Erasmus+

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Erasmus und die Schweiz: Wie weiter?

Am 13. November 2018 veranstaltete die Kommission Internationales & Solidarität (CIS) des Verbands der Schweizer Studierendenschaften (VSS) eine Podiumsdiskussion [Link zur Videoaufnahme] zum Thema «Erasmus und die Schweiz: Wie weiter?». Nach wie vor steht fest: die Übergangslösung ist nicht zufriedenstellend und auf lange Frist ist die Vollassoziierung der Schweiz die einzig sinnvolle Lösung.

Medienmitteilung

Die Schweiz und Erasmus: wie weiter?

«Hast du schon gewusst, dass ich nächstes Jahr ein Erasmussemester im Ausland mache?» «Guter Witz, die Schweiz ist ja nicht einmal Mitglied bei Erasmus.» «Wie meinst du das jetzt? Es gibt doch da diese Austauschprogramme…»

Nun ja, die Beziehung der Schweiz zum Erasmus- programm der EU kann durchaus etwas verwirrend sein. Unsere Podiumsdiskussion soll hier etwas Licht ins Dunkeln bringen.

Wie wird es hier in Zukunft weiter gehen? Wie wird das Nachfolgeprogramm ab 2021 aussehen? Wird die Schweiz endlich vollassoziiertes Mitglied des Programms? Wieso wird das Forschungsprogramm Horizon 2020 anders behandelt als Erasmus? Was ist der Unterschied zwischen der schweizerischen Übergangslösung (SEMP) und dem Erasmusprogramm? Dies sind nur einige der spannenden Fragen die an der Diskussion behandelt werden.

Sei auch du mit dabei bei der Diskussion und dem anschliessenden Apéro!

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) lehnt die Selbstbestimmungsinitiative entschieden ab. Die Annahme der Initiative gefährdet die Position der Schweiz im europäischen Hochschulraum und würde für Hochschulen und deren Studierende die gewinnbringende Zusammenarbeit auf europäischer Ebene bedrohen.

Deshalb lehnt der VSS die Initiative ab und fordert alle dazu auf, am 25.November 2018 zur Abstimmung zu gehen. Denn Studium, Wissenschaft und Forschung leben von Diversität und Austausch und dafür braucht es offene und international gut vernetzte Schweizer Hochschulen. 

Medienmitteilung

Erasmus+

Erasmus+ ist ein EU-Programm im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung, Jugend und Sport. Der Studierendenaustausch ist der wichtigste und bekannteste Teil dieses Programms. Langfristig kann das Abseitsstehen der Schweiz für Schweizer Studierende zu einer massiven Verschlechterung der Austauschmöglichkeiten führen! Bereits heute gibt es Einschränkungen.

Unterschreibe jetzt die Petition: Jugendverbände und fordere Bundesrat und Parlament zur sofortigen Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der EU auf!

Zusätzliche Informationen/Materialien:

  • VSS: Factsheet
  • swissuniversities: Plädoyer für eine Reassoziierung an Erasmus+
  • SAJV: Aufruf für Erasmus+!

  • Willst du dich dafür einsetzen, dass die Schweizer Studierenden auch weiterhin von den vielfältigen Möglichkeiten des Erasmus+-Programms profitieren können?
    Dann trage dich ein unter: https://www.vss-unes.ch/erasmusplus

    Träumen von einem fairen Hochschulzugang

    Ein Studium an einer Hochschule aufnehmen und absolvieren zu können, setzt auch gewisse Rahmenbedingungen voraus. Dazu gehört auch der bezahlbare Wohnraum. Die 168. Delegierten-versammlung des Verbands der Schweizer Studierendenschaften (VSS), die vom 29. und 30. April in Zürich stattfand und vom VSETH organsiert wurde, verabschiedete ein Positionspapier zu diesem Thema. Auch über die Durchlässigkeit zwischen den Hochschultypen und über Erasmus+ wurde diskutiert.

    In vielen Schweizer Städten herrscht Wohnungsnot und die Mieten sind teuer. Aber Studierende, die oftmals mit einem kleineren Budget auskommen müssen, brauchen erschwingliche Wohnmöglichkeiten, im Idealfall in der Nähe der Hochschule, um lange Wege und die damit verbundenen Kosten zu vermeiden. Deswegen ruft der VSS die Hochschulen, die Städte und die Kantone dazu auf, sich für bezahlbaren Wohnraum für Studierende in der Nähe der Hochschulen einzusetzen.

    Ein anderes wichtiges Thema an diesem Wochenende war das europäische Mobilitäts-programm Erasmus+. Am letzten Donnerstag teilte der Bundesrat mit, er strebe vor 2021, dem Startjahr für das Nachfolgeprogramm von Erasmus+, keine Mitgliedschaft in Erasmus+ an. Diese Strategie wird nicht aufgehen. Auch um einen Beitritt ab 2021 ins Nachfolgeprogramm sicherzustellen, müssen die Verhandlungen jetzt aufgenommen werden. Wenn die Schweiz das Risiko eingeht, auch vom Nachfolgeprogramm von Erasmus+ ausgeschlossen zu sein, zeigt dies den Studierenden und der Jugend, die von einem internationalen Austausch¬programm profitieren würden, dass sie für den Bund keine Priorität haben.

    Auch die Buchhaltung stand auf dem Programm dieser Zürcher DV: die Jahresrechnung wurde präsentiert und abgenommen. Die Delegierten machten auch regen Gebrauch von ihrem Wahlrecht und wählten mit Jonas Schmidt (Berner Fachhochschule) und Lia Zehnder (Universität Fribourg) zwei neue Vorstandsmitglieder, die ab August den Vorstand verstärken.

    Schlussendlich hat Prof. Helbing von der ETH Zürich die exzessiven Auswüchse der Digitalisierung dargelegt, aber auch ausgeführt, wie die schier unendlichen Möglichkeiten der digitalen Welt demokratisch und fair umgesetzt werden können. Er wies auch auf die Wichtigkeit des Träumens und der Kreativität hin, da sie es uns ermöglichen, zu handeln und Neues aufzubauen, und bedauerte, dass diese Fähigkeiten in der heutigen Zeit zu wenig wertgeschätzt werden. Studierende werden oft kritisiert, sie stünden mit den Beinen nicht fest auf dem Boden: Doch ihre Träume werden unerlässlich für die Konstruktion einer gerechteren Welt sein, in der alle ihre Traum(aus)bildung absolvieren können.

    Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an:
    Gabriela Lüthi, Co-Präsidentin des VSS

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