Qualitätssicherung

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Du möchtest Mitglied in unserem Akkreditierungspool werden und damit die Chance erhalten an Qualitätssicherungsverfahren in der Schweiz oder im Ausland teilzunehmen?

Auch diesen Frühling bieten wir wieder ein eintägiges Qualifizierungsseminar für Qualitätssicherung an. Es richtet sich an alle interessierten Studierenden und findet am Samstag, den 3. März 2018 von 9 Uhr bis ca. 18 Uhr in Bern statt. Nach der Schulung werden die Teilnehmenden in den studentischen Akkreditierungspool aufgenommen und können an Qualitätsprüfungsverfahren teilnehmen und sich aktiv bei der qualitativen Evaluation der Hochschulen beteiligen.

Grundsätzlich können alle Studierenden Mitglied des Studentischen Akkreditierungspools werden. Von Vorteil sind u.a. gute Kenntnisse des Schweizer Hochschulsystems, studentische Partizipationserfahrung und Verbleib im Status eines Studierenden für ein- bis eineinhalb Jahre.

Anmeldungen bitte bis zum 23. Februar 2018 über den Link zur Anmeldung.

Du möchtest Mitglied in unserem Akkreditierungspool werden und damit die Chance erhalten an Qualitätssicherungsverfahren in der Schweiz oder im Ausland teilzunehmen?

Auch dieses Jahr bieten wir wieder ein eintägiges Qualifizierungsseminar für Qualitätssicherung an. Es richtet sich an alle interessierten Studierenden und findet am Samstag, den 03. Oktober 2015 von 9 Uhr bis ca. 18 Uhr in Bern statt. Nach der Schulung werden die Teilnehmenden in den studentischen Akkreditierungspool aufgenommen und können an Qualitätsprüfungsverfahren teilnehmen und sich aktiv bei der qualitativen Evaluation der Hochschulen beteiligen.

Grundsätzlich können alle Studierenden Mitglied des Studentischen Akkreditierungspools werden. Von Vorteil sind u.a. gute Kenntnisse des Schweizer Hochschulsystems, studentische Partizipationserfahrung und Verbleib im Status eines Studierenden für ein- bis eineinhalb Jahre.

Anmeldungen bitte mit Namen, Hochschule und Studiengang bis zum 18. September 2015 an akkreditierungspool@vss-unes.ch.

Die Studentische Partizipation sichert die Qualität

verabschiedet am 1. September 2012 an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung des VSS in ZürichDer VSS erwartet, dass die Versprechen in die Tat umgesetzt werden und bald die studentische Beteiligung und der Einbezug weiterer Hochschulangehörigen in der Qualitätssicherung und Akkreditierung der Hochschulbildung gänzlich gewährleistet sind. Dieses Versprechen ist so alt wie die Bologna-Reform, wird aber nicht von allen AkteurInnen der Schweizer Hochschullandschaft gleich verstanden und umgesetzt. Das Thema der Qualitätssicherung in der Hochschulbildung hat seit das neue, aber noch nicht in Kraft gesetzte, eidgenössische Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz angenommen wurde, an Wichtigkeit und (medialer) Aufmerksamkeit gewonnen.

