Chancengleichheit

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Die Familieninitiative der CVP wurde diesen Sonntag 8. März 2015 vom Volk und den Kantonen abgelehnt. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) hat im Vorfeld zu dieser Initiative keine Stellung bezogen, betont aber, dass es notwendig ist, Massnahmen zu ergreifen, um Familien zu unterstützen. Viele Studierende in der Schweiz wohnen bei ihren Eltern und sind von deren finanziellen Unterstützung abhängig – viel zu wenige erhalten jedoch Ausbildungsbeihilfen! Die Initiative des VSS „für eine Harmonisierung des Stipendienwesens“ sorgt für Abhilfe: Sie bietet Familien eine reale Unterstützung für die Ausbildung ihrer Kinder.

Gemäss einer kürzlich von verschiedenen europäischen Statistikämtern gemeinsam durchgeführten Studie1 leben in der Schweiz über 40% der Studierenden während der Ausbildung noch bei ihren Eltern. Aber auch das durchschnittliche Budget derjenigen, die nicht zu Hause wohnen, hängt stark von der direkten finanziellen Unterstützung durch die Eltern ab: Laut der Studie trifft dies auf 40% der zur Verfügung stehenden Mittel zu. Im europäischen Vergleich steht die Schweiz nicht gut da: Die Zahl der EmpfängerInnen von staatlichen Ausbildungsbeiträgen ist gering. Innerhalb von zwanzig Jahren ist der Anteil der EmpfängerInnen zudem von 12% auf 7% geschrumpft2. Eine Verbesserung der Stipendien-Situation ist dringend notwendig: Es braucht eine effiziente und zukunftstaugliche Lösung, um Familien die Unterstützung ihrer Kinder zu ermöglichen!

Die nationale Volksinitiative „für eine Harmonisierung des Stipendienwesens“, über die am 14. Juni 2015 abgestimmt wird, stellt eine solche Lösung dar: Ihr Ziel ist es, die Höhe der Beiträge sowie die Vergabekriterien von Stipendien auf nationaler Ebene zu vereinheitlichen. Diese Harmonisierung verhindert, dass junge Menschen auf eine Ausbildung verzichten müssen weil ihre familiäre Herkunft ungenügende finanzielle Mittel aufbringen kann oder sie in einem Kanton beheimatet sind, dessen Ausbildungsbeihilfe nur äusserst gering ausfällt. Die Stipendieninitiative löst diese dringenden Probleme und ermöglicht einen fairen Zugang zur Bildung!

(1)Social and Economic Conditions of Student Life in Europe. Synopsis of Indicators. Eurostrudent V 2012-2015, HAUSCHLIDT Kristina (dir.), GWOSC Christoph, NETZ Nicolai, MISHRA Shweta, Bielefed : W. Bertelsmann Verlag, 2015. http://www.eurostudent.eu/download_files/documents/EVSynopsisofIndicators.pdf
(2)RTS, Les bourses d’études se font de plus en plus rares en Suisse, 15. September 2014. http://www.rts.ch/info/suisse/6144035-les-bourses-d-etudes-se-font-de-plus-en-plus-rares-en-suisse.html

Luisa Jakob, Koordinatorin Kampagne Deutschschweiz (luisa.jakob@vss-unes.ch)
Maxime Mellina, Mitglied des VSS-Vorstands (maxime.mellina@vss-unes.ch)

