Podiumsdiskussion 5. April 2017, 19:00 Uhr an der Uni Bern

Geflüchtete Frauen auf dem Weg in Beruf und Bildung: Welche Fragen muss sich unsere Gesellschaft stellen?

Es ist kein Geheimnis: junge Geflüchtete haben es in der Schweiz nicht einfach, zu Bildung und Beruf zu kommen.
Wie aber wirkt sich das Zusammenkommen von Fluchthintergrund und Weiblichkeit auf ihre Chancen in unserer Gesellschaft aus? Welche Fragen muss sich unsere Gesellschaft stellen, um einen Schritt in Richtung Chancengleichheit zu machen?

Wir wissen heute zu wenig über geflüchtete Frauen in der Schweiz, besonders wenn es um Bildungs- und Berufseinstieg geht. Die Veranstaltung will gemeinsam Fragen und Ausgangspunkte erarbeiten, um diesem Unwissen in Zukunft Abhilfe schaffen zu können.

Zwei kurze Inputs eröffnen die Diskussion
a) Zu den Schwierigkeiten im Hochschulzugang für Geflüchtete, VSS
b) Frauenspezifische Fluchtgründe

Podiumsdiskussion
Dieter Balmer, SAH co-opera, Mentoring Berufseinstieg Geflüchtete
Raquel Herzog, Sao association, Frauen für Frauen auf der Flucht
Avin Mahmoud, Geflüchtete, Menschenrechtsaktivistin, studiert an Uni Bern Jus
Milena Wegelin, Terre des femmes
Moderation : Andrea Oertle, foraus-Mitglied

Veranstaltungsort
F021 Unitobler, Lerchenweg 36, Bern
Mittwoch, 5. April 2017, 19h00

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme: Die Verantwortlichen der Flüchtlingsprojekte „Perspektiven – Studium“ (VSS) und „Offener Hörsaal Bern“ (SUB)

V-HFKG

Die Stellungnahme zuhanden dem SBFI ist nur in französischer Sprache verfügbar.

Pressemitteilung: Studierende fordern: Nachhaltigkeit an Schweizer Hochschulen!

Die Schweizer Studierenden machen sich für Nachhaltigkeit stark. In Zusammenarbeit entwickelten der Verband Schweizer Studierendenschaften (VSS) und der Schweizer Verband Studentischer Organisationen für Nachhaltigkeit (VSN) ein Forderungspapier “Nachhaltigkeit an die Schweizer Hochschulen!”. Die Nachhaltigkeitswoche der fünf Hochschulen in Zürich macht sechs dieser Forderungen eine Woche lang zum Thema.

Am 7. März 2016 werden die Forderungen von VSS und VSN veröffentlicht, pünktlich zum Auftakt der Nachhaltigkeitswoche der fünf Zürcher Hochschulen, einer studentischen Grossveranstaltung, welche Nachhaltigkeit auf den Ebenen der Politik, Gesellschaft und auch auf persönlicher Ebene behandelt. An dieser offiziellen Pressekonferenz werden die Forderungen der Studierenden präsentiert. OrganisatorInnen sind der VSN, VSS und die Nachhaltigkeitswoche.
Die Studierenden richten sich mit konkreten Anforderungen direkt an die Hochschulen der Schweiz – dies ist ein Meilenstein in der studentischen Partizipation in der Hochschullandschaft. Die beiden Organisationen VSN und VSS vertreten gesamthaft über 100’000 Studierende, und so fällt ihre Stimme durchaus ins Gewicht.

Primär fordern die Studierenden von den Hochschulen, dass das Konzept der Nachhaltigkeit in der Lehre des tertiären Bildungsbereichs verankert wird. Darüber hinaus erwarten sie eine gesamtheitlich nachhaltige Betriebsführung sowie verstärkte Unterstützung von studentischen Initiativen. Auch Bund und Kantone sind angesprochen: Nachhaltigkeit soll Teil des Leistungsauftrages an Hochschulen sein, die Fortsetzung entsprechender Förderprogramme wird begrüsst.

Passend dazu startet die diesjährige Nachhaltigkeitswoche mit dem nationalen studentischen Aktionstag “Nachhaltigkeit an Schweizer Hochschulen!”. Ziel des Aktionstages ist es, die Hochschulen direkt auf das Thema Nachhaltigkeit anzusprechen. In Zürich, Fribourg, Bern, Genf und Lausanne wird das Forderungspapier direkt an die Hochschulen übergeben.

