Kampagne Studierenden GA

Das Studierenden GA soll Ende Jahr abgeschafft werden. Das nervt und ist zudem absolut unnötig. So sieht es zumindest der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS-UNES-USU). Bist du auch unserer Meinung? Dann lass bei uns deinen Frust ab!

Wir sind auf der Suche nach Videobeiträgen von ca. 30 Sekunden, in denen du erzählst oder zeigst, wieso du die Abschaffung schlecht findest und/oder wie du dann davon betroffen sein wirst. Es ist nicht zwingend, dass du auf dem Video zu sehen oder zu hören bist, wenn du nicht willst. Lass deiner Kreativität freien Lauf! Die Videos werden dann auf unseren Social Media veröffentlicht. Die drei Videos mit den meisten Interaktionen können sich auf folgende Preise freuen:

  • Ein Publibike-Jahresabo im Wert von 99.-
  • Einen Gutschein für ein Abendessen für zwei Personen im “Bahnhöfli” Restaurant deiner Nähe
  • Einen Eintritt für zwei Personen ins Verkehrshaus Luzern
  • Um die geplante Abschaffung zu verhindern, ist es wichtig, möglichst Druck auf die Politik und die Alliance SwissPass auszuüben. Deshalb ist deine Teilnahme von grosser Bedeutung!

    Die Alliance SwissPass hat gestern Mittwoch (24.6.2020) in einer Medienmitteilung bekannt gegeben, dass das Studierenden GA für 25–30-jährige abgeschafft wird. Es soll durch einen einmaligen Rabatt von 500 Franken beim Wechsel auf das Erwachsenen-GA kompensiert werden. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) findet dies skandalös und sieht das als eine enorme Gefährdung der Chancengerechtigkeit. Deshalb fordert er die ÖV-Unternehmen mit Nachdruck dazu auf, das Studierenden-GA nicht abzuschaffen.

    Medienmitteilung vom 25.06.2020

    Trotz Corona: Chancengerechtigkeit nicht vergessen!

    Die besonderen Umstände im Kampf gegen das Covid-19 Virus betreffen uns alle. Auch die Studierenden sind in ihrem Alltag eingeschränkt und können nicht wie gewohnt ihr Studium weiterführen. Zudem herrschen an vielen Hochschulen Unklarheiten, wie das Semester abgeschlossen werden soll und wie ihr didaktischer Auftrag erfüllt werden kann. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) hat deshalb eine Liste mit Forderungen erstellt, die für einen erfolgreichen und gerechten Semesterabschluss beachtet werden müssen.

    Medienmitteilung vom 6.04.2020

    Der Artikel im „Bund“ und „Tagesanzeiger“ vom 20. Juni 2018 bezieht sich auf den Bildungsbericht 2018, der vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) am Vortag veröffentlicht wurde. Richtigerweise wird hervorgehoben, dass immer noch unterdurchschnittlich wenige Frauen in der Schweiz Toppositionen besetzen. Dies wird der mangelnden Wettbewerbsbereitschaft der Frauen zugeschrieben.

    Die darin gemachten Schlussfolgerungen sind allerdings nicht repräsentativ für den Bericht, auf den sie sich zu stützen behaupten, und darüber hinaus sehr kritikwürdig. Denn der Bund verkennt die wirklichen Schwierigkeiten des weiblichen Geschlechts in der akademischen Welt und beschuldigt die Frauen, selber für die Ungleichheiten verantwortlich zu sein, denen sie ausgesetzt sind. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall, wie die Studie A challenge to the meritocratic principle and to women’s careers – And what to do about it. zeigt, die im Januar 2018 von der League of European Research Universities (LERU) veröffentlicht wurde. Wenn Frauen auch im Vergleich zur Zahl der BewerberInnen nur begrenzten Zugang zu den höchsten Ebenen in der akademischen Welt haben, liegt dies vor allem an impliziten Vorurteilen gegenüber des weiblichen Geschlechts, durch die sie während ihrer gesamten akademischen Laufbahn benachteiligt werden. Noch beunruhigender ist, dass das Problem in ganz Europa vorherrscht und sich die Situation trotz der unternommenen Anstrengungen nicht verbessert.

    Der VSS setzt sich für eine Gewährleistung der Chancengleichheit für beide Geschlechter ein, das bedeutet gleichberechtigter Zugang, gleiche Erfolgsaussichten und gleiche Karrierechancen.

    Der VSS fordert deshalb:

  • Sicherstellen, dass alle Hochschulen über kompetente und ausreichend ausgestattete Strukturen zur Förderung der Gleichstellung verfügen
  • Berücksichtigung von Gender- und Gleichstellungsaspekten bei jeder Entscheidung mit politischen oder strukturellen Konsequenzen für die Hochschule
  • Öffentliche Ausschreibung von Stellenangeboten und explizit an Frauen gerichtete Anzeigen. Darüber hinaus müssen potenzielle Kandidat*innen ausdrücklich aufgefordert werden, ihre Bewerbungen einzureichen.
  • Chancengleichheit beim Zugang zur Hochschulbildung

    Anlässlich der Aktionswoche gegen Bildungsabbau möchten wir erneut betonen, dass die Chancengleichheit im Bereich der Hochschulbildung noch immer nicht erreicht ist. Ob eine Person an einer Hochschule studieren kann, hängt zu oft davon ab, welche Herkunft, soziale Stellung und finanziellen Mitteln sie hat.

    Deshalb begrüsst der VSS das Engagement der Studierenden, die sich in der Aktionswoche gegen Bildungsabbau für die Chancengleichheit eingesetzt haben. “In unseren Augen ist es beschämend, dass in einem Land wie der Schweiz Studierende einen Bildungsaufstand ausrufen müssen, um den allgemeinen Zugang zu etwas zu fordern, das allen zusteht.”, sagt Jonas Schmidt, Co-Präsident des VSS.

    Wir fordern hiermit die Entscheidungsträger_innen in Politik, Kantonen und Hochschulen auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und zu handeln und stellen folgende Forderungen:

  • Die Studiengebühren an den Schweizer Hochschulen dürfen nicht erhöht werden.
  • Das Stipendienwesen muss mit verpflichtenden Auflagen für die Kantone harmonisiert werden.
  • Der Gebührenerlass nach Bedürftigkeitsprüfung soll an allen Schweizer Hochschulen eingeführt werden, solange die Studiengebühren nicht abgeschafft werden.
  • Die studentische Partizipation und Mitbestimmung an den Hochschulen muss weiter ausgebaut werden.
  • Bund und Kantone müssen in Zukunft entsprechend den steigenden Studierendenzahlen mehr Mittel zugunsten der tertiären Bildung und der Forschung zur Verfügung stellen.