Medienmitteilung vom 16.2.2015Die Initiative will, dass die 26 kantonalen Stipendienwesen harmonisiert werden. Heute unterscheiden sie sich massiv, so dass in jedem Kanton andere Regeln bei der Vergabe der Stipendien gelten. Das ist unfair! Wer ein Stipendium benötigt für seine Ausbildung an einer höheren Fachschule, Fachhochschule, ETH oder Universität, soll überall in der Schweiz die gleichen Chancen haben. Heute hängt das vom Wohnkanton ab. Das ist unfair. Zudem ziehen sich Bund und Kantone laufend aus der Verantwortung zurück. So hat der Bund seine Subventionen in den letzten Jahren um 75% gekürzt. Und gerade in der heutigen Situation des Fachkräftemangels braucht es Leute mit Ausbildungen, die zu ihnen passen und nicht zum Portemonnaie der Eltern. Die Stipendieninitiative ermöglicht ein einheitliches Stipendienwesen und damit einen fairen Zugang zur Bildung. Stipendien sind insbesondere dort notwendig wo es überhaupt nicht oder nur beschränkt möglich ist einer Nebenerwerbstätigkeit nachzugehen. Dies ist beispielsweise im Gesundheits- und Ingenieurwesen der Fall. Also genau dort wo wir dringend mehr Fachkräfte benötigen. Ein Stipendium hilft somit dabei dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den erfolgreichen Ausbildungsabschluss zeitnah zu ermöglichen. Dies stärkt den Wirtschafts- und Bildungsstandort Schweiz. Ein Stipendium soll, nebst der Unterstützung durch die Familie und einer studienbegleitenden Erwerbstätigkeit, jungen Personen eine höhere Ausbildung ermöglichen. Darum setzt sich der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) für ein JA zur Stipendieninitiative ein – Weil Ausbildung Zukunft schafft!Lea Oberholzer (de) und Iván Ordas Criado (fr)FB_DE_def

Ja zur Stipendieninitiative am 14. Juni 2015!

Medienmitteilung vom 18.12.2014
Der Bundesrat hat heute entschieden, dass die Stipendieninitiative am 14. Juni 2015 zur Abstimmung kommt. Die Initiative will, dass die 26 kantonalen Stipendienwesen harmonisiert werden. Heute unterscheiden sie sich massiv, so dass in jedem Kanton andere Regeln beim Zugang zu Stipendien gelten. Das ist unfair.

Wer ein Stipendium braucht für seine Ausbildung an einer höheren Fachschule, Fachhochschule, ETH oder Universität, soll überall in der Schweiz die gleichen Chancen darauf haben. Heute hängt das vom Kanton ab. Das ist unfair. Und gerade bei Fachkräftemangel braucht es Leute mit Ausbildungen, die zu ihnen passen und nicht zum Portemonnaie der Eltern. Die Stipendieninitiative des Verbandes der Schweizer Studierendenschaften (VSS) ermöglicht ein einheitliches, nationales Stipendienwesen und damit einen fairen Zugang zur Bildung.

Stipendien sind insbesondere dort notwendig wo es überhaupt nicht möglich ist einer Erwerbstätigkeit neben der Ausbildung nachzugehen. Denn die meisten Studierenden (ca. 75%) arbeiten neben dem Studium, dies ist aber beispielsweise bei einem Medizinstudium oder einem Bauingenieurstudium nicht möglich. Ein Stipendium dient also auch dazu dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den erfolgreichen Ausbildungsabschluss zeitnah zu ermöglichen. Dies stärkt am Ende auch den Wirtschafts- und Bildungsstandort Schweiz. Zudem ziehen sich Bund und Kantone laufend aus der Verantwortung zurück. So hat der Bund seine Subventionen in den letzten Jahren um 75% gekürzt.Ein Stipendium soll, nebst der Unterstützung durch die Familie und einer studienbegleitenden Erwerbstätigkeit, motivierten Personen, die die Fähigkeiten besitzen, eine höhere Ausbildung ermöglichen.

Darum setzt sich der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) für ein JA zur Stipendieninitiative ein – Weil Ausbildung Zukunft schafft!

Lea Oberholzer (de) und Iván Ordas Criado (fr)

Medienmitteilung vom 18.12.2014
Der Grossrat des Kantons Wallis hat heute beschlossen, Darlehen auf Kosten von Stipendien zu erhöhen. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) verurteilt diesen Entscheid. Der Kanton Wallis kann es sich nicht leisten, junge Personen vor die Entscheidung zu stellen, sich zu verschulden, um überhaupt eine Ausbildung machen zu können, oder aber auf eine Ausbildung zu verzichten.

