Inmitten der Basler Herbstmesse haben sich am 12. und 13. November Studierende zur 167. Delegiertenversammlung des Verbands der Schweizer Studierendenschaften (VSS) getroffen. Verabschiedet haben die Delegierten unter anderem ein Positionspapier über den Hochschulzugang für studentische Geflüchtete. Gefordert wird, dass potentielle Studierende unter den Geflüchteten möglichst früh im Asylprozess erkannt werden und dass ihnen anschliessend keine weiteren und besonderen Hürden in den Weg gestellt werden.

Seit ungefähr einem Jahr führt der VSS das Flüchtlingsprojekt „Perspektiven–Studium“, das studierfähigen Geflüchteten beim Zugang zu Hochschulen Hilfe leisten will. Das Positionspapier zu dieser Thematik gibt zum einen Überblick über die aktuelle Lage von potentiellen studentischen Geflüchteten, zum anderen stellt es verschiedene Forderungen an die Hochschulen, die Kantone und den Bund. Nebst dieser theoretischen Grundlage organisiert der VSS auch Schulungen für Mentorinnen und Mentoren an verschiedenen Hochschulen. Diese Studierenden aus der Schweiz stehen dann geflüchteten Studierenden beim Studium oder dem Schnuppersemester zur Seite, um eine erfolgreiche Integration in die Hochschule sicherzustellen.

Ebenfalls verabschiedet wurde eine Resolution zu Studium und Erwerbsarbeit. Bekanntlich gehen drei Viertel aller Studierenden neben ihrem Studium einer Erwerbstätigkeit nach. Oft auch, weil das Geld gebraucht wird und das Stipendienwesen in der Schweiz noch immer ungenügend ist. Der VSS möchte nun, dass studieren sowohl Teilzeit wie auch Vollzeit möglich ist, um den unterschiedlichen Bedürfnissen, Lebensbedingungen und Wünschen von Studierenden Rechnung zu tragen. Die Delegierten haben auch die Themenfelder der Verbandsarbeit festgelegt, das Budget verabschiedet und den neuen Vorstand gewählt.

Organisiert wurde die Delegiertenversammlung von der skuba, der studentischen Körperschaft der Universität Basel. Diese Tatsache ist besonders erfreulich, wurde doch noch vor einem Jahr über den Austritt oder den Verbleib diskutiert. Bekanntlich stimmte eine grosse Mehrheit der Studierenden der Universität für den Verbleib im VSS. Auch die Studierenden der Universität Lausanne haben Anfang dieses Monats in einer Urabstimmung ihren Willen zum Verbleib im nationalen Dachverband geäussert. Die deutlichen Resultate zeigen, dass den Studierenden eine nationale Interessenvertretung, wie sie der VSS seit bald hundert Jahren macht, wichtig ist.

Kontakt:
Gabriela Lüthi

MM 167. DV