Resolution „Studieren und Erwerbsarbeit“

Ausgearbeitet, verfasst und den Delegierten zur Abstimmung vorgelegt von der HoPoKo. Verabschiedet an der 167. Delegiertenversammlung im November 2016 in Basel.

Eine der zentralsten inhaltlichen Forderungen des VSS ist seit jeher Chancengerechtigkeit: Ein Studium muss allen fähigen und motivierten Personen offen stehen. Niemand soll ein Studium abbrechen müssen oder gar nicht erst beginnen können, weil er oder sie finanziell auf Erwerbstätigkeit angewiesen ist.

Dossier zur Medienkonferenz vom 23. Januar 2017

Publikation des Positionspapiers: Hochschulzugang für studentische Geflüchtete

Junge Geflüchtete in der Schweiz brauchen Perspektiven. Ein abgebrochenes Studium an einer Schweizer Fachhochschule oder universitären Hochschule fortzusetzen, ist ein möglicher Weg dahin. In der Schweiz verhindern hohe strukturelle und administrative Hürden, dass Geflüchtete es an eine Hochschule schaffen. Das muss sich ändern.

Im Rahmen des Projektes „Perspektiven – Studium“ hat der Verband der Schweizer Studierendenschaften VSS ein Positionspapier zum Hochschulzugang studentischer Geflüchteter verfasst und stellt Forderungen an Hochschulen, Bund, Kantone und Sozialdienste.

Pressemappe Positionspapier

MM Publikation Positionspapier: Hochschulzugang für studentische Geflüchtete

Zeitungen

  • Forderung des Studierendenverbands: Asylbewerber sollen studieren können – Flüchtlinge, die in der Schweiz studieren wollen, stehen vor etlichen Hürden. Der nationale Studierendenverband möchte diese aus dem Weg räumen und hat am Montag in Zürich ein entsprechendes Positionspapier präsentiert. NZZ, 23.1.2017
  • Il faut favoriser l’accès des réfugiés aux études – L’accès aux études est actuellement très compliqué pour les réfugiés. L’Union des étudiants de Suisse souhaite des modifications. 24 Heures, 23. 1. 2017
  • Asylbewerber sollen studieren können – Der nationale Studierendenverband fordert einen besseren Hochschulzugang für Migranten. NZZ, 24. 1. 2017

Fernsehen

  • Accès des réfugiés dans les universités: exigences financières – L’Union des étudiants de Suisse demande davantage, sous la forme d’un soutien financier. RTS Info 24. 1. 2017
  • „Atenei aperti ai rifugiati“– E‘ la richiesta dell’Unione degli universitari, che domanda norme d’ammissione meno esigenti. Telegiornale (RSI), 23. 1. 2017
  • Können Flüchtlinge bald studieren? – Mit einem Schnupper-Semester will die Universität Zürich Flüchtlings-Studenten den Hochschulzugang und damit die Integration erleichtern. ZüriNews, 23. 1. 2017

Radio

Lausanner Studierende ohne nationale und internationale Vertretung

Die Delegiertenversammlung der Studierendenschaft der Universität Lausanne (FAE) hat am Montag entschieden, aus dem nationalen Dachverband auszutreten. Konsequenz davon ist, dass die Studierenden der zweitgrössten Westschweizer Universität auf nationaler und internationaler Ebene nicht mehr vertreten sind. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) bedauert diesen Beschluss und betont, dass eine nationale und solidarische Vertretung für die Verteidigung studentischer Interessen unabdingbar ist.

Die Konsequenzen für die Lausanner Studierenden sind schwerwiegend. Die fehlende Vertretung und somit Verteidigung ihrer Interessen auf nationaler Ebene hat zur Folge, dass ihre Stimme in den verschiedenen nationalen Organisationen (u.a. swissuniversities, SBFI, Schweizerische Hochschulkonferenz) nicht direkt vertreten wird. Ebenfalls verzichten sie auf die internationale Präsenz, für welche die Mitgliedschaft im VSS die Grundlage bietet und die – gerade in Zeiten des Bologna-Systems – äusserst wichtig ist, um die Studierenden auf faire und effiziente Art und Weise zu verteidigen. Nebst diesen Tätigkeiten ist der VSS in Bern auch auf Bundesebene aktiv, um nationale Entscheidungen zu beeinflussen und um die Studierenden gegenüber den Medien zu repräsentieren.

Der übereilte Austritt ist auch deshalb zu bedauern, weil Kritikpunkte der FAE bei der Strukturanpassung, die eben angenommen wurde und bald in Kraft tritt, berücksichtigt wurden. Die FAE will den VSS verlassen, um sich auf die Studierenden vor Ort zu konzentrieren. Aber bei diesem Anliegen darf nicht vergessen gehen, dass die FAE nicht nur Waadtländer Studierende vertritt. Um die Interessen aller ihrer Studierenden zu verteidigen, ist eine nationale Vertretung notwendig. Gabriela Lüthi, Vorstandsmitglied des VSS, fügt hinzu, “es ist schade, dass 13 Studierende, nur um die Ausgaben zu senken, dabei die Solidarität und die Verteidigung von studentischen Interessen in der Schweiz bei Seite lassen. Die Zusammenarbeit mit Studierendenschaften von möglichst vielen Hochschulen ist wichtig, damit die Anliegen der Studierenden auf nationaler und internationaler Ebene gehört und ernst genommen werden.”

Für den VSS,
Gabriela Lüthi (de)
Stephan Rodriguez (fr)

MM FAE verlässt VSS

Kein Kuhhandel mit Studierenden!