Die Einigung über die Ziele und den Umfang dieser Sicherung der Qualität wird prioritär werden und der VSS fordert die Hochschulen und die zugehörigen nationalen Koordinationsorganen auf, die Diskussion gemeinsam und mit den Studierenden zu führen. Doppelspurigkeiten in den Konzepten und im Prozedere der Qualitätssicherung könnten endlich vermieden und eliminiert werden, wenn die Erarbeitung der Standards von einem einzigen Organ gemacht werden würde: der zukünftige Hochschulrat, in welchem die Studierenden nur beratende Stimme haben. Der VSS fordert, dass die Studierenden im Hochschulrat nicht nur Einsitz, sondern auch Stimmrecht haben. In froher Erwartung werden heute die Vorbereitungen doppelt und dezentral gemacht – die Schweizerische Universitätskonferenz für die Universitäten und die eidgenössischen technischen Hochschulen, das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie für die Fachhochschulen – wobei es sinnvoller wäre, gemeinsame Arbeitsschritte einzuleiten, die Koordination zwischen den Hochschultypen zu fördern und ein Fazit aus vergangenen Prozessen zu ziehen, ohne die Autonomie der einzelnen Hochschulen in der Definition und Gestaltung ihrer internen Evaluation- und Qualitätssicherungspolitik zu gefährden. Die Erfahrungen der Programmakkreditierungen, vor allem an den Fachhochschulen, und die der Quality Audits an den universitären Hochschulen könnten dem zukünftigen Akkreditierungsrat als Basis für die Vorbereitungen dienen. Der VSS identifiziert diesen als Schlüsselinstitution und erhofft sich, dass die in diesem Gremium verankerte studentische Partizipation ernst genommen wird. So erwarten wir, dass mehrere Sitze für die VertreterInnen der Studierenden aus dem VSS zu Verfügung gestellt werden, im Sinne einer realistischen, machbaren und effektiven und für die Studierenden qualitative Partizipation! Das angebrachte Partizipationsrecht der Hochschulangehörigen ist ein „sine qua non“ Umstand für die Akkreditierung der Institutionen, wie die Weiterentwicklung der Qualität der Hochschulbildung, die Garantie der Chancengleichheit und Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern. Der VSS findet sich in diesen Forderungen wieder, möchte aber weiter denken und den Weg zur tatsächlichen Anerkennung dieser Partizipationsrechte durch die AkteurInnen der Hochschullandschaft angehen. Auf nationaler Ebene kommt es mittlerweile zu einem systematischen Einbezug eines/r studentischen ExpertIn aus dem studentischen Akkreditierungspool im ExpertInnengremium für externe Evaluationen, Akkreditierungen und Audits, der VSS ist im Qualitätsnetzwerk der Hochschulen vertreten und unsere Bemühungen um Einbindung in der Steuerung der nationalen Akkreditierungsagentur haben sich bezahlt gemacht. Der VSS hat sich stets für eine reelle Demokratisierung von Hochschulstrukturen eingesetzt und befürwortet die gemeinsame Entscheidungsfindung aller relevanten Gruppen. Dieses Prinzip konsolidiert das Vertrauen zwischen den AkteurInnen in der Bildungs- und Forschungslandschaft, das für eine sinnvolle und legitime Qualitätssicherung notwendig ist. Wir sind der Überzeugung, dass es an der Zeit ist, weitere Schritte im Sinne der Partizipation zu unternehmen, besonders im Bereich der internen Qualitätssicherung. Dazu muss dringend eine Basis für die Partizipationsrechte geschaffen, Einigung zur Zusammenarbeit erzielt und die resultierenden Konsequenzen akzeptiert werden. Das bedeutet, dass die Evaluation der Qualität und ihres Sicherungssystems divergierende und kritische Meinungen aushalten und Verbesserungsvorschläge und längerfristige Veränderungen zulassen muss. Dies sind alles eigentliche Ziele der Qualitätssicherung, die es anzuerkennen gilt – ansonsten wird das ganze System der Qualitätssicherung in Zweifel gezogen. Die simple Reduktion der Partizipation auf die Möglichkeit, sich zum Thema zu äussern, ist heuchlerisch und entspricht nicht dem Standard „eine Rolle für die Studierenden und weiteren Interessierten vor[zu]sehen“[1] Für den VSS und seine Sektionen ist es klar, dass diese Formulierung eine grössere, proaktive und konsequente Beteiligung impliziert und diese die einzig mögliche Umsetzung der Partizipation darstellt. Der VSS fordert eine sinnvolle und ernste Planung der Beteiligung der Studierenden an den anstehenden Quality Audits der universitären Hochschulen und stellt den Anspruch auf die Mitarbeit in den Selbstevaluationsgruppen, auf die selbständige Berichterstattung der Studierendenschaften der Universitäten und ETHs innerhalb des Selbstevaluationsverfahren, auf die Möglichkeit über das Verfahren an sich und über die Resultate Stellung zu nehmen und auf den kritischen und konstruktiven Dialog mit den externen ExpertInnen. Zum Schluss ist für den VSS klar, die Qualität der Qualitätssicherung misst sich an der Qualität der Partizipation!


[1] Standard 1.1 European Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area, ENQA, Helsinki, 2005.

Keine Qualitätssicherung zum Spottpreis

verabschiedet am 18. November 2012 an der Delegiertenversammlung des VSS in Bern Seit Beginn des Bologna-Prozess 1999, und seit 2003 insbesondere[1], ist die  (europäische) Qualitätssicherung integraler Bestandteil der Hochschullandschaft(en). Ebenfalls seit 2003 werden Studierende als sogenannte „full partners“ im Bereich der Hochschulbildung anerkannt – folglich auch im Bereich der Akkreditierung und Qualitätssicherung[2]. In den verschiedenen externen[3] Qualitätssicherungsverfahren an Hochschulen bilden Studierende Teil des ExpertInnenpanels und tragen bei den Prozessen Verantwortung, liefern Inputs, werten aus und beteiligen sich konstruktiv. Studierende sind per Definition unabdingbarer Bestandteil des Panels[4]. Zu einem klassischen Verfahren gehört die Evaluation der Unterlagen, die Vorbereitung der Visite vor Ort, die Teilnahme an dieser und im Anschluss das Verfassen eines Schlussberichtes.