Die Nachhaltigkeitswoche konkretisiert die genannten Forderungen. Jeden Tag thematisieren sie dabei eine: die stärkere Integration der Nachhaltigkeit in die Lehre, mehr Forschung und Lehre zu Wachstumskritik, Entwicklung einer Strategie für nachhaltige Geldanlagen, einen Nachhaltigkeitsbericht an jeder Hochschule, Reduktion der Flugemissionen, und die verstärkte Partizipation der Studierenden. Ein Besuch lohnt sich!

Für den VSS,

Anna Rickenbach

Pressemitteilung VSN-VSS Nachhaltigkeit

Beitritt des VSS zur Bildungskoalition NGO

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS UNES USU) ist der Bildungskoalition NGO, einem Netzwerk von über 30 NGOs, beigetreten. Beide Organisationen wollen in Zukunft stärker zusammenarbeiten und ihren Einfluss auf die Bildungs- und Hochschulpolitik verstärken. In einer gemeinsamen Erklärung sind folgende Schwerpunkte vereinbart worden:

Partizipation
Der VSS und die Bildungskoalition NGO setzen sich für studentische Partizipation ein. Sie soll es den Studierenden und der Zivilgesellschaft erlauben, als vollwertige Partner (vgl. das Communiqué der europäischen Bildungsminister von Prag 2001) an Entscheidungen teilzunehmen und den Hochschulraum mitzugestalten – sei dies auf nationaler, internationaler, institutioneller oder fakultärer Ebene. Verbindliche Mitwirkungsstandards für Universitäten, ETH, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen sind ein gemeinsames Kernanliegen. Dazu gehört auch die Partizipation auf allen Ebenen der Qualitätssicherung. Zudem sind Bedingungen dafür zu schaffen, dass studentische Partizipation niederschwellig und unabhängig von den sozioökonomischen Verhältnissen möglich ist.

Siehe dazu auch die vor kurzem publizierten Mitwirkungsstandards an Schweizer Fachhochschulen (www.vss-unes.ch/fh-projekt/) die der VSS mit Unterstützung des SBFI erarbeitet hat.

Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit an Hochschulen geht über die ökologische Betriebsführung hinaus: Auch Lehre und Forschung werden im Sinne der nachhaltigen Entwicklung hinterfragt und weiterentwickelt. Studentische Initiativen sind vielerorts in diesen Belangen positiv aufgefallen oder gar als treibende Kraft identifiziert worden. Die Bildungskoalition NGO und der VSS engagieren sich gemeinsam für eine Hochschulkultur und -politik der nachhaltigen Entwicklung. Projekte wie „Sustainable Universities“ sind an allen Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen markant auszubauen und zu professionalisieren (vgl. Bildungskoalition NGO, Position zu „Sustainable Universities“, 2015, http://www.bildungskoalition.ch/de/news/2015/03/16/sustainable-universities/). Nachhaltigkeitsbelange sollen in den Prozess der Qualitätssicherung und Akkreditierung weiter
einbezogen werden.

Transparenz und Compliance
Der VSS und die Bildungskoalition NGO sind der Ansicht, dass Bildung ein öffentliches Gut und ein Menschenrecht ist. Die Ökonomisierung der Hochschulen gefährdet die Unabhängigkeit von Lehre und Forschung an Hochschulen. Deshalb fordern sie die vollumfängliche Transparenz als eine conditio sine qua non für den Umgang mit Drittmitteln an Hochschulen und die Begleitung von Drittmittelprozessen durch ein unabhängiges Gremium (vgl. das Positionspapier des VSS zu Drittmitteln, erscheint 2015).

Der VSS und die Bildungskoalition NGO erwarten seitens der Hochschulen die Errichtung und Einhaltung von hohen regulatorischen und ethischen Standards zur Compliance (vgl. Bildungskoalition NGO, Zukunfts-Agenda SBFI, 2014,
http://www.bildungskoalition.ch/de/news/2014/11/11/zukunftsagenda/).

Kontakt:
Oriana Schällibaum, Vorstand VSS, Tel. 079 303 43 52,
oriana.schaellibaum@vss-unes.ch
Ueli Bernhard, Geschäftsleitung Bildungskoalition NGO, Tel. 031 311 16 02,
info@bildungskoalition.ch

MM Bildungskoalition-VSS