemand soll ein Studium abbrechen müssen oder gar nicht erst beginnen können, weil er oder sie finanziell auf Erwerbstätigkeit angewiesen ist.