Verschiedene Erfahrungen zeigen jedoch, dass die Honorationen und Anerkennung von studentischen ExpertInnen für Akkreditierungen und Qualitätssicherungsverfahren stark zwischen den verschiedenen Agenturen variieren. Einzelne Agenturen bezahlen eine dreimal niedrigere Entschädigung als andere. Deshalb stellt der Verband der Schweizer Studierendenschaften, VSS, folgende Forderungen auf: Forderung I: gleiche Bezahlung Studentische ExpertInnen in Akkreditierungsgremien sind anderen Mitgliedern (beispielsweise ProfessorInnen) grundsätzlich gleichgestellt. Das gilt auch und besonders in Bezug auf die Bezahlung, die sich am Arbeitsaufwand des jeweiligen Mitglieds der Akkreditierungskommission und nicht an dessen Status orientieren sollte. Der Beitrag der Studierenden zur Qualitätssicherung ist jenem der ProfessorInnen und weiteren ExpertInnen in allen Bereichen gleichwertig. Unterschiede in Bezug auf Kompetenz und Leistungsfähigkeit sind nicht begründbar. Des Weiteren ist die Vorbereitung für Studierende mindestens gleich zeitintensiv wie für ProfessorInnen. Es handelt sich bei Studierenden in Gremienmitgliedern ausdrücklich nicht um studentische Hilfskräfte, sondern um „full partners“. Eine unterschiedliche Bezahlung kann nicht gerechtfertigt werden. Forderung II: Lohnausfälle verhindern                                              Studierende beziehen im Gegensatz zu ProfessorInnen in der Regel kein Festgehalt von der jeweiligen Hochschule und können sich nicht auf AssistentInnen stützen, stattdessen arbeiten sie in der Regel auf Stundenlohnbasis ausserhalb der Hochschulen. Für Studierende ist die Teilnahme an einer Akkreditierung oder einem Qualitätssicherungsverfahren daher meist mit Lohnausfällen verbunden, da während des Verfahrens keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen werden kann Wir fordern, dass solche Lohnausfälle bei der Berechnung der Honoration berücksichtigt werden, da sonst eine kontinuierliche Mitarbeit von Studierenden nicht garantiert werden kann. Forderung III: ExpertInnen brauchen Zeit Eine ideale Vorbereitung, Durchführung und gründliche Nachbearbeitung der Teilnahme an einem Verfahren beträgt mindestens sieben Arbeitstage. Dies verunmöglicht einerseits, dass der oder die Studierende an den Vorlesungen und Seminaren teilnehmen kann und andererseits kann während dieser Zeit möglicherweise keiner Erwerbsarbeit nachgegangen werden. Deshalb ist es unabdinglich, dass die Hochschulen Absenzen für die studentischen ExpertInnen akzeptieren und die notwendigen Schritte dafür vornehmen („Beurlaubung“ oder Ähnliches). Studierende, welche an einem Akkreditierungs- oder Qualitätssicherungsverfahren teilnehmen, sollen eine Bestätigung und eine Empfehlung der Agentur erhalten, die Studierenden für die Zeit des Verfahrens an den Hochschulen zu entschuldigen und bei dem/der ArbeitgeberIn die Akzeptanz zu gewährleisten. In diesem Sinne ist es wünschenswert, die studentischen ExpertInnen in den Verhandlungen mit ihren jeweiligen ArbeitgeberInnen zu unterstützen. Forderung IV: Kein Lohndumping Es kann nicht akzeptiert werden, dass ausländische Agenturen, wenn sie an Schweizer Hochschulen mit Schweizer Studierenden arbeiten, geringere Honorationen zahlen, als hier ansässige Organisationen. Es darf nicht toleriert werden, dass Hochschulen und Hochschulträger bei der Akkreditierung oder Qualitätssicherung sparen, indem sie auf ausländische Agenturen mit anderem Lohnniveau zurückgreifen. Agenturen, die in der Schweiz arbeiten, müssen die hier üblichen Löhne zahlen. Des Weiteren tragen Bund, Kantone und Hochschulträger die Kosten für die Sicherung der Qualität an den Schweizer Hochschulen und müssen ihre Verantwortung gegenüber den involvierten Studierenden wahrnehmen und darauf hinarbeiten, dass die hier aufgestellten Forderungen erfüllt werden.


[1] 2003 wurde entschieden, dass die ESG (European Standards and Guidelines) von der ENQA (European Association for Quality Assurance in Higher Education) ausgearbeitet werden.
[2] Siehe dazu auch das Communiqué of the Conference of Ministers responsible for Higher Education vom 19. September 2003, Berlin, wo die vertretenen MinisterInnen zum Ausdruck brachten, Studierende als volle Partner anerkennen und die studentische Partizipation fördern zu wollen „Students are full partners in higher education governance. Ministers note that national legal measures for ensuring student participation are largely in place throughout the European Higher Education Area. They also call on institutions and student organisations to identify ways of increasing actual student involvement in higher education governance.“
[3] In dieser Resolution wird ausschliesslich auf  studentische ExpertInnen in externen Qualitätssicherungsverfahren Bezug genommen. Jedoch soll sich auch die interne Qualitätssicherung an diesen Grundsätzen  orientieren.
[4] http://www.enqa.eu/files/ESG_3edition%20%282%29.pdf