Medienmitteilung VSS vom 29. August 2013

Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben nach langem Hin und Her eine Erhöhung des Globalbeitrags für die Universität Basel beschlossen. Dieser Entscheid kam jedoch nur zustande, weil die Universität und Basel-Stadt vor einer Forderung der Basel-Landschaftlichen Regierung in die Knie gegangen sind: Ohne eine Erhöhung der Studiengebühren hätte BL dem Globalbeitrag nicht zugestimmt. Der VSS ist über diesen Kuhhandel äusserst konsterniert. Die Regierungen der beiden Kantone beweisen erneut, dass Ihnen die Chancengleichheit der Studierenden gleichgültig ist. Die Studierenden verlangen von den ParlamentarierInnen beider Basel, diesem Geschacher um Studierendengelder Einhalt zu gebieten und den Globalbeitrag nur zu genehmigen, wenn die Studiengebühren nicht erhöht werden.

Es ist zwar erfreulich, dass mittlerweile sogar Basel-Landschaft eingesehen hat, dass es unabdingbar ist, der Universität Basel mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. Eine Erhöhung des Globalbeitrags von heute 317 Millionen CHF auf 329.5 Millionen CHF bis 2017 muss als gutes Zeichen gewertet werden, auch wenn diese Erhöhung eher bescheiden ausfällt. Dass es sich Basel-Landschaft erlauben kann, die gleichzeitige Erhöhung der Studiengebühren als nicht verhandelbare Bedingung aufzustellen, lässt in Bezug auf den Verhandlungsprozess zwischen den Kantonen und der Universität jedoch nichts Gutes erahnen.

Eine Erhöhung der Studiengebühren um jährlich 4 Millionen Franken ist äusserst unverantwortlich. Für das Gesamtbudget der Universität hat dieser Betrag nur eine marginale Bedeutung. Für die oder den einzelnen Studierenden fällt eine derartige Erhöhung aber unverhältnismässig ins Gewicht. Bei konstanten Studierendenzahlen müssten die Studierenden ca. 150 Franken zusätzlich berappen; damit würden neu ca. 850 Franken pro Semester fällig.

Auch an den ETH, anderen kantonalen Hochschulen und den Fachhochschulen wird über die Erhöhung der Studiengebühren diskutiert. Basel schliesst sich somit einem nationalen Trend an, Finanzierungsprobleme der Hochschulen auf dem Rücken der Studierenden auszutragen. Dabei wird ein Scheindebatte geführt, indem vorgetäuscht wird, höhere Studiengebühren hätten für die Finanzierung der Hochschulen überhaupt irgendeine Relevanz. Mélanie Glayre, Vorstandsmitglied des VSS, sagt dazu: “Auf allen Ebenen wird versucht, mit immer höheren Studiengebühren die Finanzierung von Hochschulen zu privatisieren und den Zugang zur Hochschulbildung einzuschränken. Ein solches Vorgehen ist inakzeptabel – besonders in Basel werden die Studierenden so zum Spielball im Kuhhandel zwischen den Hochschulträgern“.

 Diese Entwicklungen gefährden die Chancengleichheit und den freien Zugang zur Bildung. Anstatt endlich Lösungsansätze zu entwickeln, um eine angemessene öffentliche Finanzierung der Hochschulen sicherzustellen, versuchen die Regierungen beider Basel erneut die Studierenden in die finanzielle Verantwortung zu zwingen. Der VSS appelliert an den Landrat und den Grossen Rat, endlich Verantwortung für die Finanzierung ihrer Universität zu übernehmen, mit ihren politischen Spielereien aufzuhören und eine Erhöhung der Studiengebühren zu verhindern. Weil Ausbildung Zukunft schafft!

650 Franken sind genug!

Mit dem heutigen Tag beginnt ein neues Studienjahr. Für rund 210’000 Studierende bedeutet dies: Vorlesungen und Seminare besuchen, Arbeiten schreiben, Erwerbsarbeit und Ausbildung neu koordinieren. Die Studiengebühren sind das ökonomische Eintrittsticket in diese Welt. Und wir Studierende sind überzeugt: 650 Franken sind genug!

An einer Medienkonferenz hat der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) gemeinsam mit seinen Sektionen in den Universitäten, ETHs und Fachhochschulen die Forderung einer Plafonierung der Studiengebühren präsentiert. Nach den Erhöhungen in den Kantonen St. Gallen, Bern und Zürich ist für die Studierenden klar: mit den finanzpolitisch begründeten Erhöhungen muss Schluss sein! Die Studierenden stehen deshalb hinter der Parlamentarischen Initiative Reynard, welche die Studiengebühren für die ETHs auf maximal 650 Franken begrenzen will.

Doch nicht nur das: gleichzeitig soll die Forderung ausgeweitet werden auf die Universitäts- und Fachhochschulkantone. Als parlamentarischer Vorstoss wurde sie bereits im Kanton Bern eingereicht. Weitere Vorstösse sind in den Kantonen Basel Land, Basel Stadt, Waadt, Zürich, Luzern, Neuenburg, Freiburg und Genf geplant. Die Studierenden sind sich einig: „Studiengebühren sind eine diskriminierende Hürde für ein Studium und greifen die Chancengleichheit an. Mit den Erhöhungen muss deshalb Schluss sein“, fasst Clau Dermont, Vorstandsmitglied des VSS, den kritischen Tenor zusammen. Weiterlesen 650 Franken sind genug!