Der Grossrat des Kantons Wallis fördert mit diesem Entscheid die Jugend-verschuldung. Anstatt dass junge Personen ihre Ausbildung in Angriff nehmen können, müssen sie sich mit der Frage beschäftigen, ob sie sich einen Schuldenberg aufbürden wollen, um überhaupt studieren zu können. Erfahrungswerte zeigen, dass viele Personen auf ihre Ausbildung verzichten, wenn sie diese nur mit einem Darlehen finanzieren können. Wird es nun zum Privileg, eine Ausbildung absolvieren zu können? Nicht berücksichtigt wurde bei diesem Entscheid, dass Darlehen einen massiv grösseren bürokratischen Aufwand für den Kanton Wallis bedeuten, was auch der Regierungsrat in seiner Antwort auf die Motion darlegt. Zudem verursachen die Darlehen etwa den Zinsaufwand von einer Million Franken pro Jahr für den Kanton Wallis.

Mit dem Entscheid des Walliser Grossen Rates dividieren sich die kantonalen Stipendiensystem noch stärker auseinander. So werden in Zukunft Walliser Studierende gegenüber Waadtländer Studierenden benachteiligt, da deren Kanton kein Darlehensregime kennt. Das Stipendienwesen tatsächlich weiterentwickeln kann nur die Stipendieninitiative des VSS, die nächstes Jahr zur Abstimmung kommt. Sie fordert, dass für alle Studierenden der höheren Fachschulen, Fachhochschulen, Universitäten und ETHs dieselben Regeln beim Zugang zu Ausbildungsbeiträgen gelten.

Kein Fairplay des Parlamentes beim Zugang zur Bildung

Medienmitteilung vom 12. Dezember 2014
Wer ein Stipendium braucht für seine Ausbildung an einer höheren Fachschule, Fachhochschule, ETH oder Universität, soll überall in der Schweiz die gleichen Chancen darauf haben. Heute hängt das vom Kanton ab. Das ist unfair. Und gerade bei Fachkräftemangel braucht es Leute mit Ausbildungen, die zu ihnen passen und nicht zum Portemonnaie der Eltern. Der verabschiedete Gegenvorschlag ist seines Inhaltes entleert worden und löst die Probleme nicht. Einzig die Stipendieninitiative des Verbandes der Schweizer Studierendenschaften (VSS) ermöglicht ein einheitliches, nationales Stipendienwesen und damit einen fairen Zugang zur Bildung.

Mit der nun erfolgten Streichung des Artikels 15, dem minimalen Vollstipendium, durch die Einigungskonferenz erweist sich der Gegenvorschlag als beinahe gegenstandslos. Die
Bundesversammlung bekennt sich somit nicht zur Brisanz und Dringlichkeit des Problems.
Einerseits liegt die Kompetenz bei den Kantonen, was zu 26 völlig unterschiedlichen Stipendienwesen führt. Ob man ein Stipendium bekommt, hängt in erster Linie vom Wohnkanton ab und nicht von der finanziellen und sozialen Lage der Person. Andererseits ziehen sich Bund und Kantone laufend aus der Verantwortung zurück. So hat der Bund seine Subventionen in den letzten Jahren um 75% gekürzt.
Ein Stipendium soll es motivierten Personen, die die Fähigkeiten besitzen, eine höhere Ausbildung ermöglichen – nebst der Unterstützung durch die Familie und einer studienbegleitenden Erwerbstätigkeit.
Stipendien sind insbesondere dort notwendig wo es überhaupt nicht möglich ist einer Erwerbstätigkeit neben der Ausbildung nachzugehen. Denn die meisten Studierenden, deren 75%, arbeiten neben dem Studium, dies ist aber beispielsweise bei einem Medizinstudium oder einem Bauingenieurstudium nicht möglich. Ein Stipendium dient also auch dazu, dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den erfolgreichen Ausbildungsabschluss zeitnah zu ermöglichen. Dies stärkt am Ende auch den Wirtschafts – und Bildungsstandort Schweiz.
Darum setzt sich der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) für ein JA zur Stipendieninitiative ein – Weil Ausbildung Zukunft schafft!