An diesem 9. Februar 2016, genau zwei Jahre nach der Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative, ist die studentische Mobilität immer noch von den gravierenden Auswirkungen der Volksinitiative betroffen. Aus diesem Grund möchte der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) die Bilanz der Folgen dieser Volksinitiative ziehen.

Die Schweizer Geschichte hat selten eine Initiative gekannt, deren Konsequenzen für die Studierenden so verheerend waren. Die Annahme der Masseinwanderungsinitiative hat noch heute schwere Folgen für die Schweizer Hochschulen.

Die direkten Folgen der Annahme der Initiative gegen die Masseneinwanderung vom 9. Februar 2014 auf die studentische Mobilität sind:

  • Die Suspendierung der Verhandlungen über den Beitritt der Schweiz im Programm Erasmus+. Dies bedeutet, dass die Schweiz nun als Drittland am Programm teilnimmt, was ihre Partizipationsmöglichkeiten einschränkt.
  • Absagen an Schweizer Studierende von manchen europäischen Hochschulen.
  • Ein Rückgang der Anzahl der Studierenden, die aus dem Ausland kommen, um zwischen 11.4% und 38%. Die Zahlen variieren zwischen den Hochschulen.

Der VSS bittet den Bundesrat sowie alle europäischen Staaten die Ausbildung und die Forschung zu schützen und mehr Massnahmen zu ergreifen, um die noch bestehenden Auswirkungen der Masseneinwanderungsinitiative auf die tertiäre Ausbildung zu vermindern und die Zugehörigkeit der Schweiz am europäischen Hochschulraum zu gewährleisten. Wie Stephan Rodriguez, Vorstandsmitglied des VSS sagt: “Ausbildung schafft Zukunft! Es ist wichtiger denn je, diese Zukunft zu bewahren.”

Der VSS möchte ebenfalls die geleistete Arbeit und Bemühungen anerkennen, die in der Hochschullandschaft gemacht wurden, um diese Krisensituation zu bewältigen und die Folgen der Abstimmung zu verringern. Und auch die nötigen Notmassnahmen, die seitens der Regierung getroffen wurden, werden vom VSS begrüsst. “Es bleibt noch viel zu tun. Das Problem ist gross. Der VSS wird jedoch die Schweizer Ausbildung mit aller Kraft verteidigen.” fügt Stephan Rodriguez hinzu.

Für den VSS,

Stephan Rodriguez (fr)
Gabriela Lüthi (de)

MM 9. Februar